Alle Sights der Kategorie 'Gebäude'

Google Sightseeing nimmt euch mit auf eine Weltreise per Satellit, mittels dem frei erhältlichen Google Earth Program, oder Google Maps in eurem Browser. Jede Woche präsentieren eure Fremdenführer Jenni und Joe neue skurrile und wundervolle Entedeckungen, vielen davon von unseren Lesern selbst vorgeschlagen.

Jenni und Joel

Kubas verschollener Diktator

Posted by Joe, Februar 6, 2009

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Der Plaza de la Revolución (Revolutions Platz) in Kuba war ehemals Schauplatz ellenlanger Reden von Fidel Castro.

Bis zu einer Million Bürger wurden hier ‘ermutigt’ den ‘inspirierenden’ Reden bis zum bitteren Ende beizuwohnen, wozu sie oft Stunden um Stunden im Schatten des José Martí Denkmals ausharrten – Martí ist einer von Kubas Nationalhelden dank der Rolle, die er im Kampf um Kubas Unabhängigkeit von der spanischen Kolonialherrschaft gespielt hat.

Der Platz wird von imposanten Gebäuden gesäumt, wie zum Beispiel der Nationalbibliothek und dem Innenministerium, welche mit Schmiedearbeit in Gestalt des Abbildes eines weiteren Nationalhelden, Ernesto Che Guevara, und dem Text Hasta la Victoria Siempre (Immer bis zum Sieg!) geschmückt sind.

Mit Fidels Rückzug aus der Öffentlichkeit hat sein Bruder Raúl die Rolle des Präsidenten übernommen, und dabei angeblich die Beschränkungen der persönlichen Freiheiten etwas gelindert.

Derweil, auf der anderen Seite der Welt, ist die Nordkoreanische Regierung weniger offen über ihre Pläne der Nachfolge – erschreckend, bedenkt man die Gerüchte über Kim Jong-ils schlechten Gesundheitszustand.

Einige Betrachter glauben, er sei schon 2003 gestorben. Abstreiten lässt sich zumindest nicht, dass er mehrere öffentliche Anlässe in letzter Zeit verpass hat, wie zum Beispiel die Parade zum 60. Jubiläum des Landes im September 2008. Die Parade bestand aus der üblichen Ansammlung militärischer Ordensträger und führte an Sehenswürdigkeiten der Hauptstadt vorbei, wie zum Beispiel dem ‘Kim Il-sung Platz’ – nach Kim Jong-ils Vater benannt – und dem ‘Arc de Triomphe’, welcher aus Prinzip etwas grösser als das Original in Paris gebaut wurde.

Der Goldene Tempel

Posted by Joe, Januar 28, 2009

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Im indischen Staat Punjab treffen wir auf Harmandir Sahib, oder häufiger auch der Goldene Tempel genannt. Für jeden normalen Menschen, der aufgrund einer Arbeitsprämie sich zur Zeit auf dem Imobilienmarkt umschaut, wird dieses Bauwerk anziehend, aber auch aufgrund der Blattgoldverkleidung unbezahlbar finden. Für die Sikh ist der Tempel aber aus ganz anderen Gründen unbezahlbar – er ist ihr höchstes Heiligtum und steht mitten in der Geburtsstätte ihres Glaubens, einer monotheistischen Religion, die sich deutlich vom Hinduismus und Buddhismus abhebt, auch wenn einige Parallelen vorhanden sind.

In der zweiten Hälfte des 16. Jahrhunderts erklärte der vierte Guru der Sikh, Guru Arjan Dev, den den Tempel umgebenden See für heilig und nannte ihn Amrit Sarovar, Pool des Nektars. Aufgrund der Heiligkeit dieser Stätte entwickelte sich eine Stadt um den See, die einen verkürzte Variante des Namens annahm:Amritsar. Natürlich wurde auch mit dem Bau eines Tempels begonnen, der im See selber liegen sollte, und dieser wurde Anfang des 17. Jahrhunderts fertig gestellt. In ihm liegt seitdem die heiligste Schrift der Sikh, der Guru Granth Sahib, welche, was man dem Namen vielleicht auch anmerkt, selbst als Guru angesehen wird.

