Google Sightseeing nimmt euch mit auf eine Weltreise per Satellit, mittels dem frei erhältlichen Google Earth Program, oder Google Maps in eurem Browser. Jede Woche präsentieren eure Fremdenführer Jenni und Joe neue skurrile und wundervolle Entedeckungen, vielen davon von unseren Lesern selbst vorgeschlagen.

Jenni und Joel

20 Jahre Mauerfall

Posted by Jenni, November 9, 2009

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Trotz unserer anhaltenden Sendepause (GSS braucht euch!), wollten wir heute, an diesem wichtigen Tag, doch einen Bericht zum 20. Jahrestag des Mauerfalls bringen.

Der 9. November ist aus verschiedenen Gründen ein wichtiges Datum in der deutschen Geschichte, aber heute gedenken wir einem Moment der eine ganze Generation geprägt hat: der Fall der Berliner Mauer vor genau 20 Jahren.

In den Wochen, die zum November 1989 hinführten, hatten sowohl Ungarn als auch die Tschechoslowakei ihre Grenzkontrollen entspannt, und Tausende von Ostdeutschen flohen in den Westen. Da die Trennung Westdeutschlands von der DDR unwiderruflich geschwächt war, wurde die Entscheidung getroffen die Grenze zu öffnen, die 28 Jahre lang wirksam abgedichtet war.

Dieses sollte eigentlich am 17. November statt finden, aber bei einer Pressekonferenz am 9. November verkündetet ein Pressesprecher der Regierung fälschlicherweise, dass die Bevölkerung umgehend die Grenze frei überqueren könnte. Berliner auf beiden Seiten der Mauer strömten zu diesem Bollwerk aus Beton, und waren der verwirrten Grenzpolizei weit überlegen, die zu diesem Zeitpunkt nicht wussten, was vor sich gegangen war, und der Rest ist bekanntlich Geschichte.

wall1

Das Brandenburger Tor war ein symbolischer Mittelpunkt für den Mauerfall. Während des Kalten Krieges war das Tor isoliert im “Todesstreifen” zwischen den zwei Mauern – der äußeren Mauer, die nach Westen zeigte, und der kleinerer inneren. Heute sitzt das Brandenburger Tor im Herzen der vereinigten Stadt, und die genaue Position der Mauer ist mit einer Reihe von Pflastersteinen markiert, die in den Straßenbelag eingelassen sind.

Brandenburg Gate Cobbles

Außer den Pflastersteinen ist so gut wie nichts von der Mauer hier übrig, daher bezieht sich der Rest dieses Beitrages auf Orte, wo man die Mauer – oder ihr Vermächtnis – noch immer sehen kann. Wir fangen im Norden der Stadt an, im Bezirk Pankow. Hier ist der ehemalige “Todesstreifen” deutlich zu sehen an den Bäumen, die dort gewachsen sind seit die Grenzpolizei abgezogen ist. Ein paar kleine Abschnitte der Mauer existieren hier noch, und ein wenig weiter südlich sieht man einige wenige Blumenschalensperren – Barrikaden, die als Betonurnen verkleidet und mit Blumen gefüllt sind.

Overgrown death strip Wall remnants flower

Ebenfalls an vielen Stellen noch sichtbar ist der Pfad, der benutzt wurde, um die Grenze zu patrouillieren. Einer der am besten erhaltenen Stellen ist direkt neben der Schulzestrasse, wo die hohen Laternenpfahle, die ursprünglich den Todesstreifen beleuchteten, noch deutlich zu sehen sind.

patroltrack

An der Bernauer Straße wurde die Grenze durch die Mauern der Häuser auf der südlichen Seite der Straße gebildet – die Wohnungen waren in Ostdeutschland, die Straße selbst im Westen. Folglich war es der Schauplatz vieler Fluchtversuche. Um dieses zu verhindern, mauerten die Behörden zuerst die Fenster zu, und schließlich wurden alle Anwohner evakuiert und die Gebäude entlang der Grenze demoliert. Heute, mit ihrer Südseite weitest gehend leer, ist die Bernauer Straße Standpunkt vieler Denkmäler an der Mauer. Die Kapelle der Versöhnung wurde 2000 an der Stelle einer ehemaligen Kirche eröffnet, die jahrelang im Niemandsland isoliert war, bevor sie 1985 demoliert wurde. Gegenüber auf der anderen Straßenseite ist das Dokumentationszentrum Berliner Mauer.

