GSS braucht euch!

Posted by Joe, September 23, 2009

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Liebe Freunde des deutschen Google Sightseeing!

Wie ihr sicher selbst seht, ist der letzte Eintrag im GSS Blog vom 21. August – also mehr als einen Monat her. Seitdem haben wir uns nicht mehr bei euch gemeldet; wir hoffen, wir haben damit nicht zu viele Leute von regelmäßigen Besuchen hier abgebracht. Denen, die geblieben sind, schulden wir auf jeden Fall eine Erklärung. Ihr bekommt sogar zwei: eine, warum Jenni nicht zum schreiben kann, und eine weitere, warum ich keine Artikel mehr reingesetzt habe.

Zuerst zu Jenni: Sie ist noch voll und ganz dabei, allerdings hat sie sich eine längere Auszeit genommen (ok, ich gebe zu, die hätten wir ankündigen können – mea culpa). Der Grund dafür ist aber sehr erfreulich: am 12. September haben sie und ihr Verlobter sich das Ja Wort gegeben.

An dieser Stelle alles gute für die beiden!

Die Vorbereitungen und die Aufräumarbeiten haben sehr viel Zeit in Anspruch genommen – auch wenn sie sehr schön waren. Ich selber hatte das Vergnügen, meiner Schwester zehn Tage lang Gesellschaft zu leisten bei diesem denkwürdigen Ereignis. Jetzt ist sie allerdings in den Flitterwochen – also werden wir in den nächsten drei Wochen auch keine Artikel von ihr lesen… danach wird sie aber wieder zu hundert Prozent für GSS da sein!

Mein Fall dagegen wiegt ein wenig schwerer: Krankheit, Urlaub und Prüfungsstress haben mich sehr eingeschränkt und mich daran gehindert, neue Artikel zu übersetzen. Was daran so schwer wiegt ist das Fakt, dass ich zusätzlich mich nach einem Jahr GSS von euch verabschiede. Die Arbeit hier hat mir sehr viel Spaß gemacht, aber aus privaten Gründen muss ich davon Abstand nehmen.

Das bedeutet aber auch, dass wir für mich eine oder mehrere Nachfolgerinnen bzw. Nachfolger suchen! Wenn ihr also Lust und Zeit habt, dann meldet euch bei uns. Die “Arbeit” besteht darin, ein oder zweimal die Woche einen Artikel aus dem Englischen ins Deutsche zu übersetzen und online zu stellen. Hervorragende Englischkenntnisse sind dabei gar nicht von Nöten – ein breiter, passiver Wortschatz reicht aus; viel Wichtiger ist der Spaß am Schreiben und Entdecken der Welt!

Ich möchte gar nicht Details hier lange ausbreiten – auf Emails/Kommentare/Postings/was auch immer antworten wir (fast) umgehend und ausführlich. Dabei habt ihr drei Möglichkeiten uns zu erreichen:

  • Ihr kommentiert diesen Blogeintrag
  • Ihr schreibt eine Email an: noodlenotes -at- googlemail -dot- com
  • Ihr benutzt unser Kontaktformular

Über rege Antworten und Anfragen würden wir uns sehr freuen. Ziert euch nicht, sondern helft mit einen wunderbaren Blog im Internet zu erhalten!

Euer Joe!

Sendepause….

Posted by Joe, Juli 29, 2009

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Liebe Leser der deutschen Google Sightseeing Seite!

Vermaledeit und zugenäht…

Kaum haben wir, Jenni und ich, nach großen Koordinationsschwierigkeiten und vielem Stress endlich einen Rhythmus gefunden (Montags, Mitwochs, Freitags), der uns ermöglicht, die im Umfang gestiegenen Artikel der englischen Seite regelmäßig zu übersetzten, und dann…

Jenni ist gerade im wohlverdienten Urlaub, im wunderschönen Turin und fern von jedem Internetzugang (ok, es gäbe Internetcafés, aber man kann es auch übertreiben). Der Urlaub an sich war kein Problem, denn ich sagte ihr: “Wenn Du ausfällst, übersetze ich die zwei Wochen; verlass Dich drauf!”

