Alle Sights der Kategorie 'Denkmäler'

Google Sightseeing nimmt euch mit auf eine Weltreise per Satellit, mittels dem frei erhältlichen Google Earth Program, oder Google Maps in eurem Browser. Jede Woche präsentieren eure Fremdenführer Jenni und Joe neue skurrile und wundervolle Entedeckungen, vielen davon von unseren Lesern selbst vorgeschlagen.

Jenni und Joel

Die größte Explosion auf Britischem Boden

Posted by Joe, Dezember 8, 2008

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England war am 27. November 1944 Zeuge der bis dahin größten, nicht nuklearen Explosion der Welt. Was war geschehen? Während des zweiten Weltkrieges diente eine altes Bergwerk bei Fauld als Lager für über 20.000 Tonnen an Munition – bis dann alles explodierte.

Nun gut, es explodierte nicht alles – aber genügend, um beträchtlichen Schaden anzurichten: 4.000 Tonnen an Sprengstoff, dass meiste davon Bomben, waren hauptverantwortlich für dieses Unglück und verursachten zwei den Himmel überragende Säulen schwarzen Rauches. Das infernalische Feuerwerk hat seine Spuren in der Landschaft deutlich hinterlassen, auch noch bis zum heutigen Tag.

Leider Gottes starben 70 Menschen bei der Explosion oder durch ihre Folgen. Aber viele hatten auch Glück im Unglück, denn die meisten Menschen, die zu der Zeit unter Tage im Waffenlager arbeiteten, schafften es nach der Explosion unversehrt an die Oberfläche. Der Grund für das Desaster konnte nie zweifellos festgestellt werden. Am wahrscheinlichsten scheint es, das ein Arbeiter der Royal Air Force beim Entschärfen einer Bombe keinen Holzkeil, sondern ein metallisches Stemmeisen verwendete. Wie wir alle wissen, soll man bei elektrischen Geräten ja vorher die Sicherung rausdrehen, bevor man mit Metall an ihnen arbeitet – der für den Unfall verantwortliche Mitarbeiter hatte sich wohl nicht daran gehalten, und das Stemmeisen löste einen verhehrenden Kurzschluss aus.

Während das meiste Inventar des Munitionslagers nach der Explosion nicht mehr zu gebrauchen war, wurde das Bergwerk selber noch bis 1966 von der Royal Air Force, der britischen Luftwaffe, als Waffenlager benutzt. Wer einen Spaten nimmt und eine Reise macht, der kann unter dem Krater vergraben noch eine nicht unerhebliche Menge an Munition finden. Viel Spaß beim graben!

Wer sich stattdessen einfach nur mit weiterführenden Informationen beschäftigen möchte, für den haben wir auch noch einiges – leider alles auf Englisch (bei der nächsten Explosion auf deutschem Boden kriegen wir vielleicht auch Informationen auf deutsch). Die BBC stellt einen Artikel auf ihrer Internetseite zur Verfügung, ebenso wie Wikipedia. Außerdem gibt es noch diese interessante Seite über das ganze Geschehen, auf der auch viele Bilder zu finden sind. Gerade dieses hier hat mich am meisten beeindruckt, auf dem man die Lagerung der Bomben erkennen kann – und ungefähr ein Bild davon bekommt, welche Masse an Sprengstoff in einer Sekunde verpulvert wurde.

Dank an Chris Davey.

Hyperboloid Türme

Posted by Joe, Dezember 4, 2008

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Vladimir Shukhov war ein Russischer Ingenieur, Wissenschaftler und Architekt, dessen bahnbrechende Bautechnik zum Entwurf der weltersten Hyperboloid Strukturen geführt hat.

In der Mathematik ist ein Hyperboloid eine Quadrik (”die Menge der Punkte mit dem Ortsvektor x, deren Koordinaten einer Gleichung genügen, die durch Nullsetzen einer quadratischen Funktion entsteht”) die definiert wird durch, eh… diese komplex ausehende Formel. In Grunde ist es eine art dreidimensionale Fläche, die am häufigsten in der Form von Kühltürmen in Kraftwerken zu sehen ist.

Die erste Hyperboloidstruktur war ein Wasserturm der für die ‘All-Russia’ Ausstellung von 1986 erbaut wurde. Der Entwurf besteht aus aufrechten Trägern die gitterartig arrangiert sind, was bedeutet, dass hohe Türme mit minimaler Windresistenz gebaut werden konnten.

