Lake Peigneur
Vor dem Jahre 1980 war der See Peigneur in Louisiana, USA, ein 3 Meter tiefer Süßwassersee, aber durch ein verdammt ungewöhnliches Desaster – natürlich menschlichen Ursprungs – ist er heute ein 60 Meter tiefer Salzwassersee!
Am Morgen des 20. November 1980 führte eine Gruppe von Arbeitern der Texaco Fuel Company Probebohrung durch, um unter dem See nach Öl zu suchen. Dabei durchstießen sie, unachtsam wie sie waren, die Decke der unter dem See befindlichen Diamond Crystal Salzmine. Das Wasser des See begann augenblicklich in die Stollen der Mine zu fließen, und bald hatte das sich ausweitende Schlundloch das gesamte Wasser des Sees geschluckt, zudem noch den Bohrer und 11 Bargen1!
Bargen, wie sie in das Loch gezogen werden
Der Sog, der durch das Loch am Boden des Sees verursacht wurde, war sogar so stark, dass er es schaffte, die Flußrichtung des Delcambre Kanals, einem 20 Kilometer langen Zufluss des Golfs von Mexiko, umzudrehen. Nachdem der See geleert war, schaffte der Zufluss dieses Kanals einen 50 Meter tiefen Wasserfall, der längste Wasserfall im ganzen Bundesstaat Louisana.
Es grenzt fast schon an ein Wunder, dass jeder in der Nähe des Unglücksortes unversehrt geblieben ist – erst recht die 55 Arbeiter, die sich noch in der Mine befanden. Sogar 9 der 11 Bargen trieben zurück an die Wasseroberfläche, nachdem sich der Wasserdruck ausgeglichen hatte.
Auch wenn Texaco niemals wegen grober Fahrlässigkeit verurteil wurde – es fehlte jeglicher Beweis dafür2 – erhielt die Diamond Salt Company dennoch in einer außergerichtlichen Vereinbarung 32 Millionen Dollar von ihnen. Allerdings wurde die Salzmine nie wieder in Betrieb genommen.
Weitere Informationen zum Lake Peigneur wie immer auch bei Wikipedia.
Dank an Gerald Talley und Terry Foster.
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Eine sehr interessante Kurzdokumentation, wenn auch auf Englisch, bei Youtube. ↩
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keine Bohrmaschinen mehr, keine Mine mehr, also auch keine Beweise mehr. ↩