Bernauer Strasse Chapel Documentation Centre

In der Nähe schlängelt sich die Grenze so sehr, dass sich der Nordbahnhof West Berlin schon östlich von Ost Berlin liegt! Wieder sind einige Abschnitte der Mauer noch sichtbar – diese waren Teil der “Hinterland Mauer”, der kleineren Barriere hinter der Hauptmauer.

Nordbahnhof wall

Die längste, immer noch bestehende Strecke der Mauer ist als East Side Gallery bekannt, über die 2005 schon mal im englischen Google Sightseeing berichtet wurde. Seitdem hat sich die Bildqualität um einiges verbessert, aber am besten schätzen kann man das Ganze natürlich vor Ort!

East Side Gallery East Side Gallery

Eine weitere gut erhaltene Strecke der Mauer ist in der Niederkirchnerstraße, nicht weit vom berühmten Checkpoint Charlie (der Checkpoint, den man heute dort sehen kann, ist allerdings nur eine Nachbildung).

Niederkirchnerstrasse Checkpoint Charlie

Unsere letzte Haltestelle in Berlin ist ein wenig skurril. Steinstücken, eine Gemeinschaft von etwa 200 Leuten im Südwesten der Stadt, war einst eine Enklave des Westens, völlig von der DDR umgeben. Als die Mauer fertig gebaut war, waren die Einwohner gänzlich abgeschnitten, und konnten West Berlin nur besuchen, indem sie jedes Mal zwei ostdeutsche Checkpoints passierten. Die Situation hielt 10 Jahre lang an, bis ein kleiner Streifen Land ausgetauscht wurde, der die Enklave mit dem Rest von West Berlin verband. Obwohl die Mauer nun schon lange fort ist, folgt die Grenze zwischen Berlin und Brandenburg immer noch dem gleichen, gewundenem Pfad, mitsamt dem Streifen an Land, welcher kaum 20 Meter breit ist.

Steinstücken Steinstücken strip

Obwohl Berlin die berühmteste Stadt ist, die geteilt wurde, war sie nicht die einzige. Die Grenze zwischen Ost- und West-Deutschland schnitt auch durch andere, kleinere Ortschaften. Unter anderem dem Dorf Mödlareuth, welches zwischen Bayern (im Westen) und Thüringen (im Osten) geteilt war. Die Mauer wurde hier 1966 gebaut, fünf Jahre nach der in Berlin, und ein kleiner Teil davon ist in einem Freiluftmuseum ausgestellt worden, zusammen mit einem Hubschrauber und einigen Panzern.

Mödlareuth Helicopter

Wie ihr vielleicht erkennen könnt, gibt es eine unglaubliche Menge an Mauer bezogenen Dingen, die man in Berlin sehen kann, und wir könnten dutzende an Beiträgen damit füllen. Glücklicherweise gibt es eine tolle deutsche Website die das viel besser macht als wir es je könnten, mit einem enormen Vorrat an Fotos, Landkarten und vielen anderen Informationen. Auf der offiziellen Website von Berlin gibt es weitere Information, insbesondere die faszinierenden “Mauer-Spuren” Seiten.

Dank an GSS Author RobK, der den ursprünglichen Beitrag geschrieben hat, und Cédric, der ebenfalls dazu beigetragen hat.

GSS braucht euch!

Posted by Joe, September 23, 2009

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Liebe Freunde des deutschen Google Sightseeing!