Der Hauptkomplex des Tempels, welcher genau in der Mitte des Pools liegt, ist geprägt von Hinduistischer und Islamischer Architektur und über und über mit Gold überzogen (Schätzungen variieren zwischen 100 und 750 Kilogramm). Die den Tempel umgebende Palastanlage hat ein Tor auf allen vier Seiten, um zu symbolisieren, dass Menschen aus allen vier Himmelsrichtungen, also vor allem unabhängig ihrer Herkunft und Religion, willkommen sind.

Der Tempel ist unter anderem verbunden mit dem Akal Takht, welches als Symbol der politischen Souveränität der Sikhs dient. Zu ihm wird jeden Morgen in einer aufwändigen Zeremonie die heilige Schrift gebracht, um sie dann jeden Abend, ebenfalls begleitet durch eine Zeremonie, in den heiligen Tempel zurückkehren zu lassen.

Der Pool wird umgeben von Marmorfußgängerwegen, einigen Schreinen, Museen und wenigen Büros. Es gibt auch eine Herberge für Pilger, wobei viele auch einige Nächte im Tempel selber übernachten – dies ist bis zu drei Tage gestattet und dient, genau wie eine Reinigung im Pool, zur Verbesserung des eigenen Karmas. Im Süd-Osten gelegen ist auch eine von Freiwilligen geführte Community, die in ihren Küchen und Essenssälen täglich zehntausende Besucher mit kostenlosen, simplen Mahlzeiten versorgt.

Wikimedia hat ein paar schärfere Bilder im Repertoir als Google Maps, welche sehr zu empfehlen sind.

Dank an D. Sambhi.

Google Earth Update zu Ehren von Obama

Posted by Joe, Januar 23, 2009

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Eines der größten Welt-Ereignisse dieser Tage war ohne Zweifel die Amtseinführung des 44ten Präsidenten der Vereinigten Staaten von Amerika: Barack Obama.

Google hat aus diesem Anlass viele Updates zu den Bildern der Stadt Washington DC veröffentlicht (welche unüberraschenderweise nie an schlechter Qualität oder seltenen Updates leideten, anders als zum Beispiel die Luftaufnahmen von Solingen)1.

Durch Updates wurden auch Unschärfen “beseitigt”, die ehemals das Weiße Haus und das “Naval Observatory” unkenntlich machten, allerdings geschah dies vor allem durch geschicktes Zusammenschneiden von neuen sowie älteren Satellitenbildern. Mehr darüber gibt es (leider nur) auf English auf dem Ogle Earth blog zu lesen.

Obamas Einführungszeremonie fand westlich des Kapitolgebäudes statt, gefolgt von einer Parade vom Kapitol zum Weißen Haus. Eine Menschenmenge von etwa 1 Millionen Zuschauern haben der Einführung beigewohnt.

Am aufregendsten aber war, dass der von Google gesponserte Bilder Satellit “GeoEye-1″ das Ereignis aufgenommen hat, und zwar aus fast 7.000 Metern Höhe. Es ist zwar unwahrscheinlich, dass diese Bilder in Google Earth integriert werden, da sie eine zu geringe Auflösung haben, aber sie sind auf der GeoEye website zu sehen; ihr könnt sie auch in etwas höherer Auflösung [698KB] runterladen.


  1. Leider sind die neuen Bilder noch nicht bei Google Maps ersichtlich. 

Aus dem Archiv: Burg Frankenstein

Posted by Jenni, Januar 16, 2009

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Weiter geht es mit deutschen Beiträgen aus dem Archiv:

Hier sehen wir Burg Frankenstein bei Darmstadt. Der auf der Burg geborene Theologe, Alchemist und Arzt Konrad Dippel soll dort angeblich diverse alchemistische Versuche durchgeführt haben, unter anderem an Menschen. Daher ist es vielleicht kein Wunder, dass viele Leute glauben, Burg Frankenstein hätte Mary Shellys literarisches Meisterwerk ‘Frankenstein‘ inspiriert. Allerdings gibt es dafür, sowie für die Legenden über Konrad Dippel, keine ausreichenden historischen Belege oder Beweise.

Mehr über Burg Frankenstein gibt es bei Wikipedia zu lesen.

