Alle Sights der Kategorie 'Türme'

Google Sightseeing nimmt euch mit auf eine Weltreise per Satellit, mittels dem frei erhältlichen Google Earth Program, oder Google Maps in eurem Browser. Jede Woche präsentieren eure Fremdenführer Jenni und Joe neue skurrile und wundervolle Entedeckungen, vielen davon von unseren Lesern selbst vorgeschlagen.

Jenni und Joel

Mini World Trade Center Tower

Posted by Jenni, Dezember 9, 2008

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In Tulsa, Oklahoma, USA, steht der ‘Bank of Oklahoma’ Turm, welcher eine fast genau halb so grosse Kopie der ‘World Trade Center’ (WTC) Türme in New York City ist, die bekanntlich beide in den 9/11 Angriffen zerstört wurden.

Die ‘Bank of Oklahoma’ wurde 1976, also drei Jahre nach dem WTC, fertiggestellt, und vom Architekten Minoru Yamasaki entworfen, der auch für das Orginal zuständig war.

Ebenso wie in New York schlug Yamasaki ein Turmpaar vor, aber aus unbekannten Gründen wurde in Oklahoma nur ein Turm erbaut.

203 Meter hoch, und mit 52 Etagen, ist der ‘Bank of Oklahoma’ Turm fast genau die Hälfte des WTC, welches 415 Meter maß und 110 Etagen hatte. Allerdings ist er damit immer noch der höchste Turm in Oklahoma.

Falls ihr weitere Kopien von berühmten Gebäuden kennt, schlagt sie doch am besten vor! Oder erzählt uns einfach in einem Kommentar davon.

Bei Wikipedia gibt es übrigens noch mehr über den ‘Bank of Oklahoma’ Turm, allerdings leider nur auf English, und bei believermag.com gibt es - leider ebenfalls auf English - die komplette Geschichte des Gebäudes.

Dank an Kottke.

Hyperboloid Türme

Posted by Joe, Dezember 4, 2008

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Vladimir Shukhov war ein Russischer Ingenieur, Wissenschaftler und Architekt, dessen bahnbrechende Bautechnik zum Entwurf der weltersten Hyperboloid Strukturen geführt hat.

In der Mathematik ist ein Hyperboloid eine Quadrik (”die Menge der Punkte mit dem Ortsvektor x, deren Koordinaten einer Gleichung genügen, die durch Nullsetzen einer quadratischen Funktion entsteht”) die definiert wird durch, eh… diese komplex ausehende Formel. In Grunde ist es eine art dreidimensionale Fläche, die am häufigsten in der Form von Kühltürmen in Kraftwerken zu sehen ist.

Die erste Hyperboloidstruktur war ein Wasserturm der für die ‘All-Russia’ Ausstellung von 1986 erbaut wurde. Der Entwurf besteht aus aufrechten Trägern die gitterartig arrangiert sind, was bedeutet, dass hohe Türme mit minimaler Windresistenz gebaut werden konnten.

Heute bestehen noch sieben von Shukhovs Türmen in Russland, inklusive des 160 Meter hohen Schuchow Radioturm in Moskau, der zwischen 1919 und 1922 während des Russischen Bürgerkrieges gebaut wurde. Zur Zeit durch Abriss bedroht steht der Turm an der Spitze von UNESCOs Liste von bedrohten Gebäuden, und Fans haben eine Kampagne gestartet um den Turm zu retten.

Der 128 Meter hohe Schuchow Turm am Oka Fluss ist der einzig überlebende Hyperboloid Freileitungsmast, der Teil einer 100kv Elektrizitätslinie war, die zwischen 1927 und 1929 erbaut wurde. Wegen des lattenartigen Entwurfs ist es kaum auf dem Thumbnail Bild zu sehen, aber wenn ihr euch zur Karte durchklickt, könnt ihr den Shatten des Lattenmusters sehen.

Der Gebrauch von Hyperboloid Strukturen war jedoch nicht auf Russland begrenzt - in Spanien bieten die 158 Meter hohen Freileitungsmasten von Cádiz, die 1960 fertig gestellt wurden, ein grossartiges Beispiel dieser Konstruktionsmethode. Hier wurde diese Methode gewählt, da die Spanier zu der Zeit keine Mittel hatten grosse Stahlträger zu transportieren, und Francisco Franco’s Regime den Import von allem verhinderte, das die Arbeit hätte erledigen können.