Wie ihr sicher selbst seht, ist der letzte Eintrag im GSS Blog vom 21. August – also mehr als einen Monat her. Seitdem haben wir uns nicht mehr bei euch gemeldet; wir hoffen, wir haben damit nicht zu viele Leute von regelmäßigen Besuchen hier abgebracht. Denen, die geblieben sind, schulden wir auf jeden Fall eine Erklärung. Ihr bekommt sogar zwei: eine, warum Jenni nicht zum schreiben kann, und eine weitere, warum ich keine Artikel mehr reingesetzt habe.

Zuerst zu Jenni: Sie ist noch voll und ganz dabei, allerdings hat sie sich eine längere Auszeit genommen (ok, ich gebe zu, die hätten wir ankündigen können – mea culpa). Der Grund dafür ist aber sehr erfreulich: am 12. September haben sie und ihr Verlobter sich das Ja Wort gegeben.

An dieser Stelle alles gute für die beiden!

Die Vorbereitungen und die Aufräumarbeiten haben sehr viel Zeit in Anspruch genommen – auch wenn sie sehr schön waren. Ich selber hatte das Vergnügen, meiner Schwester zehn Tage lang Gesellschaft zu leisten bei diesem denkwürdigen Ereignis. Jetzt ist sie allerdings in den Flitterwochen – also werden wir in den nächsten drei Wochen auch keine Artikel von ihr lesen… danach wird sie aber wieder zu hundert Prozent für GSS da sein!

Mein Fall dagegen wiegt ein wenig schwerer: Krankheit, Urlaub und Prüfungsstress haben mich sehr eingeschränkt und mich daran gehindert, neue Artikel zu übersetzen. Was daran so schwer wiegt ist das Fakt, dass ich zusätzlich mich nach einem Jahr GSS von euch verabschiede. Die Arbeit hier hat mir sehr viel Spaß gemacht, aber aus privaten Gründen muss ich davon Abstand nehmen.

Das bedeutet aber auch, dass wir für mich eine oder mehrere Nachfolgerinnen bzw. Nachfolger suchen! Wenn ihr also Lust und Zeit habt, dann meldet euch bei uns. Die “Arbeit” besteht darin, ein oder zweimal die Woche einen Artikel aus dem Englischen ins Deutsche zu übersetzen und online zu stellen. Hervorragende Englischkenntnisse sind dabei gar nicht von Nöten – ein breiter, passiver Wortschatz reicht aus; viel Wichtiger ist der Spaß am Schreiben und Entdecken der Welt!

Ich möchte gar nicht Details hier lange ausbreiten – auf Emails/Kommentare/Postings/was auch immer antworten wir (fast) umgehend und ausführlich. Dabei habt ihr drei Möglichkeiten uns zu erreichen:

  • Ihr kommentiert diesen Blogeintrag
  • Ihr schreibt eine Email an: noodlenotes -at- googlemail -dot- com
  • Ihr benutzt unser Kontaktformular

Über rege Antworten und Anfragen würden wir uns sehr freuen. Ziert euch nicht, sondern helft mit einen wunderbaren Blog im Internet zu erhalten!

Euer Joe!

Aschgabat Denkmäler

Posted by Jenni, August 21, 2009

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Die Stadt Aschgabat – Hauptstadt von Turkmenistan – wird von Denkmälern dominiert, die dem Größenwahn eines Mannes dienen – dem ehemaligen Präsidenten-fürs-Leben Saparmurat Niyazov. Zum Beispiel hat der dem 75 Meter hohen Neutralitäts-Bogen eine 12 Meter große, gold-belegte Statue von sich aufsetzen lassen. Eine normale Statue war natürlich nicht genug, er hat sie so entworfen, dass sie sich im Laufe des Tages dreht und immer gegen die Sonne gerichtet ist.1

Ashgabat

Der Bogen ist ein Anzeichen dafür, dass diese ehemalige sowjetische Republik sich als permanent neutral deklariert hat, nachdem die Sowjetunion auseinander fiel. Obwohl diese Außenpolitische Initiative ein positives Potential hatte, kämpfte das Land intern mit gewalitgem Elend, misbrauchter Menschenrechte und intensiver Armut, während eines der schlimmsten Diktatoren der Welt verschwenderisch Geld für seine größenwahnsinnige Denkmäler ausgab.

