Alle Sights der Kategorie 'Denkmäler'

Google Sightseeing nimmt euch mit auf eine Weltreise per Satellit, mittels dem frei erhältlichen Google Earth Program, oder Google Maps in eurem Browser. Jede Woche präsentieren eure Fremdenführer Jenni und Joe neue skurrile und wundervolle Entedeckungen, vielen davon von unseren Lesern selbst vorgeschlagen.

Jenni und Joel

Aus dem Archiv: Das Brandenburger Tor

Posted by Joe, März 13, 2009

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Was ihr hier seht, habt ihr sicherlich schon längst erkant: Das Brandenburger Tor, eines der bekanntesten Symbole der Stadt, und auch der ganzen Bundesrepublik.

Es wurde 1771 gebaut, zusammen mit 17 anderen Toren, durch welche man ursprünglich die Stadt betreten konnte. Oben auf dem Tor steht eine Statur der Göttin Quadriga, die Göttin des Friedens, welche einen Wagen, gezogen von vier Pferden, steuert. Man sieht sie ganz gut in der Mitte des Thumbnails. Ironischer Weise zum Kalten Krieg stand die Göttin des Friedens (und natürlich auch das Brandenburger Tor) direkt an der Berliner Mauer.

Dank an Carl Russmann, Salinga, merien_took, Caius Toneriko, Roland, Andy Steffen, Kristian, Rick Herrmann, Frank Castle, JensMinor, Bodo, Chris, Thomas van Longerich und Blou.

Kubas verschollener Diktator

Posted by Joe, Februar 6, 2009

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Der Plaza de la Revolución (Revolutions Platz) in Kuba war ehemals Schauplatz ellenlanger Reden von Fidel Castro.

Bis zu einer Million Bürger wurden hier ‘ermutigt’ den ‘inspirierenden’ Reden bis zum bitteren Ende beizuwohnen, wozu sie oft Stunden um Stunden im Schatten des José Martí Denkmals ausharrten – Martí ist einer von Kubas Nationalhelden dank der Rolle, die er im Kampf um Kubas Unabhängigkeit von der spanischen Kolonialherrschaft gespielt hat.

Der Platz wird von imposanten Gebäuden gesäumt, wie zum Beispiel der Nationalbibliothek und dem Innenministerium, welche mit Schmiedearbeit in Gestalt des Abbildes eines weiteren Nationalhelden, Ernesto Che Guevara, und dem Text Hasta la Victoria Siempre (Immer bis zum Sieg!) geschmückt sind.

Mit Fidels Rückzug aus der Öffentlichkeit hat sein Bruder Raúl die Rolle des Präsidenten übernommen, und dabei angeblich die Beschränkungen der persönlichen Freiheiten etwas gelindert.

Derweil, auf der anderen Seite der Welt, ist die Nordkoreanische Regierung weniger offen über ihre Pläne der Nachfolge – erschreckend, bedenkt man die Gerüchte über Kim Jong-ils schlechten Gesundheitszustand.

Einige Betrachter glauben, er sei schon 2003 gestorben. Abstreiten lässt sich zumindest nicht, dass er mehrere öffentliche Anlässe in letzter Zeit verpass hat, wie zum Beispiel die Parade zum 60. Jubiläum des Landes im September 2008. Die Parade bestand aus der üblichen Ansammlung militärischer Ordensträger und führte an Sehenswürdigkeiten der Hauptstadt vorbei, wie zum Beispiel dem ‘Kim Il-sung Platz’ – nach Kim Jong-ils Vater benannt – und dem ‘Arc de Triomphe’, welcher aus Prinzip etwas grösser als das Original in Paris gebaut wurde.

‘Spire of Dublin’

Posted by Joe, Februar 2, 2009

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Die weltgrößte Skulptur, die “>

Die Skulptur ist eigentlich nur ein riesen langer Stachel, mit einem Durchmesser von 3 Metern am Fuße der Skulptur, welcher sich zur Spitze hin auf einen Durchmesser von 15 Zentimetern verschmälert. Die Skulptur hat zwar keine Aussichtsplattform, aber sie wirft einen tollen Schatten!

Dank an James!

Google Earth Update zu Ehren von Obama

Posted by Joe, Januar 23, 2009

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Eines der größten Welt-Ereignisse dieser Tage war ohne Zweifel die Amtseinführung des 44ten Präsidenten der Vereinigten Staaten von Amerika: Barack Obama.

Google hat aus diesem Anlass viele Updates zu den Bildern der Stadt Washington DC veröffentlicht (welche unüberraschenderweise nie an schlechter Qualität oder seltenen Updates leideten, anders als zum Beispiel die Luftaufnahmen von Solingen)1.

Durch Updates wurden auch Unschärfen “beseitigt”, die ehemals das Weiße Haus und das “Naval Observatory” unkenntlich machten, allerdings geschah dies vor allem durch geschicktes Zusammenschneiden von neuen sowie älteren Satellitenbildern. Mehr darüber gibt es (leider nur) auf English auf dem Ogle Earth blog zu lesen.