Hier ist eine KML Datei aller 7 überlebender Schuchow Türme (oder auf einer Karte) und es gibt viele weiter Hyperboloid Strukturen in verschiedenen Erscheinungen weltweit. Bei Wikipedia gibt es auch mehr über Hyperboloid Strukturen, als auch überWladimir Schuchow selbst.

Street-View Español!

Posted by Jenni, November 6, 2008

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Wie vorhergesagt sind spanishe Street-View Bilder in den spanischen Großädten Madrid, Barcelona, Seville, and Valencia eingeführt worden!

Die Bilder scheinen durchweg von hervorragender Qualität zu sein, und gestatten einem spektakuläre Ansichten des ewig-unvollendeten Meisterwerkes vom Architekten Antoni Gaudi in Barcelona, die Sagrada Família.

Was habt ihr sonst noch so gefunden??

Besuch auf Bruny Island (Inselwoche)

Posted by Andreas, September 2, 2008

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Hier bei GSS ist Inselwoche 3, was bedeutet, dass wir ca eine Woche lang vor allem über Inseln berichten.

Bruny ist eine von 20 Inseln und kleinen Inselgruppen, die zum australischen Bundesstaat Tasmanien gehören. Die größte dieser Inseln heißt ebenfalls Tasmanien.

Dank der kürzlich von Google hinzugefügten Straßenbilder von Australien können wir heute unseren ersten Street View Inseltrip machen! Reiseproviant wird allerdings nicht gestellt.

Um von Tasmanien nach Bruny zu gelangen, müssen wir die Fähre nehmen:

Drüben angekommen, gibt es hier ein Luftbild der Fähre, mit jeder Menge Autos, die aufs anlanden warten:

Die Insel Bruny hat 600 Einwohner und die Wirtschaft beruht hauptsächlich auf Wildlife Tourismus. Ich habe allerdings bislang noch keine wilden Tiere gesehen.

Brunys andere Hauptattraktion ist der Cape Bruny Leuchtturm, also lasst uns hinfahren:

Der Leuchtturm bezieht seinen Ruhm vor allem aus der Tatsachen, dass er der “älteste kontinuierlich betriebene Leuchtturm des Commonwealth ist”. Ich bin sicher, dass euch das beeindruckt: macht ruhig ein paar Fotos.

Leider war der Street View Fahrer offenbar so langsam unterwegs, dass es schon dunkel wird, also müssen wir unsere Picknickkörbe wieder einpacken und uns wieder in Richtung Tasmanien aufmachen. Hier ist die Schlange vor der Fähre von der anderen Seite:

Und - wieder angedockt, seht ihr hier das Google-Auto im Innern der Fähre! Bitte die Hände im Wagen halten.

Ich hoffe, ihr habt unseren Trip nach Bruny genossen! Und vergesst nicht, dem Fahrer ein Trinkgeld zu geben.

Mehr infos gibts auf Wikipedia: Bruny Island.

Dank an Howder.

Hokkaidō Jahrhundert Gedenkturm

Posted by Andreas, Juli 23, 2008

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Dies ist angeblich der Hokkaidō Jahrhundert-Gedenkturm im Nopporo Wald Park, Hokkaidō, Japan. Die offizielle Website behauptet, er sei 100 Meter hoch und im Jahr 1970 fertig gestellt - am hundertsten Jahrestag von Hokkaidōs offizieller Kolonisation 1.

Aber natürlich, lieber universell gebildeter Leser, wirst du längst entdeckt haben, das es sich hier einfach um einen geschickt eingefädelten Betrug hält.

Denn ohne jeden Zweifel ist dies in Wirklichkeit Orthanc, der schwarze Turm von Isengard auf dem Gandalf vom bösen Saruman im Herrn der Ringe: Die Gefährten gefangen gehalten wurde.


Links der Hokkaidōturm, rechts Orthanc.

Der Beweis ist unwiderlegbar, schließlich haben wir beide Bilder im Internet gefunden.

Dank geht an photojennic.