Südlich des Neutralitäts-Bogen liegt der Palast des Präsidenten, ein weitere, riesiger Palast für seine Familie, un der Park der zehnjährigen Unabhängigkeit, einer von mehreren üppigen Grünflächen in einer ansonsten ariden Stadt – der Gebrauch von Wasser war nur eines der Wege, in dem Niyazov seine Macht demonstrierte und Geld ausgab2. Der Park beinhaltet unter anderem einen riesigen Brunnen mit einer Statue von 10 Pferden, und einer weiteren goldenen Statue von Niyazov.

Ashgabat Ashgabat

Einer von Niyazov ausgefallensten “Erfolge” war die Autorschaft der Ruhnama, oder Buch der Seele, das im Süden der Stadt mit einem Denkmal und weiteren Brunnen zelebriert wird. Die große Nachbildung des Buches schliesst und öffnet sich bei besonderen Anlässen (wenn der Motor nicht gerade durchgebrannt ist), um Videobildschirmen mit Szenen seines Lebens zu zeigen. Das Denkmal ist der kleine Kreis links der riesigen weißen Bühne/ Aufführungs-/ Springbrunnenbereichs.

Ashgabat

Nebst weiteren fabelhaften Kräften, behauptete Niyazov, dass die Ruhnama jedem, der sie dreimal gelesen hatte, den Eintritt ins Paradies garantieren würde, und alle heilen würde die an Krankheit litten, nachdem er alle Krankenhäuser ausserhalb der Stadt geschlossen hatte. Kenntnis der Ruhnama war notwendig für alle Arbeitsstellen des Staates, sogar um eine Führerscheinsprüfung zu machen. Der Text ist [online] in 22 Sprachen erhältlich, falls ihr Erleuchtung braucht oder euch mit eurem Führerschein abmüht.

Im gleichen Park wie das Ruhnama Denkmla, befinden sich das Unabhängigkeits Denkmal (durch Zelte und Kopfbedeckungen inspiriert; mit einer riesigen, goldenen Turmspitze bedeckt und einer weiteren goldenen Statue frontiert), ein Museum turkmenischer Werte, ein bedeutendes Netzwerk and Teichen und Springbrunnen, Ehrungen and ehemalige turkmenische Helden, und (vielleicht etwas fehl am Platz) ein Einkaufszentrum innerhalb eines riesigen, 5-füßigen Denkmals mit Wasserfällen und fünf-köpfigen Adlern, aber angeblich nicht sehr vielen Läden.

Ashgabat Ashgabat

Süd-westlich der Stadt liegt der Turkmenbashi3 Ewiglich Großartige Park, Ausgangspunk für Niyazovs ‘Gesundheitslauf’ – ein anstrengender 8 Kilometer lange Treck, den Minister gezwungen waren regelmäßig zu laufen, während der Präsident selbt die bequemere Reise im Hubschrauber vorzog – wobei er rechtzeitig am Gipfel des Trecks landete um die Spitenreiter willkommen zu heissen, und die Nachzügler zu mahnen. Ashgabat

Die Basis des Denkmals ist gänzlich aus weißem Marmor4, die Blendung dessen der Satellitkamera große Probleme bereitet hat. Am Ende des Trecks befinden sich große Schriften im Abhang, vermutlich inspirative Texte um einen für der letzte Strecke bis zum Gipfel aufzubauen. Es gibt auch eine längere Route für die, die zusätzliche Gesundheit brauchen.