Heute bestehen noch sieben von Shukhovs Türmen in Russland, inklusive des 160 Meter hohen Schuchow Radioturm in Moskau, der zwischen 1919 und 1922 während des Russischen Bürgerkrieges gebaut wurde. Zur Zeit durch Abriss bedroht steht der Turm an der Spitze von UNESCOs Liste von bedrohten Gebäuden, und Fans haben eine Kampagne gestartet um den Turm zu retten.

Der 128 Meter hohe Schuchow Turm am Oka Fluss ist der einzig überlebende Hyperboloid Freileitungsmast, der Teil einer 100kv Elektrizitätslinie war, die zwischen 1927 und 1929 erbaut wurde. Wegen des lattenartigen Entwurfs ist es kaum auf dem Thumbnail Bild zu sehen, aber wenn ihr euch zur Karte durchklickt, könnt ihr den Shatten des Lattenmusters sehen.

Der Gebrauch von Hyperboloid Strukturen war jedoch nicht auf Russland begrenzt – in Spanien bieten die 158 Meter hohen Freileitungsmasten von Cádiz, die 1960 fertig gestellt wurden, ein grossartiges Beispiel dieser Konstruktionsmethode. Hier wurde diese Methode gewählt, da die Spanier zu der Zeit keine Mittel hatten grosse Stahlträger zu transportieren, und Francisco Franco’s Regime den Import von allem verhinderte, das die Arbeit hätte erledigen können.

Hier ist eine KML Datei aller 7 überlebender Schuchow Türme (oder auf einer Karte) und es gibt viele weiter Hyperboloid Strukturen in verschiedenen Erscheinungen weltweit. Bei Wikipedia gibt es auch mehr über Hyperboloid Strukturen, als auch überWladimir Schuchow selbst.

Rhoose Point, Wales

Posted by Joe, Dezember 2, 2008

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Rhoose Point ist der südlichste Punkt auf dem Walisischen Festland. Der Punkt ist mit einem 4 Meter hohen Megalithen markiert, der von einem Kreis aus Steinen umringt ist.

Der Megalith wurde 2000 von der Firma errichtet, die den Steinbruch und das umliegende Land als Wohnbau regeneriert. Einige gute Bilder gibt es in diesem Flickr Set zu sehen.

Viel mysteriöser sind mehrere Gebilde die in der Umgebung aus Gestein, Sand und Kies kreiert wurden – ein Kompass, eine Spirale und weitere gemischte Entwürfe. Ausgiebiges Nachforschen (d.h. in der morgendlichen Teepause Google durchsuchen) hat leider keine Information über diese Gebilde ans Licht gebracht. Handelt es sich hier um Kunst? Sehr ehrgeiziges Graffiti? Kommunikation von Ausserirdischen? Wer hat sie erstellt? Können uns irgendwelche Einheimischen erleuchten?

Dank an AndrewAnorak.

Der Kenotaph

Posted by Jenni, November 11, 2008

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Am heutigen Tage gedenken Menschen weltweit dem 90. Jahrestag des Ende des Ersten Weltkriegs.

Aus diesem Anlaß wurden am Kenotaph in London in der 11. Stunden des 11. Tages des 11. Monats 2 Gedenkminuten der Stille gehalten.

Der Kenotaph wurde in Ehren derer errichtet, die im Ausland während des Kriegs gestorben sind. Diesen Menschen zur Ehre salutiert das gesamte uniformierte Militärpersonal vor dem Kenotaph.

Der heutigen Erinnerungszeremonie wohnten auch drei der vier überlebenden britischen Veterane des Ersten Weltkriegs bei, die heute ein Durchschnittsalter von 100 Jahren haben.

Dank and die BBC

Stupas Weltweit

Posted by Joe, November 10, 2008

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Eine Stupa ist ein buddhistisches Denkmal, dass ursprünglich als einfacher Erdhügel die angeblichen Überreste eines Buddha überdeckte. Über die Jahrhunderte hinweg haben sie sich zu riesigen, kunstvoll geschmückten, religiösen Denkmälern entwickelt, und heutzutage gibt es hunderte bedeutsame Stupas weltweit.

Die Stupa von Bodnath, in der Nähe von Kathmandu in Nepal, ist eine der größten der Welt und ein Zentrum für tibetanische Flüchtlinge in Nepal. Während religiöser Feste wird die Stupa mit tausenden Öllampen gesäumt, was ein unglaublich atmosphärischer Anblick ist für die Tausende von Leuten, die die Struktur umkreisen.