Aber ersten kommt es anders, und… …nebst Klausurphase, in der ich stressgeplagter Student bin, hat sich meine Mutter gestern dazu entschieden, es wäre doch mal nett, sich einen Knochen zu brechen. Sie stolperte und krachte mit dem Schultergelenk auf den Vorsatz eines alten, aber massiven Holzstuhles.

Es tut mir leid, aber mit Arbeit, Uni und Mutter kann ich diese Woche keinen Artikel bereitstellen. Aber ich hoffe – und die Wahrscheinlichkeit ist ziemlich hoch – dass es kommenden Montag wie gewohnt weiter geht.

Vielen Dank für Euer Verständnis, Euer Joe

Apollo 11

Posted by Joe, Juli 22, 2009

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Wer nicht gerade auf dem Mond lebt, oder besser gesagt auf dem Mars, dem wird nicht entgangen sein, dass in den letzten Tagen sich die erste Mondlandung zum vierzigsten Mal jährte1.

Am 16. Juli 1969 um 9:32 Uhr Ortszeit startete das Apollo 11 Programm mit Zündung einer Saturn-V-Rakete vom Startkomplex 39-A des Cape Canaveral in Florida. Der gleiche Platz wird auch für das Senden von Space Shuttles in den Weltraum benutz, zum Beispiel für die bekannte Endeavour (transportierte das Hubble Weltraumteleskop ins All). Übrigens: der Sicherheitsabstand für Zivilisten zu einer startenden Rakete liegt bei 5 Kilometern! Aber das Google Street View Auto schaffte es bei seinem Besuch so weit heran, dass es immer noch ein leicht verwaschenes Foto vom Flugtower erwischen konnte, der sich über die Ebene reckt.

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At the nearby Kennedy Space Center we can see a replica Space Shuttle, as well as the Rocket Garden (a display of Redstone, Titan and Atlas rockets) and the Space Mirror (or at least its shadow) – a 13-metre high memorial to those who have lost their lives in space.

Beim nahegelegenen Kennedy Space Center erblicken wir die Replika eines Space Shuttles, einen garten voller Raketen (ausgestellt werden einige Redstones, Titan- und Atlasraketen)

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Wer sich für die Mondrakete Saturn V interessiert, findet sie auch im Johnson Space Center in Housten. Das englische Googlesightseeing brachte schon einmal vor vier Jahren ein Artikel darüber. Allerdings ist die Sicht heute darauf verdeckt. Aber immerhin können wir auf das Gebäude blicken, das sich um den Weltraumverkehr der USA kümmert und in dem die berühmten Filmworte erklangen: “Housten, wir haben ein Problem!”

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Natürlich ist die Stelle in Housten nicht die einzige, die mit den Astronauten damals in Kontakt stand. So zog der Mond gerade über Australien, als Neil Armstrong die ersten Schritte auf ihm wagte. Und eben dort wurde die berühmteste Live-Übertragung der Geschichte empfangen.

Direkt mehrere Antennen empfingen das Signal. Die beste Übertragung erreichte das Parkes Observatorium in New South Wales – aber es wurde auch von der Honeysuckle Creek Tracking Station in der Nähe von Canberra empfangen. Leider sieht man Parkes nur auf einer sehr niedrigen Auflösung (auch wenn man immerhin ihre Satellitenschüssel auf den Street View Bildern entdecken kann). Dagegen kann man Honeysuckle Creek in hoher Auflösung betrachten. Man wird nur keine Aktivitäten erkennen, da die Station 1981 geschlossen wurde.

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Wir wollen aber auch nicht den ersten Mondmann hier vergessen: Neil Armstrong wurde in einer kleinen Stadt in Wapakoneta, Ohio, geboren, und während seiner Schulzeit lebter er mit seiner Familie auf der West Benton Street. Offensichtlich ist die Stadt sehr stolz auf ihren ehemaligen Bewohner, denn auf der Landkarte lassen sich Straßen finden wie der Neil Armstrong Drive, der Luna Drive, der Gemini Drive, der Saturn Drive und der Apollo Drive. Letzterer beherbergt zudem das Armstrong Air & Space Museum. Ausgestellt sind hier unter anderem eine Gemini VIII Raumkapsel, Apollo 11 Artefakte, ein Mondstein und eine “Multimediapräsentation der Einblicke und Geräusche des Weltalls”2.

