Die größte Explosion auf Britischem Boden
England war am 27. November 1944 Zeuge der bis dahin größten, nicht nuklearen Explosion der Welt. Was war geschehen? Während des zweiten Weltkrieges diente eine altes Bergwerk bei Fauld als Lager für über 20.000 Tonnen an Munition – bis dann alles explodierte.
Nun gut, es explodierte nicht alles – aber genügend, um beträchtlichen Schaden anzurichten: 4.000 Tonnen an Sprengstoff, dass meiste davon Bomben, waren hauptverantwortlich für dieses Unglück und verursachten zwei den Himmel überragende Säulen schwarzen Rauches. Das infernalische Feuerwerk hat seine Spuren in der Landschaft deutlich hinterlassen, auch noch bis zum heutigen Tag.
Leider Gottes starben 70 Menschen bei der Explosion oder durch ihre Folgen. Aber viele hatten auch Glück im Unglück, denn die meisten Menschen, die zu der Zeit unter Tage im Waffenlager arbeiteten, schafften es nach der Explosion unversehrt an die Oberfläche. Der Grund für das Desaster konnte nie zweifellos festgestellt werden. Am wahrscheinlichsten scheint es, das ein Arbeiter der Royal Air Force beim Entschärfen einer Bombe keinen Holzkeil, sondern ein metallisches Stemmeisen verwendete. Wie wir alle wissen, soll man bei elektrischen Geräten ja vorher die Sicherung rausdrehen, bevor man mit Metall an ihnen arbeitet – der für den Unfall verantwortliche Mitarbeiter hatte sich wohl nicht daran gehalten, und das Stemmeisen löste einen verhehrenden Kurzschluss aus.
Während das meiste Inventar des Munitionslagers nach der Explosion nicht mehr zu gebrauchen war, wurde das Bergwerk selber noch bis 1966 von der Royal Air Force, der britischen Luftwaffe, als Waffenlager benutzt. Wer einen Spaten nimmt und eine Reise macht, der kann unter dem Krater vergraben noch eine nicht unerhebliche Menge an Munition finden. Viel Spaß beim graben!
Wer sich stattdessen einfach nur mit weiterführenden Informationen beschäftigen möchte, für den haben wir auch noch einiges – leider alles auf Englisch (bei der nächsten Explosion auf deutschem Boden kriegen wir vielleicht auch Informationen auf deutsch). Die BBC stellt einen Artikel auf ihrer Internetseite zur Verfügung, ebenso wie Wikipedia. Außerdem gibt es noch diese interessante Seite über das ganze Geschehen, auf der auch viele Bilder zu finden sind. Gerade dieses hier hat mich am meisten beeindruckt, auf dem man die Lagerung der Bomben erkennen kann – und ungefähr ein Bild davon bekommt, welche Masse an Sprengstoff in einer Sekunde verpulvert wurde.
Dank an Chris Davey.






















