Besuch auf Bruny Island (Inselwoche)

Posted by Andreas, September 2, 2008

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Hier bei GSS ist Inselwoche 3, was bedeutet, dass wir ca eine Woche lang vor allem über Inseln berichten.

Bruny ist eine von 20 Inseln und kleinen Inselgruppen, die zum australischen Bundesstaat Tasmanien gehören. Die größte dieser Inseln heißt ebenfalls Tasmanien.

Dank der kürzlich von Google hinzugefügten Straßenbilder von Australien können wir heute unseren ersten Street View Inseltrip machen! Reiseproviant wird allerdings nicht gestellt.

Um von Tasmanien nach Bruny zu gelangen, müssen wir die Fähre nehmen:

Drüben angekommen, gibt es hier ein Luftbild der Fähre, mit jeder Menge Autos, die aufs anlanden warten:

Die Insel Bruny hat 600 Einwohner und die Wirtschaft beruht hauptsächlich auf Wildlife Tourismus. Ich habe allerdings bislang noch keine wilden Tiere gesehen.

Brunys andere Hauptattraktion ist der Cape Bruny Leuchtturm, also lasst uns hinfahren:

Der Leuchtturm bezieht seinen Ruhm vor allem aus der Tatsachen, dass er der “älteste kontinuierlich betriebene Leuchtturm des Commonwealth ist”. Ich bin sicher, dass euch das beeindruckt: macht ruhig ein paar Fotos.

Leider war der Street View Fahrer offenbar so langsam unterwegs, dass es schon dunkel wird, also müssen wir unsere Picknickkörbe wieder einpacken und uns wieder in Richtung Tasmanien aufmachen. Hier ist die Schlange vor der Fähre von der anderen Seite:

Und - wieder angedockt, seht ihr hier das Google-Auto im Innern der Fähre! Bitte die Hände im Wagen halten.

Ich hoffe, ihr habt unseren Trip nach Bruny genossen! Und vergesst nicht, dem Fahrer ein Trinkgeld zu geben.

Mehr infos gibts auf Wikipedia: Bruny Island.

Dank an Howder.

Die wandernde Insel der Grauen Mönche (Inselwoche)

Posted by Andreas, September 1, 2008

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Inselwoche 3 hier auf GSS. Für eine Woche werden wir hauptsächlich von Inseln berichten.

Schiermonnikoog ist eine kleine Insel an der Küste der Niederlande, die sich vor 758 Jahren noch 2 Kilometer nördlich ihrer heutigen Lage befand und auch eine völlig andere Form aufwies! Die Kombination von Strömung, Gezeiten und Wind lasse die Insel tatsächlich mit einer Geschwindigkeit von 2.64 Metern pro Jahr wandern.

Der Inselname “Schiermonnikoog” heißt soviel wie “Insel der Grauen Mönche” und wurde nach den Kutten der Zisterziensermönche benannt, die das winzige Eiland zuerst besiedelten. Heute bildet die Insel eine eigenständige Gemeinde und mit ihren eintausend Einwohnern ist es die am dünnsten besiedelte Gemeinde der Niederlande.

Auf unserem (englischen) Post vom April 2008 Sea Reclamation seht ihr mehr über Küstenerosion.

Dank an Arjan.

Inselwoche bei Google Sightseeing

Posted by Andreas, September 1, 2008

In der englischen GSS war bereits 2 mal Inselwoche - auf der deutschen ist dies die erste!

Kurz umrissen: wir werden innerhalb dieser Woche hauptsächlich über Inseln berichten. Falls ihr irgendwelche Ideen über interessante Inseln habt, könnt ihr sie uns gerne vorstellen!

In der zwischenzeit könnt ihr allerdings auch die erste und zweite Inselwoche der englischen GSS anschauen, auf denen solche Klassiker wie:

Australischer Road Train

Posted by Andreas, August 15, 2008

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Als Google kürzlich Street-Views von einigen ausgedehnten einsamen Straßen durch das Innere Australiens veröffentlichte, erwarteten die meisten Leute hier draußen wenig Besonderes.

Ehrlich gesagt, lagen diese Menschen zum großen Teil ganz richtig. Allerdings entdeckte die Street-View Crew dann und wann doch etwas von Interesse. In den Wüsten von Südaustraliens auf dem Stuart Highway, können wir einen heran nahenden Truck sehen. Und offenbar ist es ein wirklich großer Truck!