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Auch wenn es wohl niemals Street View Autos auf dem Mond geben wird – ein paar Google Bilder haben wir schon. Google Moon hat sich ganz schön gemausert, seit es am 36sten Jahrestag der Mondlandung online ging, und auch wenn kein Google Auto dort oben fahren wird, haben die Google Programmieren eine Street View gleiche Panoramaansicht der Landungsplätze auf dem Mond kreiert. Dabei war es wohl ganz hilfreich, dass NASA’s Lunar Reconnaissance Orbiter immerhin 5 der 6 Landeplätze schon fotografiert hat – mit erstaunlichen Details auf den Fotos zu erkennen, wie einige Triebwerkmodule, die, nachdem sie die Astronauten wieder in den Orbit verfrachtet hatten, leer abgeworfen wurden. Es sind sogar Fußspuren erkennbar!

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Wer Spaß daran hat, die Mondlandung life (wenn auch nur virtuell) mitzuerleben, der ist auf der Seite von dem Projekt We Choose The Moon genau richtig. Ansonsten ruft die NASA selbst noch zu zahlreichen Zelebrierungen auf.


  1. Die Raumkapsel setzte um 20:17 Uhr GMT am 20. Juli auf. Armstrong betrat die Oberfläche des Mondes um 2:56 Uhr GMT am 21. Juli – als es immer noch der 20. Juli in den Vereinigten Staaten war. 

  2. Anscheinend gibt es doch eine Möglichkeit, dass sich Schal durchs All bewegt – OHNE LUFT! 

Die Wahre Geschichte der London Bridge

Posted by Joe, Juli 20, 2009

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Diese von oben eher unscheinbar wirkende Brücke, die über die Themse führt, ist die jüngste einer ganzen Reihe von Brücken, die an dieser Stelle stand und heut unter dem Namen London Bridge bekannt ist.

Die jetzige Brücke wurde 1973 eingeweiht, allerdings hat an dieser Stelle schon seit der römischen Besetzung eine Brücke gestanden, also schon vor über 2.000 Jahren. Viele Brücken kamen und gingen in der darauffolgenden Zeit, aber es dauerte bis 1209, als endlich eine wirklich große Brücke errichtet wurde.

Um die mittelalterliche London Bridge zu erbauen brauchte es unglaubliche 33 Jahre, allerdings war sie zu der dermaligen Zeit auch tief beeindruckend, da sich über die ganze Brücke Geschäfte verteilten, die sich im Erdgeschoss der bis zu siebenstöckigen Wohnhäuser befanden (die Briten lebten damals nicht unter, sondern auf der Brücke).

600 Jahre lang leistete die Brücke gute Dienste als Wohnstätte und Passage über die Themse, aber letztendlich entschied man sich doch für einen Neubau; die alte Brücke war zu baufällig, zu schmal und bot herunterfahrenden Schiffen zu wenig Platz für die neuen Bedürfnisse Londons.

Thomas Telford (das englische Google Sightseeing berichtete bereits über ihn) reichte 1799 einen Architektenvorschlag ein, der einen einzigen Eisenbogen vorsah, um die gesamte Themse zu überspannen. Allerdings hatte die Stadt zu viele Bedenken, was die Stabilität dieser Konstruktion anging. Die Konstruktion, die schließendlich 1831 fertig gestellt wurde – und zwar 30 Meter von der ursprünglichen Brücke entfernt, stammte von dem schottischen Ingenieur John Rennie.

Um die Jahrhundertwende herum wurde die “Neue” London Bridge inzwischen so stark frequentiert – jede Stunde wurde sie von über 9.000 Menschen überquert – dass sie unbedingt weiter ausgebaut werden mußte; somit wurde sie ganze 4 Meter breiter. An der inzwischen stillgelegten Eisenbahnstrecke am alten Sweltor Steinbruch in Dartmoor sieht man immer noch einige übrig gebliebene Granitsteine, die für den Ausbau zwar vorgesehen waren, aber niemals benutzt wurden.

Unglücklicherweise konnte das Fundament das zusätzliche Gewicht, welches durch die Verbreiterung entstanden war, nicht tragen, und so begann es immer weiter in den Flussboden einzusinken – zwar nur um 3 Zentimeter alle acht Jahre, aber es wurde klar, dass man auf lange Sicht eine neue Brücke bauen musste.