Obamas Einführungszeremonie fand westlich des Kapitolgebäudes statt, gefolgt von einer Parade vom Kapitol zum Weißen Haus. Eine Menschenmenge von etwa 1 Millionen Zuschauern haben der Einführung beigewohnt.

Am aufregendsten aber war, dass der von Google gesponserte Bilder Satellit “GeoEye-1″ das Ereignis aufgenommen hat, und zwar aus fast 7.000 Metern Höhe. Es ist zwar unwahrscheinlich, dass diese Bilder in Google Earth integriert werden, da sie eine zu geringe Auflösung haben, aber sie sind auf der GeoEye website zu sehen; ihr könnt sie auch in etwas höherer Auflösung [698KB] runterladen.


  1. Leider sind die neuen Bilder noch nicht bei Google Maps ersichtlich. 

Wie man Street View in die Irre führt

Posted by Joe, Januar 20, 2009

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Trotz Googles Technologie zur Unkenntlichmachung von Gesichtern, die sogar bei überlebensgroßen Tigger Plastiken funktioniert (wie man in einem Halloweenbeitrag sah), scheint die Gesichtserkennungsquote bei Menschen nicht ganz so hoch zu sein, da man immer wieder auf schön erkennbare, unveränderte Gesichter in Google Street View trifft.

Hier direkt vor dem Kolosseum in Rom hat ein verliebtes Pärchen eine erfolgsversprechende Methode gefunden, die Software von Google in die Irre zu führen und somit es mit Angesicht ins Street View zu schaffen. Die Methode empfiehlt praktisch zur Nachahmung.

OK, wenn ihr auf den Link geklickt habt, werdet ihr euch gewundert haben, da alle Gesichter schließlich verpixelt waren, auch die von dem vor dem Kolosseum küssenden Pärchen. Der Kuss ist wohl nach Meinung von Googel soleidenschaftlich, dass es unerantwortlich wäre, in ungefiltert der Öffentlichkeit preiszugeben. Also wurde schnell ein Mitarbeiter, vorzugsweise ein Praktikant, bei Googel aufgetrieben, der sich Pixel für Pixel an das Bild gesetzt hat, um nachzuholen, was die Gesichtserkennungssoftware versäumt hatte. Wer aber noch vor wenigen Tagen die Lust verspürt hatte, das Kolosseum zu betrachten, hatte die Gelegenheit, die Aufnahme vor der Arbeit des armen Praktikanten zu betrachten.

Bei dem heutigen Zugang an freier Pornographie, den wir dem zehn bis sechzehnjährigen Teil unserer Bevölkerung ohne Bedenken ermöglichen, scheint die Zensierung eines Kusses ein wenig ironisch, aber bis wir eine jugendschützende Zensur im Internet erhalten, werden wir uns mir der Gesichtszensur von Googel wohl zufrieden geben.

Was aber mehr zu interessieren scheint, ist der Umstand, dass dieses Mal nur das Gesicht verpixelt wurde – was ja viel mehr Mühe kostet, als die normale Praxis bei Googel in solchen Fällen, einfach das gesamte Bild zu entfernen. Insofern haben die beiden verliebten sich den optimalen Platz ausgesucht, denn man kann schlecht das Kolosseum in Rom einfach aus seinem Fotographiebestand entfernen – was würden die Google Street View Touristen denken?!

Aus der ganzen Geschichte können also zwei Dinge lernen: Möchte man in Googel Street View zu sehen sein, dann sollte man erstens etwas tun, was die Gesichtserkennungssoftware in die Irre führt (Küssen, Handstand, Gesichtsbemalung etc.), und zweitens sollte man es vor einem Platz unternehmen, der nicht einfach von Googel ignoriert werden kann (auf dem Brandenburger Tor, in der Bundestagskuppel, vor den Bremer Stadtmusikanten). Wir sind gespannt auf eure Aktionen!

Daisen-Kofun

Posted by Joe, Januar 12, 2009

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Mitten in Osaka, einer betriebsamen Stadt voller Leben, liegen zahlreiche KofunsHügelgräber, die, wahrschienlich unabhängig von der Erfindung des Schlüssels, in Schlüssellochform gehalten sind. Der größte von ihnen ist der Daisen-Kofun.

Der Daisen-Kofun ist die letzte Ruhestätte des Kaisers Nintoku, der Japan im späten 4. Jahrhundert regierte. Mit einer Länge von 486 Metern und 305 Meter weit ist dieses Grab flächenmäßig sogar größer als die größte Pyramide von Gizeh in Ägypten. Das Grab wird durch mehrere Wassergräben und Baumreihen geschützt, so dass der ehrwürdige Kaiser seine Ruhe auch in dieser urbanen, lauten Umgebung behalten kann. Der Nachteil für uns: in Google Street View ist die schöne Anlage kaum einsehbar.