Moment mal - ist das etwa noch ein Truck, der da gefährlich eng hinter dem ersten fährt? Nein - der erste riesige Truck zieht einen Tieflader, …. auf dem noch Truck steht und dahinter noch einen Anhänger!

Das Zeichen am Ende dieses riesigen Gefährts erläutert netterweise, dass es sich hier um einen so genannten “ROAD TRAIN” handelt - eine Art Lasttransport wie er in abgelegenen Gebieten Australiens, der USA und West-Kanadas genutzt wird, um sehr große Ladungen über sehr weite Entfernungen zu transportieren. In den USA und Canada sind die Bezeichungen “Triples,” “Turnpike doubles” und “Rocky Mountain doubles” gebräuchlicher.

Der hier gezeigte Road Train ist übrigens ein “Triple”, und dazu noch “doubled-up” (d.h. er transportiert weitere leere Road Train-Anhänger), aber einige dieser Züge ziehen bis zu 4 aufeinander folgende Anhänger. Australien hat die größten und schwersten legalen Lastzüge der Welt, von den einige bis zu 200 Tonnen wiegen.

Auf der englischen Google Sightseeing: Trucks Pulling Trucks

Dank an Virtual Globe Trotting

Der Shwedagon

Posted by Andreas, August 14, 2008

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Dieses unglaublich leuchtende Gebäude ist der Shwedagon, (aus offensichtlichen Gründen) auch “Goldene Pagode” genannt und der meist besuchte religiöse Ort in Burma (offizieller Name: Myanmar), da gesagt wird er enthalte Relikte der letzten 4 Buddhas.

Die originale Stupa (Ein hügelartiges Gebilde mit buddhistischen Relikten) wurde ungefähr um das 6te Jahrundert gebaut, obwohl Buddhisten glauben, dass es eher 2500 Jahre alt ist.

Es wurde aber öfter umgebaut und dürfte seine jetzige Höhe von 98 Metern irgendwann im 15ten Jahrhundert erreicht haben.

Zu dieser Zeit wurde auch damit begonnen, die gesamte Oberfläche des Shwdagon mit echtem Gold zu überziehen. Noch weiter veredelt wurde dieses Juwel aber noch durch die im oberen Abschnitt eingesetzten 5.448 Diamanten, 2.317 Rubine, sowie einen Diamanten von 76 Karat!

Der Shwedagon hat eine lange Geschichte als politsche Arena, die erst kürzlich im September 2007 während der landesweiten Demonstrationen gegen das unterdrückerische Militärregime aktuelle Bedeutung erhalten hat. Mindestens 5 Menschen starben während Auseinandersetzungen zwischen den Sicherheitskräften und den tausenden Protestierenden, die von buddhistischen Mönchen angeführt wurden.

Lest mehr bei Wikipedia.

Dank an Justin Lee und SFHandyman.

Das Ende von Bennie, dem rauchenden Dinosaurier

Posted by Andreas, August 13, 2008

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Langjährige Leser der englischen GSS können sich noch an Bennie, den rauchenden Dinoaurier erinnern, den wir im Feburar 2006 entdeckt haben.

Bennie war ursprünglich ein Maskottchen für eine heute nicht mehr bestehende Kette von Tabakwaren und machte während seines Lebens einige Wandlungen mit, inklusive einer Geschlechtsumwandlung.

Das letzte, was wir von Bennie hörten, war, dass er in den Garten eines ehemaligen Angestellten der Firma verfrachtet wurde, aber dieser Garten war mit Google Earth nicht zu entdecken.

Dieser Garten ist jetzt sichtbar, aber zwischenzeitlich haben sich hier einige unerfreuliche Entwicklungen zugetragen und alles was wir sehen können sind Bennies verkohlte Überreste:

Die offizielle Verlautbarung ist, dass Bennie während eines Waldbrandes umkam, aber angesichts der allbekannten Vergangenheit des Sauriers in der Zigarettenwerbung fällt es schwer, diese Story ohne Hintergedanken zu akzeptieren.

Viel wahrscheinlicher scheint uns, dass Bennie eines der ungefähr 800 Opfer ist, die in den USA jährlich auf Grund von fahrlässigem Verhalten mit Zigaretten wurde.