Und da dies schließlich in einem der verrücktesten Länder der Welt passierte (wer frittiert schon Marsriegel und isst Minzeis am Stiel?), wurde die alte Brücke nicht einfach abgerissen, sondern 1967 zum Verkauf angeboten. Es dauerte nicht mal ein Jahr, bis sich ein Käufer fand: Robert P. McCulloch, Besitzer der McCulloch Oil Gesellschaft – und vor allem Amerikaner, was diesen wahnwitzigen Kauf am besten erklärt, erwarb die London Bridge für 2,4 Millionen Dollar und ließ sie Stein für Stein abtragen, um sie in Lake Havasu City, Arizona wieder aufzubauen.

Der Geschichte nach dachte McCulloch fälschlicherweise, dass er die (zweifellos begehrenswertere) Tower Bridge kaufte, aber natürlich wurde dies vehement bestritten. Wie dem auch sei, die rekonstruierte London Bridge bildet das Prunkstück des Englisch gestylten Freizeitparks, der seidem Arizonas zweit beliebteste Touristenattraktion geworden ist – nur der Grand Canyon wird noch mehr besucht.

(Über die London Bridge wurde im englischen Google Sightseeing schon mal 2006 berichtet).

Wolken und Wüste…

Posted by Joe, Juli 15, 2009

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Erinnert ihr euch an die Zeiten, wo man als kleines Kind entspannt im Gras lag, der Blick gen Himmel, und wie die Wolken einem Geschichten erzählten, von Elefanten, gejagt von Mäusen, oder stolzen Elchen? Und immer wieder kam die Überlegung auf, wie die Welt wohl aussehen würde, wenn man als Wolke auf sie herab blicken würde… versuchen wir es doch einfach mal.

Die größte Fläche zum Malen ist die Wüste, und genau die hat sich die Natur ausgesucht, um für die Wolken über uns herrliche Kunstwerke zu kreieren. Wer sie nicht erkennt, sollte vielleicht besser seinen kleinen Sohn oder seine kleine Nichte zu Rate ziehen…

Also, frei heraus, ganz spontan… oder einfach das Bild auf sich wirken lassen und mit den Impressionen herumspielen…. wie es einem am besten liegt… Was könnt ihr hier erkennen?

Man's Lower Face

Wenn ihr den unteren Teil des gesichtes eines alten Mannes gesehen habt, saht ihr das gleiche wie wir. Die starken Winde Algeriens haben aus dem Sand der [Issaouane Erg] das Gesicht eines traurigen Mannes geformt.

Sein Gesicht ist aber nicht das einzige, dass wir finden konnten. Mit einer leicht nach oben gebogenen Nase und leichten Ziselierungen rund um den Mund kann man hier das Gesicht eines kleinen Mädchens erkennen.

Face of a Little Wooden Girl

Anscheinend gibt es einige Köpfe in der Wüste! Vielleicht sind es die Malversuche des Herrn, die wir hier im Sand erblicken können.

Head of a Young Goat

Ein Ziegenkopf der Richtung Wesen blickt? Oder was erlennt ihr in dem Bild?

Allerdings sind Köpfe nicht das einzige, was man im Sand finden kann. Schaut euch folgende Formen an:

A Tree in the Style of Dr. Seuss

Die für Dr. Seuss typische Formgebung eines Baumes ist hier klar erkennbar. Zwar schleicht keine Hut tragende Katze umher, aber stellt euch den Baum einfach in lila und grün vor.

Alle diese faszinierenden Kunstwerke im Sand kommen erst zum Vorschein, wenn man tief genug in die hochauflösenden Bilder reinzoomt. Die Sahara von weitem dagegen erinnert eher an das Pickel vernarbte Gesicht eines Teenagers in der Pubertät.

Leider gibt es nur sehr wenige hochauflösende Bilder von der Sahara. Die weniger detaillierten Bilder, die das kleine “High Resolution” Rechteck umgeben, assoziiert man dagegen eher an etwas, was man zuletzt im Biologieunterricht unter dem Mikroskop gesehen hat. Das wären dann wohl aber die größten Mikroorganismen, die man auf der Welt gesehen hat.