Zur Ehrung der Totenruhe sind bei den 740 königlichen Grabhügel die meisten Ausgrabungsvorhaben verboten worden. Aber frühere und ähnliche Ausgrabungen haben gezeigt, dass die Kaiser und andere Mitglieder der königlichen Familien zusammen mit wertvollen Spiegeln, Schwertern, reich verzierten Tontöpfen und anderen Gütern begraben wurden. Die Archäologie geht davon aus, dass die Grabhügel ursprünglich nur von Steinen bedeckt waren, aber Mutter Natur und der Zahn der Zeit haben sich überlegt, eine Überdeckung mit schönen, grünen Bäumen sähe vielleicht etwas netter aus.

Ganz in der Nähe des Daisen-Kofuns kann man noch einige andere Grabhügel entdecken.

Es wird geschätzt, dass wohl zehn bis dreißig tausend Kofuns existieren, alle wahrscheinlich zwischen dem dritten und dem siebten Jahrhundert nach Christus erbaut. Zusätzlich zu den Kofuns, die immer strikt in einer Schlüssellochform gehalten wurden, haben Forscher auch viele Grabhügel in runder und rechteckiger Form gefunden – es gibt sogar einige achteckige Grabhügel. Ähnliche Gräber wie in Japan wurden auch in Korea gefunden.

Ähnliche Anhäufungen von Kofuns sind an vielen Orten verteilt über ganz Japan zu finden, unter anderem in der Stadt Nara, wo es auch einige sehr nette Street View Bilder zu sehen gibt.

Wer detailliertere Informationen über Kofuns und die Zeit, in der sie entstanden, erhalten möchte und sich vor seitenweise englischen Texten nicht scheut, dem können wir nur diese Seite ans Herz legen.

Dank an Matt Van Pelt, Norimasa Hayashida, Nao und Tetsuo Tanno.

Das Schloss Charlottenburg

Posted by Joe, Dezember 22, 2008

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Mitten in Berlin liegt das Schloss Charlottenburg. Erbaut zwischen 1695 und 1699 ist die Anlage einer der größten in der Stadt und zudem eine der ältesten. Es ist sogar das einzige Gebäude, dass noch in die Regierungszeit der Fürstenfamilie Hohenzollern zurückreicht

Ursprünglich handelte es sich bei dem Schloss um ein zweieinhalbgeschossiges Gebäude mit einer Kuppel auf seiner Mitte, doch die vielen preußischen Könige, die das Schloss bewohnten, erweiterten es ständig um neue Flügel und Räume für ihre ganz bestimmten Launen und Bedürfnisse. Während des zweiten Weltkrieges wurde das Schloss schwer durch Bomben beschädigt und man befürchtete seinen Abriss.

Das Schloss und das auf ihm liegende Grundstück, zudem natürlich auch ein Schlossgarten gehört, ist schon fast so etwas wie eine Fundgrube für Kunstliebhaber und Historiker. Im Schloss befindet sich die größte Sammlung von Kunstwerken der bedeutendsten französischen Maler des 18. Jahrhunderts, die sich außerhalb Frankreichs finden lässt. Zudem beinhaltet das zum Schloss gehörende Belvedere eine bedeutende Porzellansammlung mit Meisterwerken aus der Königlichen Porzellan Manufaktur.

Der Garten hinter dem Schloss, welcher in Teilen im barocken Stil gehalten ist, ist eine beliebte Touristenattraktion. Im Garten befindet sich auch ein Mausoleum, ein Pavillon und das schon erwähnte Belvedere.

Zur zeit ist das Schloss und der Schlossgarten der Öffentlichkeit zugänglich. Gelegentlich werden hier aber auch Konzerte und Veranstaltungen abgehalten.

Die Website German Architecture stellt eine sehr gute Auswahl an Bildern vom Schloss und dem Schlossgarten bereit, weiterführende Informationen findet man wie häufig auch unter Wikipedia.

Dank an Ruud Kimmelaar und Markus.

Mini World Trade Center Tower

Posted by Jenni, Dezember 9, 2008

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In Tulsa, Oklahoma, USA, steht der ‘Bank of Oklahoma’ Turm, welcher eine fast genau halb so grosse Kopie der ‘World Trade Center’ (WTC) Türme in New York City ist, die bekanntlich beide in den 9/11 Angriffen zerstört wurden.

Die ‘Bank of Oklahoma’ wurde 1976, also drei Jahre nach dem WTC, fertiggestellt, und vom Architekten Minoru Yamasaki entworfen, der auch für das Orginal zuständig war.

Ebenso wie in New York schlug Yamasaki ein Turmpaar vor, aber aus unbekannten Gründen wurde in Oklahoma nur ein Turm erbaut.

203 Meter hoch, und mit 52 Etagen, ist der ‘Bank of Oklahoma’ Turm fast genau die Hälfte des WTC, welches 415 Meter maß und 110 Etagen hatte. Allerdings ist er damit immer noch der höchste Turm in Oklahoma.

Falls ihr weitere Kopien von berühmten Gebäuden kennt, schlagt sie doch am besten vor! Oder erzählt uns einfach in einem Kommentar davon.

Bei Wikipedia gibt es übrigens noch mehr über den ‘Bank of Oklahoma’ Turm, allerdings leider nur auf English, und bei believermag.com gibt es – leider ebenfalls auf English – die komplette Geschichte des Gebäudes.

Dank an Kottke.