Ashgabat

Schließlich schauen wir uns noch kurz den Westen der Stadt an, wo Niyazov die größte Mochee Zentralasiens gebaut hat, teils ein Denkmal an das Dorf in dem seine Mutter im Erdbeben von 1948 ums Leben kam, welches die ganze Region verwüstet hat. Das spektaku¬are Gebäude ist etwas verwirrend, mit Zitaten sowohl aus dem Koran als auch aus der Ruhnama.

Ashgabat

Niyazov stab plötlich in 2006. Seitdem haben die Turkmenen mehr Freiheiten, aber die Einwohner von Aschgabat fragen sich bestimmt immer noch, was sie von dem hinterbliebenen Größenwahn halten sollen.

Dank an Birdseed, Catherine und Hamish.


  1. Laut einem Bericht der BBC von vor einem Jahr sollte die Statue entfernt werden, aber GGS konnte nocht nicht festellen, ob dies auch wirklich geschehen ist und wenn ja, was aus der Statue geworden ist. 

  2. Seht euch diese spektakuläre Verkehrsinsel nahe des Flughafens an! 

  3. Turkmenbashi was Niyazovs adoptierter Name und bedeutete Führer der Turkmenen. 

  4. Insklusive der Statue Niyazovz. Vielleicht ging ihm das Gold aus? 

Erta Ale (Vulkanwoche)

Posted by Jenni, August 19, 2009

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Vulkane sind wahrscheinlich nicht das erste, das viele mit Äthiopien assoziieren, aber Erta Ale ist ein besonders feines Beispiel.

ertaale lava

Er ist vielleicht nur kaum mehr als 600 Meter hoch1, aber dieser Vulkan (dessen Name “rauchender Berg” in der einheimischen Afar Sprache bedeutet) beherbergt einen feurgigen Lava See – einer von nur fünf in der Welt! Kein Wunder das es vor Ort als “Tor zur Hölle” bekannt ist. In der Nähe des Vulkans zu wohnen scheint riskant – eine riesiger Ausbruch in 2005 tötete hunderte Viehbeständer und umliegende Dörfer mussten evakuiert werden, und bei einem weiteren Ausbruch zwei Jahre später wurden hunderte Einwohner in die Flucht getrieben.

Erta Ale liegt in der Afar Depression, welche geologisch sehr aktiv ist: drei “Grabenzonen” (wo tektonische Platten auseinander getrieben werden) treffen in der Nähe aufeinander. Ausserdem gibt es mehrere Vulkane, sowie eine Vielfalt heißer Quellen und unglaublich salziger Seen.

Unterhalb von Erta Ale liegt der umwerfend blaue See Lake Afrera, welcher angeblich mindestens 290 Millionen Tonnen an Salz enthält, aber dies ist nichts im Vergleich zu Lake Assal, über der Grenze in Djibouti. Assal is der salzigste See der Erde2, mit einem Salzgehalt zehn mal so groß wie das des Ozeans.

afrera assal

Die Region ist noch für etwas anderes berühmt. Sogar entfernt vom kochenden Lava, ist es angeblich der heißeste Ort der Welt, im Bezug auf der jährliche Durschnittstemperatur. Die Bergbau Gemeinschaft von Dallol (Nahe des Vulkans mit dem gleichen Namen), hat zwischen 1960 und 1966 eine fast unglaubhafte average Durchscnittstemperatur von 34°C aufgezeichnet, obwohl es heutzutage eine Geisterstadt ist.

dallol

Auf der Website der BBC gibt es, allerdings auf Englisch, einen interessanten Artikel über die Herausforderungen die mit der Vermessung von Erta Ale verbunden sind, insklusive eines Videos in dem sich eines der Wissenschaftler in den Krater abseilt. Mehr über den Vulkan gibt es bei Wikipedia.


  1. Was etwas beindruckender ist als es sich vielleicht anhört, wenn man bedenkt, dass das umgebende Land erheblich unter dem Meerespiegel liegt. 