Dank an Glenn Rice.

Potala-Palast, Tibet

Posted by Andreas, August 12, 2008

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Dies ist der riesige Potala-Palast in Lhasa, Tibet, die Winterresidenz des Dalai Lama (des geistigen und politischen Oberhauptes der Tibeter), bis der jetzige 14te Dalai Lama 1959 im Verlauf der chinesischen Invasion und der darauf folgenden Aufstände ins indische Exil floh. Das Gebäude enthält die heiligen goldenen Stupas der vorangegangenen acht Dalai Lamas.

Der 117 Meter hohe Palast wurde auf einer Höhe von 3.700 m gebaut und umfasst eine Fläche von 400 mal 350 Metern. In den dreizehn Stockwerken des Gebäudes befinden sich 1000 Räume, 10.000 Schreine und etwa 200.000 Statuen. Am südlichen Fuß des Felsens befindet sich eine große von Mauern und Toren eingeschlossene Fläche, von wo aus flache Treppen auf den Gipfel des Felsens führen.

Seit die chinesische Regierung ihre Besetzung 1959 formalisierte, ist der größte Teil des historischen Tibet unter dem Namen Autonomes Gebiet Tibet bekannt. Bis heute werfen Menschenrechtsorganisationen der chinesischen Regierung die Verfolgung und Unterdrückung der einheimischen Bevölkerung vor, während die chinesische Regierung behauptet, Tibet verfüge über ein “hohes Maß an Autonomie”.

Inzwischen ist der Potala-Palast ein Museum und der Dalai Lama residiert in Indien, wo er die Tibetische Exilregierung leitet.

Die Potala-Palast Seite auf Wikipedia enthält weitere historische Informationen. Daneben gibt es eine Fülle von exzellenten Fotos bei Flickr. Für mehr Informationen über die Besetzung von Tibet, geht auf die Free Tibet Website.

Dank an Faine Greenwood, Krystal und Steve.

Olympia 2008: Nationales Schwimmzentrum (Water Cube)

Posted by Andreas, August 11, 2008

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Dies ist das phatastisch aussehende Nationale Schwimmzentrum Peking, besser bekannt als Water Cube. Das Gebäude ist vielleicht am besten als ein Stück “Kuchen aus Schaum” umschrieben. Beleuchtet wirkt es einfach unbeschreiblich aus.

Während der Olympischen Sommerspiele in Beijing Olympics fanden hier die Schwimmwettbewerbe, das Turmspringen sowie das Synchronschwimmen statt. Es liegt im westlichen Teil des Olympic Green, 150 m vom Vogelnest entfernt.1

Das Design des Space-Frame, der die Halle trägt, basiert auf einer Konstruktion deren Theorie ursprünglich vom viktorianischen Physiker Lord Kelvin stammt. Die Idee wurde in den 90er Jahren weiter entwickelt in the 90s, und beinhaltet, dass eine Kombination von Dodekaedern und Tetrakaidekaedern (12 und 14-seitigen Gebilden) genutzt werden kann, um Räume in Zellen gleicher Größe mit der geringsten Oberfläche zwischen ihnen aufzuteilen. Im Fall des Schwimmzentrums wird dadurch die maximale Ausbeute an Lichteinlass erreicht und reduziert gleichzeitig die Kosten zur Beheizung der Becken erreicht!

Der Rahmen ist in 3.500 Elemente aus transparenter hellblauer ETFE-Folie gehüllt und bildet damit die die größte ETFE-Verkleidung der Welt - noch größer als das größte Gewächshaus der Welt, des bereits auf der englischen GSS vorgestellten Eden Projekts. ETFE ermöglicht eine höhere Licht- und Temperaturdurchlässigkeit als Glas und reduziert so die Heizkosten um 30 Prozent.

Mehr übers Nationale Schwimmzentrum gibt es bei Wikipedia, und ein englischsprachiger Artikel über theoretische Physik gibt es beim Guardian.


  1. Es sollte erwähnt werden, dass im Lichte dessen, was während der Eröffnungszeremonie zu sehen war, die Google Bilder von Probeläufen stammen! Der Globus, der aus der Mitte des Stadions aufstieg, kommt, wie gut zu erkennen ist aus einer riesigen Falltür. Falls ihr die Zeremonie nicht gesehen habt, ist hier ein Bild zum Vergleich.