Castle Frankenstein

Dank an Jens Kilian und Nikopol.

Die Weltgrößten Fässer

Posted by Joe, Januar 8, 2009

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Im Englischen Google Sightseeing hat es über die Jahre hinweg schon dutzende Einträge gegeben über die “weltgrößten” diese oder jene Sights. Bei uns geht es weiter in der Reihe mit dem weltgrößten Fass!

Bad Dürkheim, hier in Deutschland, richtet das größte Weinfest der Welt aus – der “Wurstmarkt” – und ist daher auch Standort dieses ausserordentlich riesigen Fasses, mit einer angeblichen Kapazität von 1.700.000 Litern. Leider ist das Fass statt mit Wein mit einem Restaurant gefüllt.

Aber zählt dieses Restaurant denn wirklich als Fass, oder ist es nur ein Gebäude, das wie ein Fass aussieht?

Wenn wir das Restaurant ausschließen, dann geht der Titel vielleicht an das 220.000 Liter Große Fass im Heidelberger Schloss: das weltgrößte Fass, das auch wirklich als Fass benutzt wurde. Leider wird es im Keller des Schlosses aufbewahrt und man kann es damit nicht bei Google Maps sehen.

Laut einem Artikel auf Wikipedia (leider nur auf Englisch) über die weltgrößten Attraktionen an Strassenrändern, ist keines dieser beiden deutschen Fässer das weltgrößte, sondern dies befindet sich angeblich bei McWilliams Wines, in Hanwood, Australien. Allerdings sieht das Große Hanwood Fass nicht so aus, als sei es auf traditionelle Weise erbaut worden, und außerdem sieht es überhaupt nicht groß genug aus um das weltgrößte zu sein…

Dank an Izzy and Flümo.

Museum der Islamischen Künste, Doha

Posted by Jenni, Januar 5, 2009

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Vor kurzem hat in Doha, Katar, das spektakuläre Museum der Islamischen Künste seine Türen geöffnet.

Das Museum wurde vom renommierten Architekten I.M. Pei entworfen. Die Konstruktion hat 300 Millionen Dollar gekostet, und beherbergt eine grosse Sammlung unschätzbarer Artefakte, die von der königlichen Famile von Katar fianziert wird. Obwohl der Bau zeitlich 2006 fertig gestellt wurde, wurde das Museum erst im Dezember 2008 eröffnet da es eine Verzögerung mit den Anfertigungen der Ausstellungen gab.

Pei hat sich durch weltweit bedeutsame Islamische Gebäude inspirieren lassen, und daraufhin beantragt, dass das Museum auf einer neuen künstlichen Insel im Doha Bay erstellt wurde, damit es nicht von zukünftigen Neubauten in diesem blühenden Emirat überschattet wird.

Kritiken des Museums sind bisher gemischt. Die Englische Zeitung Independent ist überschwänglich positiv (beim ‘more pictures’ Link gibt es ausgezeichnete Bilder zu sehen), wogegen die Autoren des International Herald Tribune geteilter Meinung sind. Einer beschreibt das Museum als auserlesen, wobei ein anderer weniger begeistert ist, und viele Makel findet – sowohl am Gebäude als auch an den Ausstellungen. Contract Magazine beschreibt die architektonischen Eigenschaften und hat ebenfalls eine gute Gallerie an Bildern.

Santa Claus, Indiana

Posted by Jenni, Dezember 23, 2008

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So wie auch der Rest der Welt sind die 220 Einwohner von “Santa Claus” in Indiana, USA, völlig im Weihnachtsfieber.

Ursprünglich hieß die Stadt Santa Fe, musste aber ihren Namen ändern als sie 1856 ein Postamt beantragte und feststellte, dass es schon eine Stadt mit dem Namen in Indiana gab. Die Einwohner wollten den ersten Teil ihres Namens behalten, und “Santa Claus”, der Name des amerikanischen Weihnachtsmannes, war das einzig Andere, was ihnen in dem Moment einfiel. Aber die historische Geschichte ist seitdem mit Erzählungen von kleinen Kindern, schneebedeckten Abenden und Schlittenfahrten ausgeschmückt worden.