  2. Mit der eventuellen Ausnahme einiger Teiche in der Antarktis. 

Newberry Vulkan (Vulkanwoche)

Posted by Jenni, August 17, 2009

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Der Newberry Volcano ist ein immenser Schildvulkan mitten in Oregon. Zusätzlich zum vulkanischen Hauptkrater (Caldera), besteht das System aus vielen Kuppen, Kegeln, Kratern und Lava Flüßen, über einem Gebiet von über 32 Kilometern Weite, sowei zwei Kluften welche sich erheblich in die Ferne strecken.

Newberry Volcano

Die zentrale Caldera, bekannt als Paulina Peak, wurde über hunderte von tausenden von Jahren und durch unzählige Ausbrüche gestaltet; jetzt enthält er ein Paar Seen die durch heiße Quellen ‘gefüttert’ werden – Paulina Lake und East Lake. Unter der Caldera sind extreme Temperaturen gemessen wurden, was zu einer Untersuchung mit Aussicht auf Geothermie geführt hat. Der Lava Fluß zum Süden der Seen ist als Big Obsidian Flow bekannt.

Newberry Volcano

Der Newberry Vulkan ist bekannt dafür, das er viele verschiedene Arten von Lava erzeugt hat, mit einer entsprechenden Vielfalt and landschaftlichen Eigenschaften die daraus resultierten. Das gesamte System ist als nationales Denkmal geschützt – das Newberry National Volcanic Monument . Astronauten aus der Apollo Epoche haben in Gebieten des Vulkans trainiert, die der Mond Oberfläche gleichen.

Einige der prominentesten Eigenschaften sind die sogenannten ‘buttes’ (zu deutsch Spitzkuppen) – hohe Aschekegel die von einem einzigen Ausbruch stammen, unter anderem diese Anhäufung nördlich der Seen.

Buttes

Einer der prominentesten ist Lava Butte, welcher ungefähr 150 Meter hoch ist, und an dessen Fuße sich das Lava Lands Visitor Center befindet. Lava Butte ist in einer ziemlich malerischen Street View Aufnahme vom nahegelegenen Highway 97 zu sehen … obwohl es so kalt gewesen zu sein scheint, dass eines der Kameraobjektive eingefroren war!

Lava Butte Lava Butte

Südöstlich der Caldera befinden sich drei große Lava Felder (hauptsächlich flache Gebiete vulkanischen Gesteins) – Devil’s Garden, Squaw Ridge und Four Craters. From Rande des letzteren hinwegstrecken ist die sehr einfallsreich benannte Crack-in-the-Ground (zu deutsch Spalt im Boden), eine 20 Meter tiefe und 3 Kilometer lange Kluft, die bei Wanderern sehr beliebt ist.

Lava Fields Crack-in-the-Ground

Ebenfalls sehr einfallsreich benannt die die zwei nahegelegenen, großen Maare, or Explosionskrater – Big Hole (zu deutsch großes Loch) und Hole-in-the-Ground (zu deutsch Loch im Boden).

Explosion Craters

Mayon (Vulkanwoche)

Posted by Jenni, August 14, 2009

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Über den Ebnen der Insel Luzon in den Philippinen ragt der Mayon herauf, ein aktiver 2.400 Meter hoher Schichtvulkan. Als der “perfekte Kegel” bekannt, sieht Mayon in seiner Symmetrie fast unwirklich aus, ein wahres Meisterwerk der Natur.

Mount Mayon Mount Mayon

Der Vulkan steht im starken Kontrast zu seiner sehr flache Umgebung; seine Abhänge nahe der Kuppe haben ein durchschnittliches Gefälle von 35-40 Grad. Ausbrüche ereignen sich hauptsächlich aus einem kleinen Eruptions occur primarily from a small Vulkankrater, aber haben auch but have also created pyroklastische Ströme erzeugt, die über 40 Schluchten rund um Mayons Kegel eingegraben haben. Wenn man Mayon in Google Earth ansieht, zeigt sich seine einmalige Form:

Mount Mayon

Mit 47 Ausbrüchen seid 1616, ist es der aktivste Vulkan der Phillippinen, und bietet auch heute noch eine Gefahr für nahegelegene Dörfer. Sein tödlichster Ausbruch fand im Februar 1814 statt, wobei über 1.300 Menschen ums Leben kamen. Es wird berichtet, das Mayon dabei Schwaden heisser Asche ausspuckte, während schnell fliessende Lava Flüsse das Dorf Cagsawa völlig überdeckten. Der Glockenturm war die einzige Struktur die noch stand, als der Ausbruch vorbei war.

