Alle Sights der Kategorie 'Gebäude'

Google Sightseeing nimmt euch mit auf eine Weltreise per Satellit, mittels dem frei erhältlichen Google Earth Program, oder Google Maps in eurem Browser. Jede Woche präsentieren eure Fremdenführer Jenni und Joe neue skurrile und wundervolle Entedeckungen, vielen davon von unseren Lesern selbst vorgeschlagen.

Jenni und Joel

Der Königliche Botanische Garten von Kew

Posted by Andreas, Juli 11, 2008

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Obwohl ich zugeben muss, nicht gerade über einen “grünen Daumen” zu verfügen, hab ich eine Neigung für alles, was entweder aus der Luft gut aussieht oder einen Anspruch auf unnötige, umstrittene Weltrekorde erhebt. So wie hier im Falle des Königlichen Botanischen Gartens von Kew, auch einfach Kew Gardens in London.

Ein königlicher Palast ist normalerweise ein schöner Ort für einen Ausflug, aber der von Kew ist eher glanzlos, mit dem Ruf des kleinsten Palastes in Britannien.
Nichtsdestotrotz war es der Familiensitz von George III und hier litt er auch unter seinem Wahnsinn1, der vermutlich durch die Instandhaltungskosten des Gartens verursacht wurde.

In einer äußeren Ecke des Gartens steht die Große Pagode mit ihrer beeindruckenden Höhe von 49 Metern. Als sie 1763 gebaut wurde, war sie das höchste Bauwerk chinesich inspirierter Architektur in Europa. Während des zweiten Weltkriegs wurde sie umgebaut, um zu testen, wie Bomben fallen und heute bietet sie hervorragende Blicke über die Gärten, wie wie diese Fots veranschaulichen.

Als ich anfing, für Google Sightseeing zu schreiben, nahm ich mir vor, niemals über Komposthaufen zu schreiben. Ich änderte meine Haltung allerdings schnell, als ich entdeckte, dass sich in Kew Gardens der größte Komposthaufen der Welt befindet – mit eigener Aussichtsterasse! Der Kompost wird vor allem für die Pflanzen in Kew gebraucht, einiges wird auch für wohltätige Zwecke versteigert.2

Mit fast 5000 qm Fläche und dem Titel des größten Victorianischen Glasshauses der Welt, ist das Temperate House wirklich riesig (doppelt so groß wie das nahe Palmenhaus). Im Zentrum des Temperate House steht die Honigpalme, die mit einer Höhe von 16 Metern den Rekordtitel der größten Pflanze innerhalb eines Gebäudes hält.

Diese schicke Struktur ist das 1987 eröffnete Princess of Wales’ Gewächshaus. Das Design stammt offensichtlich von den Plänen für Darth Vadars Star Destroyer. In diesem und den anderen Gewächshäusern hat Kew über 30,000 lebende Pflanzen, und 7 Millionen Saatsorten.

Erfahrt mehr über Kew auf der offiziellen Website, und auf Wikipedia, und schaut euch die Fülle an Fotos auf flickr an. Danke an Lindsay Marshall, Stephen Train and Tom.


  1. Es kursiert das Gerücht, dass King George eines Tages im Glauben, dass er den König von Preußen vor sich hätte, einem Baum die Hand geschüttelt hat. 

  2. Wenn ihr euch darüber wundert, dass jemand Geld für Pferdemist ausgibt – das ist kein Mist von gewöhnlichen Pferden sonden von denen der königlichen Kavallarie! 

Durchfahrtsgebäude in Japan

Posted by Andreas, Juni 5, 2008

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In Osaka, Japans “zweiter Stadt” ist Raum für Bürogebäude stark begrenzt. Und zwar so begrenzt, dass das sechsehnstöckige ‘Gate Tower Building’ den vierten, fünften und sechsten Stock einer Hochstrasse Platz machen musste!

Es heisst, dass das Bürogebäude im Jahr 1989 neu errichtet werden sollte, doch der Raum wurde auch für eine Auffahrtrampe des Highway gebraucht. Nach einige Jahren dauernden Verhandlungen wurde ein Kompomiss geschlossen: Das Gebäude wurde neu errichtet und die Hanshin Expressway Company mietete drei Stockwerke an und redekorierte sie in ungewöhnlichre Weise, indem sie eine Straße hindurchfürhte.

Auf der  Japanischen Wikipedia. gibt einige gute Fotos aus ebenerdiger Perspektive (und mehr infos wenn Sie Japanisch lesen können)

Danke an  Paul Watabe.

Geheimes Russisches Lager

Posted by Andreas, Mai 27, 2008

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Versteckt in den Wäldern Westrusslands liegt ein eine sehr verdächtig wirkende Ansammlung von Gebäuden, die bislang von der Google Earth Community noch nicht beschrieben wurde, und anscheinend auch im übrigen web noch nie erwähnt wurde.