Micro Organism

Wir hoffen, euch hat der kleine Ausflug in die Wüste gefallen – auch wenn wir eher nur die einfachen und amüsanten Formen ausgewählt haben. Natürlich hätten wir auch auf ein riesiges Schwimmbecken, ein enormes Stück Aluminiumfolie oder auf einen Alienmarkstein hinweisen könne, aber ist es nicht viel schöner, einfach mal die Gedanken in den Wolken und in der Wüste zu verlieren?

Mit einem letzten Bild wollen wir euch dann auch schon wieder alleine lassen – dieses Mal ganz ohne unsere eigenen Vermutungen. Schaut euch diese vielsagende Form an, lasst euch von eurer Phantasie mitreißen und eure Gedanken zurück…. und wenn ihr Lust habt, teilt uns mit, was ihr gesehen habt!

Oh, don't be a cheater now.  We didn't stick the answer in the meta-data.

Wir waren lange weg…

Posted by Joe, Juli 13, 2009

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Liebe Freundinnen und Freunde des deutschen Google Sightseeing,

wie Ihr sicher bemerkt habt, waren lange Zeit neue Artikel bei uns eher rar gesät. Dies hatte vor allem zwei Gründe:

1.) Wir sind nur ein Team von zwei Personen und in den letzten Wochen haben Arbeit und Uni – sowie unser Leben, dass wir noch nebenbei haben – uns soweit eingenommen, dass kaum Zeit für Google Sightseeing aufzubringen war.

2.) Das englische Team hat sich vor geraumer Zeit von vier auf acht Autoren verdoppelt, was vor allem in umfangreichere und detailliertere Artikel resümiert hat. Dabei sind die “Ein-Zeiler-Artikel”, die einem bei Zeitnot etwas Luft verschafft haben, vollständig verschwunden.

Die Quintessenz aus weniger Zeit, aber mehr Arbeit, lautet ganz einfach, dass die Aufgabe in unserem früheren Umfang nicht mehr zu bewältigen ist. Allein der Versuch dazu hat uns ganz schön aus dem Tritt gebracht. Deswegen haben wir unsere bisherigen Ansprüche, jeden Tag einen Artikel zu übersetzen und damit Up-to-Date mit der Englischen Seite zu sein, aufgegeben.

Ab nun werden wir nur noch dreimal die Woche – montags, mittwochs und freitags – Artikel bringen; teils Übersetzungen, teils aus dem Archiv und auch Suggestions. Damit hoffen wir einen immerhin zuverlässigen Service aufnehmen, und damit unsere Lesergemeinschaft regelmäßig mit spannendem und kuriosen aus Google Maps und Streetview versorgen zu können.

Euer deutsches Google Sightseeing Team!

Death Valley (Wüsten Woche 2)

Posted by Joe, Juni 26, 2009

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Der Death Valley Nationalpark, welcher in der Mojave Wüste in den USA liegt, ist ein 13.630 Quadratkilometer umfassendes Naturschutzgebiet und liegt auf der Grenze von Kalifornien und Nevada. Wie man den Namen des Tales bereits schon entnehmen kann, ist das dortige Klima äußerst unhauslich für menschliche Siedler – dennoch halten sich 700.000 Besucher hier jedes Jahr auf, wenn auch nur für wenige Tage. Kein Wunder, denn immerhin findet man hier den heißesten und den trockensten und den niedrigsten liegenden Platz in ganz Nordamerika (letzteres bzgl. NN).

Death Valley

Der Talboden wird gerade Mal von 4 Liter pro Quadratmeter benässt – pro Jahr! – und liegt größtenteils unterhalb des Meeresspiegels. Seine einmalige Position zwischen der Sierra Nevada Gebirgskette im Westen und der Amargosa Range Gebirgskette im Osten schafft die ideale Bedingung, um die Temperaturen in den Sommermonaten über 40°C steigen zu lassen. 1913 wurde im Death Valley sogar eine Temperatur von 56.7°C gemessen. Damit gilt das Death Valley als der heißeste Ort der westlichen Hemisphäre!