Cagsawa

In den letzten Jahrzehnten hat Mayon weiterhin seine Anwesenheit in der Region bekannt gemacht. Mit Ausbrüchen in den Jahren 1984, 1993, 2006 und 2008 sind die Anwohner inzwischen häufige Warnung zur Evakuierung sowie Sicherheits-Alarmzustände gewohnt. Wenn ihr einer der abenteurlichen1 Sorte seid, die gerne steile Abhänge hinauf klettern, dann bietet Mayon eine echte Herausforderung – vergesst aber nicht einen Sicherheitshelm zu tragen, und gebt acht vor dem herabfallenden Geröll und heißem Magma.


  1. …oder masochistisch 

Fuji (Vulkanwoche)

Posted by Jenni, August 12, 2009

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Japans Fuji (Fuji-san) ist einer der ikonischsten und am meist erkanntesten Vulkane der Welt, und als das englische Google Sightseeing zuerst anfing bekamen sie viele Vorschläge darüber zu berichten. Leider war die Resolution der Aufnahmen von Fuji zu der Zeit ziemlich niedrig.

Glücklicherweise sind die jetztigen Bilder erheblich besser, und mit seiner berühmten, schnee-bedeckten Kuppe ist die Ansicht von Fuji von oben herab einfach umwerfend.

Mit 3.776 Metern ist Fuji um einiges Japans höchster Berg, und wenn man bedenkt wie atemberaubend schön er vor Ort ist, ist es wahrscheinlich nicht überraschend, dass Fuji weitgehend mit großem, nationalen Stolz bedacht wird, und somit oft das Motiv Japanischer Kunst gewesen ist.

Obwohl er seid 1708 nicht mehr ausgebrochen ist, wird Fuji als “aktiv” klassifiziert, allerdings mit einem geringen Risko eines weiteren Ausbruchs. Zum Wohle aller Anwohner der vielen Gebäude, die um den Krater herum plaziert sind, hoffen wir, dass die Vulkanologen recht haben.

Diese Gebäude sind allerdings nicht permanent bewohnt, und dienen hauptsächlich den Bedürfnisses der 200.000 Leute die Fuju jährlich besteigen. Gepflasterte Straßen reichen bis 2300 Meter hoch, von wo aus der Gipfel dann in 5 bis 7 Stunden erreicht werden kann.

Bei Wikipedia gibt es noch weiteres über Fujisan. Oder wenn ihr selber Interesse daran habt Fuji zu ersteigen, gibt es, allerdings auf English, bei ‘Japan Guide’ eine ausführliche Übersicht darüber.

Dank an (tief Luft holen) Adam, hito, Ben, Jacek Fedorynski, Anne Mathews, Caius Toneriko, Jared, Eric, Ron Vogel, Roy Tanaka, Chris Palmieri, Planck, Ramsey Callaway, Matt Van Pelt, Corey, Colin Allen, TSG, Eitan Nudel, Fero GUNIC, Adrian Ward, Boniface, numlok, Tom Grusendorf, ian, Jerry Mills, Manuel Fernandez, Phillip Lockwood-Holmes, Dan, Turtleknee, TomG und Alfred.

Pinatubo (Vulkanwoche)

Posted by Jenni, August 10, 2009

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Beim englischen Google Sightseeing war vor kurzem schon zum vierten Mal Vulkan Woche, für uns ist es dagegen das erste Mal. Wegen unserer Sendepause1 hinken wir ein wenig hinterher, bringen euch aber in dieser und nächster Woche die explosiven Vulkan Beiträge.

