Alle Sights der Kategorie 'Freizeitparks'

Google Sightseeing nimmt euch mit auf eine Weltreise per Satellit, mittels dem frei erhältlichen Google Earth Program, oder Google Maps in eurem Browser. Jede Woche präsentieren eure Fremdenführer Jenni und Joe neue skurrile und wundervolle Entedeckungen, vielen davon von unseren Lesern selbst vorgeschlagen.

Jenni und Joel

Santa Claus, Indiana

Posted by Jenni, Dezember 23, 2008

1 Star2 Stars3 Stars4 Stars5 Stars

So wie auch der Rest der Welt sind die 220 Einwohner von “Santa Claus” in Indiana, USA, völlig im Weihnachtsfieber.

Ursprünglich hieß die Stadt Santa Fe, musste aber ihren Namen ändern als sie 1856 ein Postamt beantragte und feststellte, dass es schon eine Stadt mit dem Namen in Indiana gab. Die Einwohner wollten den ersten Teil ihres Namens behalten, und “Santa Claus”, der Name des amerikanischen Weihnachtsmannes, war das einzig Andere, was ihnen in dem Moment einfiel. Aber die historische Geschichte ist seitdem mit Erzählungen von kleinen Kindern, schneebedeckten Abenden und Schlittenfahrten ausgeschmückt worden.

Die Stadt nutzt ihren Namen so weit wie möglich aus, mit Straßen (”Mistletoe Drive”, was soviel bedeutet wie Mistelzweig Weg, denn nach einer amerikanischen Tradition werden zu Weihnachten überall Mistelzweige aufgehangen, und wenn sich ein Pärchen unter einem Mistelzweig begegnet, so haben sie sich der Tradition nach zu küssen; “Candy Cane Lane”, in dem man allerdings auch Spazierstöcke benutzen darf, die nicht aus Kandis sind, sowie eine Straße für jedes der Rentiere), Seen (‘Christmas’, ‘Holly’ - zu deutsch Stechpalme, in Amerika eine beliebte Dekoration an Weihnachten - und ‘Noel’, französisch für Weihnachten) und ganzen Stadtteilen (’Christmas Lake Village’, ‘Holiday Village’), die dem Weihnachtsmotiv folgen.

‘Holiday World’, zu deutsch Urlaubswelt, ist Nord Amerikas ältester Freizeitpark der unter einem bestimmten Motto steht - er wurde 1946 als ‘Santa Claus Land’ (Weihnachtsmannland) eröffnet. Der heutige Name reflektiert, dass der Park nun das ganze Jahr über feiert (und Besucher anlockt). Zum Park gehören auch zahlreiche Achterbahnen und andere Fahrgeschäfte, sowie der ‘Splashin’ Safari’ Wasserpark - ein Wasserpark, in dem man eine Tauchbadsafari unternehmen kann - mit der weltgrößten überdachten Wasserrutsche.

Das schon erwähnte Postamt (welches sich heutzutage in einer Einkaufspassage befindet, natürlich komplett mit Santa Claus), hat zum ersten Mal 1914 auf sich aufmerksam gemacht, als der Postmeister, James Martin, anfing Briefe zu beantworten die an Santa Claus addressiert waren. Heute beantwortet ein Team von Freiwilligen ca. 10.000 Briefe im Jahr von Kindern in der ganzen Welt, die an Santa Claus schreiben. Das Santa Claus Museum befindet sich nur ein paar Häuser weiter.

Boblo Island

Posted by Joe, November 19, 2008

1 Star2 Stars3 Stars4 Stars5 Stars

Dieser große Pavillion respektive Tanzhalle ist das einzig verbleibende Gebäude des “Boblo Island Amusement Park” in Ontario, Kanada.

Der Vergnügungspark war für die Öffentlichkeit geöffnet von 1898 bis 1993. Lange Jahre hinweg war es die Heimat einer Vielzahl von Achterbahnen, Karussels, Shows und Restaurants. Die Tanzhalle misst fast 3300 Quadratmeter und war eine Zeit lang die größte Tanzfläche der Welt.

Die meisten Besucher erreichten die Insel (auch bekannt als “Bois Blanc”) per Fähre von Detroit, was zu der wahrscheinlich historisch bedeutsamsten Entwicklung führte, die im Zusammenhang mit diesem Park steht. Im Jahre 1948 führte eine Entscheidung des Obersten Gerichtshofes der USA zum Michigan Gesetz, welches Unternehmen von Diskriminierung von Menschen verschiedener Hautfarben abhalten sollte. Die Fährfirma wollte weiterhin keine afroamerikanischen Passagiere zulassen mit der Begründung, dass der Bestimmungsort (Ontario) außerhalb der USA liege. Das Gericht entschied, dass der Bestimmungsort nicht weit genug von der US amerikanischen Grenze entfernt liege (Boblo Island sei nicht ‘very foreign’), da er sehr stark auf sozialer und ökonomischer Ebene mit Michigan verbunden sei und zudem keine direkte Anbindung an umliegende Ortschaften aus Ontario habe.

Die vollständige Geschichte über den Park kann auf englisch hier nachgelesen werden. Zur Zeit zeichnet sich Boblo Island durch luxuriöse Villen, einem Golfplatz und einen Jachthafen aus.

Im Westen der Insel ist zudem die von Bäumen gesäumte Livingston Fahrrinne zu sehen.

Der Kanal wurde durch eine Untiefe gegraben, um eine sichere Route zum Eriesee für den Schiffahrtverkehr bereitzustellen.

Dank an Kirk Hayhurst.

Arches National Park

Posted by Andreas, Juni 13, 2008

1 Star2 Stars3 Stars4 Stars5 Stars

Der Arches National Park in Utah, USA, bietet einzigartige geologische Formationen, vor allem die riesige Anzahl natürlich geformter Bögen aus Sandstein, von denen über 2000 durch die allmähliche Erosionen des Felsgesteins entstanden sind.

Der bekannteste der natürlichn Bögen ist der Delicate Arch, der auch auf dem Nummernschild von Utah abgebildet ist, allerdings leider von oben nicht besonders eindrucksvoll wirkt.

Der Landscape Arch ist dagegen mit einer Spannweite von über 90 Metern beeindruckend groß!

Ebenso ist der Natural Arch sehr gut sichtbar - auf dem Foto ist es ist die helle sattelförmige Formation. Allerdings wirkt auch dieser Bogen in der Wirklichkeit weitaus beeindruckender!

Der Nationalpark enthält noch viele andere faszinierende Formationen, wie beispielsweise den Balanced Rock, ein “balancierender Felsen” mit einer Größe von drei Schulbussen. Im Bild lässt sich der Schatten des Felsens gut erkennen.

Schließlich kommen wir zum Fiery Furnace, zu deutsch: Glühender Ofen— ein Gebiet enger röhrenförmiger Durchgänge und hoher Felssäulen, welche, ähnlich dem namengebenden Ofen der biblischen Geschichte (http://en.wikipedia.org/wiki/Fiery_furnace), leicht passierbar ist. Zumindest solange Ihr euch auf einer von erfahrenen Rangern geführten Tour befindet.

Schaut euch auch unsere älteren Einträge der Rainbow Bridge, Utah und des Devil’s Tower, Wyoming an. Ihr könnt mehr über den Arches National Park auf Wikipedia lesen oder Bilder aus ebenerdiger Perspektive auf Flickr.

Danke an Cortney Moody, Jeff Alu, Jens Kilian, Jens Kilian, Michael Lustig, Roland Bock, woowoowoo, Jason Wolfe, Stuart and Steve Bryson.