Die Gebäude haben mit ca. 30 m alle die selbe Größe und weisen in die selbe Richtung. Von ebener Erde sind sie durch den dichten Wald von außen praktisch nicht auszumachen, jedoch wird das Gelände ringsum durch eine Straße begrenzt. Einige Gebäude scheinen allerdings zu fehlen, mehrere andere scheinen in letzter Zeit eingestürzt zu sein, weitere wiederum sind komplett überwuchert.

Es gibt einen kleine Gleisanbindung, welche den Ort von einem Depot in einem nahe gelegenen Dorf verbindet, Semrino, und das nächste Dorf mit einem Russischer Wikipedia Eintrag ist direkt südlich gelegen Susanin. Auch hier liegen leider jedoch keine weiteren Hinweise vor.

Alexei, unser multi-lingual autor von Google Sightseeing Italiano der auch Russich spricht , forscht weiter nach und förderte diese Kontaktsite zutage, welche die Gegen als gegenwärtige Armee “Reserve” beschreibt, d.h. ein strategisches Lager für Nahrung, Waffen oder anderes für den Notfall.

Trotz des schlechten Zustandes, beschreibt Alexei das Lager als aktiv und unter 24 Stunden bewaffneter Bewachung!

Danke an Ilya und Alexei.

Petra, eine aus dem Felsen geschlagene Stadt der Antike

Posted by Andreas, Mai 22, 2008

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Seit den Kreuzzügen von der westlichen Welt in Vergessenheit geraten und 1812 vom Schweizer Jean Louis Burckhardt wiederentdeckt, liegt die antike Stadt Petra – griechisch “Felsen” – in Jordanien, unweit der israelischen Grenze.

Von früheren Besiedlungen, die bis in die Steinzeit zurückgehen abgelöst, entstanden Petras erste feste Bauten im 3. Jh. vor Chr.. Vom 5. Jh. vor bis zum 3. Jh. nach Christus war Petra ein bedeutender Handelsplatz und bildete einen wichtigen Knotenpunkt der Weihrauchstraße. Das erstaunlichste ist, dass die Mehrzahl der erhalten gebliebenen Gebäude nicht im eigentlichen Sinne gebaut wurden, sondern direkt aus dem örtlichen Sandstein gemeißelt wurden, wie beispielsweise dieses antike Amphitheater.


Foto von ebener Erde

Der wohl am besten erhaltene Teil der Stadt ist das von Beduinen als Schatzhaus des Pharao bezeichnete Khazne al-Firaun, welches sich geschützt am Ende der hohen, engen al-Siq Schlucht befindet. Der Schutz der hohen Felswände sorgte dafür, dass das Schatzhaus – eigentlich ein Grabtempel – nicht wie viele andere architektonische Besonderheiten von Petra im Laufe der Jahrtausende vom Wüstenwind sandgestrahlt wurde.1

Auch wenn die Draufsicht nicht den Blick auf die Fassade selbst erlaubt, sehen davor wir eine Gruppe Touristen direkt davor.

Das Schatzhaus befindet sich an der Oberseite des Bildausschnitts und ein von der Gruppe aufgenommenes Foto würde ziemlich aussehen, wie dieses Bild.

Falls euch das Bild irgendwie bekannt vorkommt, erkennt ihr es vielleicht von Steven Spielbergs Film Indiana Jones und der letzte Kreuzzug, in welchem es als Teil des fiktionalen “Tempel des heiligen Gral” erscheint.2

Wenn Ihr weiter “forschen” wollt, ist hier eine gute Karte mit allen örtlichen Sehenswürdigkeiten, oder geht zu Petras Seite auf Wikipedia.

Danke an Jason Griswold und Dan Kuck.


  1. Auch das Schatzhaus weist allerdings einige schwere Beschädigugen auf, wie zum Beispiel die deutlich erkennbaren Einschusslöcher in einer weit oben stehenden Urne. Dieser Schaden wird Beduinen zugeschrieben, welche auf diese Weise mögliche Schätze bergen wollten. Allerdings ist die dekorative Urne wie auch andere Behältnisse in Wahrheit aus massivem Fels … 

  2. Es ist natürlich kein Zufall, dass kürzlich der internationale Anlauf von Indiana Jones und das Königreich des Kristallschädels

Nationaler Botanischer Garten von Wales

Posted by Andreas, April 15, 2008

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In der Nähe von Llanarthney, Wales befindet sich eine beschauliche Szenerie sanfter grüner Hügel, akurat geschnittener Gärten und einigen grasenden Schafen. Dann aber, auffallend wie ein Daumenabdruck, sticht massiv das Große Gewächshaus des National Botanic Garden von Wales heraus.