Auch aus einem unglaublichen Unglück kann manchmal wahre Schönheit entstehen. Wie zum Beispiel der wunderschöne Kratersee, der in dem Restbecken des 1991 Mount Pinatubo Ausbruchs in den Philippinen entstanden ist. Ein atemberaubendes Naturwunder wurde durch eine der größten, katastrophalsten Vulkanausbrüche der letzten 100 Jahre erzeugt.

Mt. Pinatubo

Niemand wusste, dass sich tief unter der Oberfläche von Pinatubo vulkanische Aktivitäten ereigneten. Die Einheimischen – die Aeta – hatten keine Erinnerung an ehemalige Ausbrüche in ihren mündlichen Überlieferungen, und geologische Daten waren ebenfalls spärlich.

Dennoch spuckte der Berg, während des Monats Juni 1991, 10 Kubikilometer an heißem, geschmolzenem Magma aus; dabei wurden mehr Schwebstoffe in die Atmosphäre getrieben als beim Ausbruch von Krakatau hundert Jahre zuvor.

Volcanic Eruption

Durch den Taifun Yunya, der zu der Zeit durch die Inselnation fegte, wurde die Wolke von Asche, die über die angrenzenden Ozeana sich hätte verteilen sollen, zurück zur Luzon Region getrieben, wo Pinatubo einst ruhte.

Die Mischung aus Taifun angetriebenen Wind und Regen, zusammen mit der Wolke an Asche, verursachte einen starken Niederschlag von schwerem Schlamm, der der erheblichen Schaden in den umliegenden Städten anrichtete. Darunter auch der schon bereits evakuierte Clark Airbase, eine Einrichtung der U.S. Air Force, deren viele Flachdachgebäude unter dem Gewicht der Asche und des Schlamms zusammen brachen.

Clark Airbase

Das Militäre kehrte nie permanent zu der Einrichtung zurück. Statt dessen überreichten sie as an die Philippinische Regierung, die es zur einen Hälfte in eine Philippinische Luftwaffenstation konvertierte, und zur anderen Hälfte in ein Holiday Inn Ferienort.

Man kann leicht die Schluchten an der Seite des Berges sehen, die nun mit Lahar – einer vulkanischen Schlammmischung – gefüllt sind. Lahar gefüllte Flussbetten durchstreifen die Landschaft um Pinatubo herum.

Lahar Canyons

Nach Jahren an Niederschlaf hat sich das Becken des einstigen Berges mit Wasser gefüllt, wodurch der Pinatubo Kratersee entstanden ist. Jetzt ist es eine Touristendestination, und viele trecken mehrere Stunden durch den tiefen Dschungel um die klaren Wasser des Sees zu erreichen.

Mt. Pinatubo

In 2002 hatte der See den Krater so sehr gefüllt, dass befürchtet wurde der Rand würde einstürzen, was erhebliche Schäden für die ansässigen Bauernhöfe und die etwa 45.000 Eiwohner in den benachbarten Dörfern bedeutet hätte.

Um den Einsturz zu verhindern, beauftragte die Regierung Ingenieure, die mit Sandsäcken ein provisorisches Flussbett entlang der Bahn eines 5 Meter weiten Lahar Murgangs bauten. Daraufhin wurde eine Einbuchtung der gleichen Weite in die niedrigste Stelle des Kraterrandes geschnitten, und an hand des provisorischen Flussbettes wurden 25% des Wassers im Krater in den nahegelegenen Bucao Fluss abgeleitet.

Draining the Lake

Alles in allem hat der Pinatubo Ausbruch Vertreibung von tausendenen von Menschen, den Tod von über acht hundert, sowie Schäden im Wert von Milliarden an Pesos an Grundbesitz, Gebäuden und Ackerland verursacht. Aber sie haben immerhin einen wunderschönen See als Trostplaster bekommen.


  1. Unserer Mutter geht es inzwischen schon viel besser, danke der Nachfrage!