Alle Sights der Kategorie 'Filmorte'

Google Sightseeing nimmt euch mit auf eine Weltreise per Satellit, mittels dem frei erhältlichen Google Earth Program, oder Google Maps in eurem Browser. Jede Woche präsentieren eure Fremdenführer Jenni und Joe neue skurrile und wundervolle Entedeckungen, vielen davon von unseren Lesern selbst vorgeschlagen.

Jenni und Joel

Turm des Teufels

Posted by Jenni, Dezember 15, 2008

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Der “Devils Tower”, oder auch Turm des Teufels, ist ein Monolith, der mit einer Höhe von ungefähr 256 Metern in die Landschaft von Wyoming in den USA hinausragt. Es ist wohl der berühmteste Berg von Wyoming, denn er hat es bis nach Hollywood geschafft (und das ohne sich von der Stelle zu bewegen) - er spielt eine entscheidende Rolle in Steven Spielberg’s “Unheimlicher Begegnung der dritten Art”.

Devils Tower

Dank an xylon, Sally und viele mehr.

Geisterstadt: Kolmanskuppe

Posted by Jenni, November 14, 2008

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Dies ist die erste Folge einer gelegentlichen Serie, in der wir uns die interessantesten verlassenen Städte der Welt ansehen.

1908 wurden in der Namib Wuste Diamanten entdeckt, und eine der Städte die entstanden um die ankommenden Minenarbeiter zu beherbergen und zu unterhalten war Kolmanskuppe.

Kolmanskuppe wurde nach dem Vorbild einer deutschen Stadt entwickelt, und prahlte zu seinen besten Zeiten mit einem Krankenhaus, einem Ballsaal, einem Kraftwerk, einer Schule, einer Kegelbahn, einem Theater, einem Kasino und einem Bahnhof.

10 Jahre später, am Ende des Ersten Weltkriegs, kündigte ein riesiger Preissturz für Diamanten den Anfang des Endes von Kolmanskuppe an. 1936 wurden größere Einlagen an wertvollen Diamanten in der Nähe der Küste gefunden, und die Minenarbeiter fingen an in die neu gegründete Stadt Oranjemund aus zuwandern.

In den 1950ern war Kolmanskuppe dann komplett verlassen, und die weitläufige Wüste fing an die Stadt zurückzugewinnen, die Gebäude ab zutragen und sie langsam mit Sand zu füllen.

Jüngst spielte Kolmanskuppe in Filmen eine Rolle, und heute ist es eine beliebte Touristenattraktion die von der De Beers Diamantengesellschaft unterhalten wird. Die Stadt ist ausgiebig von Fotografen auf Flickr dokumentiert wurden, und hat sogar ganze Musikalben inspiriert.

Mehr über Kolmanskuppe und Oranjemund gibt es auf Wikipedia.

Dank an Phillip Lockwood-Holmes.

Hokkaidō Jahrhundert Gedenkturm

Posted by Andreas, Juli 23, 2008

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Dies ist angeblich der Hokkaidō Jahrhundert-Gedenkturm im Nopporo Wald Park, Hokkaidō, Japan. Die offizielle Website behauptet, er sei 100 Meter hoch und im Jahr 1970 fertig gestellt - am hundertsten Jahrestag von Hokkaidōs offizieller Kolonisation 1.

Aber natürlich, lieber universell gebildeter Leser, wirst du längst entdeckt haben, das es sich hier einfach um einen geschickt eingefädelten Betrug hält.

Denn ohne jeden Zweifel ist dies in Wirklichkeit Orthanc, der schwarze Turm von Isengard auf dem Gandalf vom bösen Saruman im Herrn der Ringe: Die Gefährten gefangen gehalten wurde.


Links der Hokkaidōturm, rechts Orthanc.

Der Beweis ist unwiderlegbar, schließlich haben wir beide Bilder im Internet gefunden.

Dank geht an photojennic.


  1. Die Entsprechung von Metern mit Jahren scheint ein beliebtes Motiv beim Design für Türme zu sein. 

Eisstraßen Trucker

Posted by Andreas, Juli 8, 2008

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Blickt man auf den gefrorenen Amurstrom, der an Chinas Nordgrenze zu Russland verläuft, sieht man hier einige Trucks, die von den furchtlosen und legendären Eisstraßen Truckern gefahren werden!