Vom renomierten Britischen Architekten Sir Norman Foster konstruiert, ist es das größte Gewächshaus der Welt mit einer durchgehenden (Einfeld-) Bogenkonstruktion. 95m lang und 55m breit, besteht das Dach aus 785 Glaßscheiben, die teilweise unter das allgemeinen Bodenniveau reichen, so dass es sich wie einer der Grasshügel hervorwölbt …

Das Große Glashaus beherbergt mehr als tausend – oftmals gefährdete – Pflanzenarten – davon Exemplare aus warmen Klimazonen wie Chile, West Australien, Südafrika, Kalifornien, Kanarische Inseln und dem Mittelmeerraum.

Wenn du nah genug heranzoomst, kannst du sogar einige der Pflanzen erkennen, die hier dank des massiven Glasdaches überleben können.

Lest mehr auf der englischen Wikipedia. Danke an TorIV

Verlorene Eiswaffel

Posted by Joe, November 5, 2007

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Die Auflösung von Google Earth diese Tage ist einfach überwältigend! Seht euch zum Beispiel diese fallengelassene Eistüte am Kölner Neumarkt an!

Wie man sich allerdings bei den ameisengroßen Menschen denken kann, handelt es sich hierbei nicht um eine gewöhnliche Eiswaffel, sondern um eine 10 Meter hohe Skulptur, welche auf dem Dach eines Einkaufszentrums installiert wurde.

Was ich allerdings wirklich erstaunlich finde, wie sie es geschafft haben, dieses riesige Eis den ganzen Weg von Petaluma, Californien bis hierhin zu bringen, ohne das es geschmolzen ist…

Weitere Informationen und Bilder findet ihr auf der Seite des Künstlers.

Dank an Virtual Globetrotting

Das Hakenkreuzgebäude

Posted by Joe, September 27, 2007

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Dank Google Earth und dem Internet hat sich die US Navy dazu entschieden, fast 600.000 $ für Grundrenovierungen an perfekt erhaltenen Barracken auszugeben. Der Grund für diese Ausgaben sind die Ähnlichkeit des Barrackenkomplexes auf Sattelitenaufnahmen, wie sie Google Earth liefert, mit einem Hakenkreuz.

swastika.jpg

Die vier Gebäude, welche nicht miteinander verbunden sind, sind Teil der “Naval Amphibious Base Coronado” und wurden 1967 errichtet. Die Navy teilte mit, dass ihr während des Baus die ungewöhnliche Gebäudeanordnung aufgefallen war, sich aber dazu entschied, da sie der Meinung war, niemand würde den Komplex von so weit oben sehen und daher auch nie die Formation bemerken, als das sich ein so teurer Umbau lohnen würde.

Natürlich dachte in den 60er niemand daran, dass so etwas wie Google Earth in naher Zukunft existieren könnte. Als das vermeintliche Hakenkreuz zum ersten Mal entdeckt wurde im Jahre 2005, haben viele verrückte Verschwörungstheoretiker detailierte Geschichten erfunden, in denen die Gebäude in Wirklichkeit von bösen Nazis entworfen wurden.

Will man diesen Geschichten glauben, so schafften es die Nazis, die US Navy zu infiltrieren und sie somit dazu zu bringen, die Hakenkreuzanordnung der Gebäude zu verwenden, und weitere Gebäude in Flugzeugform auf es “zeigen” zu lassen. Dieses Design würde ihre Nachricht des Hasses über die gesamte Welt verbreiten, sobald jemand auf die Idee kommen würde das Internet, Google und Google Earth zu erfinden…

Natürlich ist das alles Schwachsinn: in Wirklichkeit sind es einfach ein paar Gebäude mit einem etwas unglücklichem Layout. Die US Navy hat wahrscheinlich sinnvollere Verwendungszwecke für ihr Geld, aber die Internetgemeinschaft hat gesprochen, also müssen die Baracken geändert werden, koste es, was es wolle.

Dank an die LA Times via js und vielen anderen.

Update: Anscheinend verlangt der Link zur LA Times einen Login für die meisten Leute – ziemlich nervig natürlich. Versucht stattdessen Google News.

Wat Phra That Doi Suthep

Posted by Joe, September 9, 2005

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Die Tempelanlage Wat Phra That Doi Suthep überschattet die Stadt Chiang Mai in Thailand von seiner Lage aus auf der Spitze eines 1.072 Meter hohen Berges. Angeblich 1383 erbaut ist die Tempelanlage über 290 Treppenstufen erreichbar, welche immer steil auf die Gebäude zulaufen. Es sieht genauso aus wie in den klassischen Kung Fu Filmen!

Ebenfalls sehr auffällig ist die vergoldete, sogenannte “Chedi” der Tempelanlage, welche heilige Reliquien Buddhas enthält und somit als Wallfahrtsort für viele Busshisten aus der ganzen Welt dient.

Dank an Hendrik Räcker