Die Stadt nutzt ihren Namen so weit wie möglich aus, mit Straßen (”Mistletoe Drive”, was soviel bedeutet wie Mistelzweig Weg, denn nach einer amerikanischen Tradition werden zu Weihnachten überall Mistelzweige aufgehangen, und wenn sich ein Pärchen unter einem Mistelzweig begegnet, so haben sie sich der Tradition nach zu küssen; “Candy Cane Lane”, in dem man allerdings auch Spazierstöcke benutzen darf, die nicht aus Kandis sind, sowie eine Straße für jedes der Rentiere), Seen (‘Christmas’, ‘Holly’ – zu deutsch Stechpalme, in Amerika eine beliebte Dekoration an Weihnachten – und ‘Noel’, französisch für Weihnachten) und ganzen Stadtteilen (’Christmas Lake Village’, ‘Holiday Village’), die dem Weihnachtsmotiv folgen.

‘Holiday World’, zu deutsch Urlaubswelt, ist Nord Amerikas ältester Freizeitpark der unter einem bestimmten Motto steht – er wurde 1946 als ‘Santa Claus Land’ (Weihnachtsmannland) eröffnet. Der heutige Name reflektiert, dass der Park nun das ganze Jahr über feiert (und Besucher anlockt). Zum Park gehören auch zahlreiche Achterbahnen und andere Fahrgeschäfte, sowie der ‘Splashin’ Safari’ Wasserpark – ein Wasserpark, in dem man eine Tauchbadsafari unternehmen kann – mit der weltgrößten überdachten Wasserrutsche.

Das schon erwähnte Postamt (welches sich heutzutage in einer Einkaufspassage befindet, natürlich komplett mit Santa Claus), hat zum ersten Mal 1914 auf sich aufmerksam gemacht, als der Postmeister, James Martin, anfing Briefe zu beantworten die an Santa Claus addressiert waren. Heute beantwortet ein Team von Freiwilligen ca. 10.000 Briefe im Jahr von Kindern in der ganzen Welt, die an Santa Claus schreiben. Das Santa Claus Museum befindet sich nur ein paar Häuser weiter.

Das Schloss Charlottenburg

Posted by Joe, Dezember 22, 2008

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Mitten in Berlin liegt das Schloss Charlottenburg. Erbaut zwischen 1695 und 1699 ist die Anlage einer der größten in der Stadt und zudem eine der ältesten. Es ist sogar das einzige Gebäude, dass noch in die Regierungszeit der Fürstenfamilie Hohenzollern zurückreicht

Ursprünglich handelte es sich bei dem Schloss um ein zweieinhalbgeschossiges Gebäude mit einer Kuppel auf seiner Mitte, doch die vielen preußischen Könige, die das Schloss bewohnten, erweiterten es ständig um neue Flügel und Räume für ihre ganz bestimmten Launen und Bedürfnisse. Während des zweiten Weltkrieges wurde das Schloss schwer durch Bomben beschädigt und man befürchtete seinen Abriss.

Das Schloss und das auf ihm liegende Grundstück, zudem natürlich auch ein Schlossgarten gehört, ist schon fast so etwas wie eine Fundgrube für Kunstliebhaber und Historiker. Im Schloss befindet sich die größte Sammlung von Kunstwerken der bedeutendsten französischen Maler des 18. Jahrhunderts, die sich außerhalb Frankreichs finden lässt. Zudem beinhaltet das zum Schloss gehörende Belvedere eine bedeutende Porzellansammlung mit Meisterwerken aus der Königlichen Porzellan Manufaktur.

Der Garten hinter dem Schloss, welcher in Teilen im barocken Stil gehalten ist, ist eine beliebte Touristenattraktion. Im Garten befindet sich auch ein Mausoleum, ein Pavillon und das schon erwähnte Belvedere.

Zur zeit ist das Schloss und der Schlossgarten der Öffentlichkeit zugänglich. Gelegentlich werden hier aber auch Konzerte und Veranstaltungen abgehalten.

Die Website German Architecture stellt eine sehr gute Auswahl an Bildern vom Schloss und dem Schlossgarten bereit, weiterführende Informationen findet man wie häufig auch unter Wikipedia.

Dank an Ruud Kimmelaar und Markus.