Auch wenn es auf den ersten Blick aberwitzig erscheint, für schwere LKW “Eisstraßen” über Seen, Flüsse oder Meere zu bauen, ist es tatsächlich oft besser als sie auf dem Land anzulegen, da auf dem Eis im Gegensatz zu hügeligen und bewaldeten Gelände lange und glatte Untergründe ja schon bestehen. In diesem Fall sieht es so aus, als ob es auch der einzig mögliche Weg über den Fluss ist.

In einem tonnenschweren Truck über zugefrorene Gewässer zu fahren ist natürlich einigermaßen gefährlich. Abhängig vom Land muss das Eis nur ungefähr 20cm dick sein um von den Behörden für die Trucks freigegeben zu werden, wobei die Geschwindigkeiten dann oft auf schmerzhaft langsame 26km/h begrenzt werden. Glücklicherweise scheinen es unsere Trucker nicht allzu weit zu haben, anders als die Männer, die jedes Jahr die 568 Kilometer lange Winterstraße von Tibbitt nach Contwoyto Winter Road zurücklegen müssen.

Eisstraßen Trucker wurden durch eine amerikanische TV Show gleichen Namens berühmt, und offenbar wurde schon grünes Licht für auf der Serie basierenden Spielfilm gegeben, dessen Dreharbeiten noch 2008 beginnen. Ich habe die TV Show noch nicht gesehen, aber habe gehört, dass es wesentlich spannender ist, als langweilige Aufnahmen von einsamen Truckern, die mit 26km/h über einsame gefrorene Seen fahren.

Mehr über Eisstraßen auf Wikipedia.

Danke an pooms.

Petra, eine aus dem Felsen geschlagene Stadt der Antike

Posted by Andreas, Mai 22, 2008

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Seit den Kreuzzügen von der westlichen Welt in Vergessenheit geraten und 1812 vom Schweizer Jean Louis Burckhardt wiederentdeckt, liegt die antike Stadt Petra - griechisch “Felsen” - in Jordanien, unweit der israelischen Grenze.

Von früheren Besiedlungen, die bis in die Steinzeit zurückgehen abgelöst, entstanden Petras erste feste Bauten im 3. Jh. vor Chr.. Vom 5. Jh. vor bis zum 3. Jh. nach Christus war Petra ein bedeutender Handelsplatz und bildete einen wichtigen Knotenpunkt der Weihrauchstraße. Das erstaunlichste ist, dass die Mehrzahl der erhalten gebliebenen Gebäude nicht im eigentlichen Sinne gebaut wurden, sondern direkt aus dem örtlichen Sandstein gemeißelt wurden, wie beispielsweise dieses antike Amphitheater.


Foto von ebener Erde

Der wohl am besten erhaltene Teil der Stadt ist das von Beduinen als Schatzhaus des Pharao bezeichnete Khazne al-Firaun, welches sich geschützt am Ende der hohen, engen al-Siq Schlucht befindet. Der Schutz der hohen Felswände sorgte dafür, dass das Schatzhaus - eigentlich ein Grabtempel - nicht wie viele andere architektonische Besonderheiten von Petra im Laufe der Jahrtausende vom Wüstenwind sandgestrahlt wurde.1

Auch wenn die Draufsicht nicht den Blick auf die Fassade selbst erlaubt, sehen davor wir eine Gruppe Touristen direkt davor.

Das Schatzhaus befindet sich an der Oberseite des Bildausschnitts und ein von der Gruppe aufgenommenes Foto würde ziemlich aussehen, wie dieses Bild.

Falls euch das Bild irgendwie bekannt vorkommt, erkennt ihr es vielleicht von Steven Spielbergs Film Indiana Jones und der letzte Kreuzzug, in welchem es als Teil des fiktionalen “Tempel des heiligen Gral” erscheint.2

Wenn Ihr weiter “forschen” wollt, ist hier eine gute Karte mit allen örtlichen Sehenswürdigkeiten, oder geht zu Petras Seite auf Wikipedia.

Danke an Jason Griswold und Dan Kuck.


  1. Auch das Schatzhaus weist allerdings einige schwere Beschädigugen auf, wie zum Beispiel die deutlich erkennbaren Einschusslöcher in einer weit oben stehenden Urne. Dieser Schaden wird Beduinen zugeschrieben, welche auf diese Weise mögliche Schätze bergen wollten. Allerdings ist die dekorative Urne wie auch andere Behältnisse in Wahrheit aus massivem Fels … 

  2. Es ist natürlich kein Zufall, dass kürzlich der internationale Anlauf von Indiana Jones und das Königreich des Kristallschädels