Die Badwater Senke, unten abgebildet, ist eine sehr breite Salzebene, die sich am südlichen Ende des Parks befindet. Mit 85,5 Metern unterhalb des Meeresspiegels ist es der niedrigste Punkt im ganzen Tal und sogar in ganz Nordamerika!

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Durch seine niedrige Lage entzieht die Senke in seltenen Fällen seiner Umgebung das Wasser und wird so zu einem richtigen, vollgefüllten See. Auf dem rechten, oberen Bild sehen wir eine Satellitenaufnahme vom Februar 2005, als ungewöhnlich viel Regen die Senke vor wenige Tage gefüllt hatte; dabei entstand ein Salzsee.

Nur wenige Kilometer weiter Tal aufwärts kann man deutlich die vielfarbigen Gesteinformationen sehen, welche eine weitere Attraktion der Death Valley bilden, die als ‘Artist’s Palette’ bekannt ist (zu deutsch: Künstler Palette).

Artist's Artist's

Entlang einer Strecke der Straße die als ‘Artist’s Drive’ (zu deutsch: Künstler Fahrweg) bekannt ist, kann man ein reiches Spektrum an Farben in eine relativ isolierten Gegend sehen. Die Variationen von Rot, Rosa, Gelb und Grün werden durch die Oxidation der verschiedenen Metalle im Gestein gebildet.

Zum nördlichen Ende des Parks hin ist die diverse Topographie der Death Valley in vielen verschiedenen Stadien der Winderosion zu sehen.

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Links übersieht der Zabriske Point eine extrem Erosionslandschaft, die aus Ablagerungen eines prähistorischen Seebettes zusammengesetzt ist. DieMesquite Sand Dünen, einige mehr als 40 Meter hoch, sind rechts abgeildet, in der Nähe der nördlichen Grenze der Death Valley. Wegen ihrer realativen Nähe zu Los Angeles, haben die Dünen schon für viele Holywood Filme als Wüstenkulissen gedient, unter anderem für die SKrieg der Sterne Filme.

Weiter Information gibt es (wie immer) beiWikipedia, oder (auf English) beim US National Parks Service.

Dank an hexodus, Rob Smith, Keith, Beej und Jillian Johnson.

Wadi Rum (Wüsten Woche 2)

Posted by Joe, Juni 25, 2009

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Die bezaubernde Wadi Rum Wüste, die gerade mal 720 Quadratkilometer misst, ist ein Tal im südlichen Teil Jordaniens. Einst überflutet vom Roten Meer, ist es heute das Zuhause von Beduinen, aber auch ein gern gesehener Ort unter Touristen, die hier die karge Wüstennatur erleben möchten – natürlich werden auch Besucher dadurch angezogen, dass hier der Klassiker Lawrence von Arabien entstand, der auf den wahren Begebenheiten von T. E. Lawrence beruht, einem britischen Offizier im ersten Weltkrieg.

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Wadi Rum wird umgeben von einigen spektakulären Bergen, die größtenteils aus Sandstein und Granit bestehen und gerade zu allen möglichen Abenteuer einladen. Auch wenn man die Beduinen1 eher als umherziehende Nomaden kennt, so haben sie doch inzwischen einen eher sesshaften Lebensstil angenommen – ihre Haupteinnahmequelle bildet daher auch der Tourismus.

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Wirklich bekannt in unserer westlichen Gesellschaft – wie könnte es anders sein – wurde Wadi Rum durch den schon erwähnten Film Lawrence von Arabien, welcher 1962 in die Kinos kam. Im Film verbringt T. E. Lawrence die meiste Zeit in Wadi Rum, um die Araber bei ihrem Kampf gegen die Türken zu unterstützen – mit dem Ziel, das osmanische Reich zu erobern. Natürlich ist der Film nicht in allen Punkten historisch Präzise – so verbrachte Lawrence nur eine sehr kurze Zeit in Wadi Rum. Allerdings ist bei den fantastischen landschaftlichen Aufnahmen es verzeihlich, dass der gesamte Film dort spielt.

Wadi Rums hat sogar einen eigenen Internetauftritt, aber auch Wikipedia liefert wieder einige Infos.


  1. Wer es genau wissen möchte: der Großteil der in Wadi Rum lebenden Beduinen sind von dem Zalabia und dem Sweilhin Stamm.