Die Dhamek Stupa in Sarnath, Indien, wird als die älteste bekannte Stupa betrachtet, da sie ca. 500 n.Chr. gebaut wurde um ein früheres Denkmal zu ersetzen. Sie repräsentiert den orginalen, schlichteren Entwurf der Stupas: eine einfache Steinsäule.

In den Rocky Mountains von Colorado steht die ‘Great Stupa of Dharmakaya’, eine der ersten und größten Stupas in Nordamerika. Diese Stupa wurde ursprünglich gebaut um Chogyam Trungpa, einen angesehenen Lehrer und Mitwirkenden in der Etablierung des Buddhismus im Westen, zu gedenken.

Ehemals auf Google Sightseeing: Die Shwedagon Pagoda, Wat Phra That Doi Suthep.

Auf Wikipedia gibt es weitere Einträge für Stupas generell, und im speziellen für Bodhnath, Dhamek und Dharmakaya.

Dank an Davee, Evelyn Mitchell, Michael and Yuval.

Street-View Español!

Posted by Jenni, November 6, 2008

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Wie vorhergesagt sind spanishe Street-View Bilder in den spanischen Großädten Madrid, Barcelona, Seville, and Valencia eingeführt worden!

Die Bilder scheinen durchweg von hervorragender Qualität zu sein, und gestatten einem spektakuläre Ansichten des ewig-unvollendeten Meisterwerkes vom Architekten Antoni Gaudi in Barcelona, die Sagrada Família.

Was habt ihr sonst noch so gefunden??

Der Shwedagon

Posted by Andreas, August 14, 2008

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Dieses unglaublich leuchtende Gebäude ist der Shwedagon, (aus offensichtlichen Gründen) auch “Goldene Pagode” genannt und der meist besuchte religiöse Ort in Burma (offizieller Name: Myanmar), da gesagt wird er enthalte Relikte der letzten 4 Buddhas.

Die originale Stupa (Ein hügelartiges Gebilde mit buddhistischen Relikten) wurde ungefähr um das 6te Jahrundert gebaut, obwohl Buddhisten glauben, dass es eher 2500 Jahre alt ist.

Es wurde aber öfter umgebaut und dürfte seine jetzige Höhe von 98 Metern irgendwann im 15ten Jahrhundert erreicht haben.

Zu dieser Zeit wurde auch damit begonnen, die gesamte Oberfläche des Shwdagon mit echtem Gold zu überziehen. Noch weiter veredelt wurde dieses Juwel aber noch durch die im oberen Abschnitt eingesetzten 5.448 Diamanten, 2.317 Rubine, sowie einen Diamanten von 76 Karat!

Der Shwedagon hat eine lange Geschichte als politsche Arena, die erst kürzlich im September 2007 während der landesweiten Demonstrationen gegen das unterdrückerische Militärregime aktuelle Bedeutung erhalten hat. Mindestens 5 Menschen starben während Auseinandersetzungen zwischen den Sicherheitskräften und den tausenden Protestierenden, die von buddhistischen Mönchen angeführt wurden.

Lest mehr bei Wikipedia.

Dank an Justin Lee und SFHandyman.

Das Ende von Bennie, dem rauchenden Dinosaurier

Posted by Andreas, August 13, 2008

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Langjährige Leser der englischen GSS können sich noch an Bennie, den rauchenden Dinoaurier erinnern, den wir im Feburar 2006 entdeckt haben.

Bennie war ursprünglich ein Maskottchen für eine heute nicht mehr bestehende Kette von Tabakwaren und machte während seines Lebens einige Wandlungen mit, inklusive einer Geschlechtsumwandlung.

Das letzte, was wir von Bennie hörten, war, dass er in den Garten eines ehemaligen Angestellten der Firma verfrachtet wurde, aber dieser Garten war mit Google Earth nicht zu entdecken.

Dieser Garten ist jetzt sichtbar, aber zwischenzeitlich haben sich hier einige unerfreuliche Entwicklungen zugetragen und alles was wir sehen können sind Bennies verkohlte Überreste:

Die offizielle Verlautbarung ist, dass Bennie während eines Waldbrandes umkam, aber angesichts der allbekannten Vergangenheit des Sauriers in der Zigarettenwerbung fällt es schwer, diese Story ohne Hintergedanken zu akzeptieren.

Viel wahrscheinlicher scheint uns, dass Bennie eines der ungefähr 800 Opfer ist, die in den USA jährlich auf Grund von fahrlässigem Verhalten mit Zigaretten wurde.

Dank an Glenn Rice.