  1. Die Entsprechung von Metern mit Jahren scheint ein beliebtes Motiv beim Design für Türme zu sein. 

Fernsehturm Jekaterinburg

Posted by Andreas, Juli 21, 2008

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Hoch über der Skyline von Jekaterinburg, steht dieser unfertige Turm als ein Wahrzeichen dafür, was man mit fantastischen Visionen und schlechter Finanzplanung erreichen kann.

Mit 220 Metern misst er nur die Hälfte der geplanten Höhe von 400 Metern, die ihn zu einem der höchsten Türme der Welt gemacht hätten. Auch ein rotierendes Restaurant war geplant - eine Art Konkurrenz also zum 540 Meter hohen Ostankino Tower in Moskau. Die Differenz von Plan und Wirklichkeit ist hier sehr eindrucksvoll dokumentiert.

Baubeginn war im Jahr 1983, doch Ende der achziger Jahre gingen den Investoren die Mittel aus und die Baumaßnahmen wurden gestoppt. Was die Investoren verärgerte, freute die den ultimativen Thrill suchenden Objekt Springer1 um so mehr. Das noch offene Stahlgeflecht im innern des Turmes ermöglichte ihnen, auf die erste Plattform zu gelangen. Aufgrund der Personen, die gewollt oder ungewollt beim Sprung vom Turm getötet wurden demontierte die Verwaltung im Jahr 2000 allerdings die Aufstiegsleiter und verschweisste die Türen.

Die Ruine ragt allerdings bis heute, wie diese Fotos zeigen, etwas schauerlich über der Stadt .

Dank an Rudi.


  1. Warnung: Am Ende dieser Seite gibt es einige unschöne Fotos. 

Der Königliche Botanische Garten von Kew

Posted by Andreas, Juli 11, 2008

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Obwohl ich zugeben muss, nicht gerade über einen “grünen Daumen” zu verfügen, hab ich eine Neigung für alles, was entweder aus der Luft gut aussieht oder einen Anspruch auf unnötige, umstrittene Weltrekorde erhebt. So wie hier im Falle des Königlichen Botanischen Gartens von Kew, auch einfach Kew Gardens in London.

Ein königlicher Palast ist normalerweise ein schöner Ort für einen Ausflug, aber der von Kew ist eher glanzlos, mit dem Ruf des kleinsten Palastes in Britannien.
Nichtsdestotrotz war es der Familiensitz von George III und hier litt er auch unter seinem Wahnsinn1, der vermutlich durch die Instandhaltungskosten des Gartens verursacht wurde.

In einer äußeren Ecke des Gartens steht die Große Pagode mit ihrer beeindruckenden Höhe von 49 Metern. Als sie 1763 gebaut wurde, war sie das höchste Bauwerk chinesich inspirierter Architektur in Europa. Während des zweiten Weltkriegs wurde sie umgebaut, um zu testen, wie Bomben fallen und heute bietet sie hervorragende Blicke über die Gärten, wie wie diese Fots veranschaulichen.

Als ich anfing, für Google Sightseeing zu schreiben, nahm ich mir vor, niemals über Komposthaufen zu schreiben. Ich änderte meine Haltung allerdings schnell, als ich entdeckte, dass sich in Kew Gardens der größte Komposthaufen der Welt befindet - mit eigener Aussichtsterasse! Der Kompost wird vor allem für die Pflanzen in Kew gebraucht, einiges wird auch für wohltätige Zwecke versteigert.2

Mit fast 5000 qm Fläche und dem Titel des größten Victorianischen Glasshauses der Welt, ist das Temperate House wirklich riesig (doppelt so groß wie das nahe Palmenhaus). Im Zentrum des Temperate House steht die Honigpalme, die mit einer Höhe von 16 Metern den Rekordtitel der größten Pflanze innerhalb eines Gebäudes hält.

Diese schicke Struktur ist das 1987 eröffnete Princess of Wales’ Gewächshaus. Das Design stammt offensichtlich von den Plänen für Darth Vadars Star Destroyer. In diesem und den anderen Gewächshäusern hat Kew über 30,000 lebende Pflanzen, und 7 Millionen Saatsorten.

Erfahrt mehr über Kew auf der offiziellen Website, und auf Wikipedia, und schaut euch die Fülle an Fotos auf flickr an. Danke an Lindsay Marshall, Stephen Train and Tom.


  1. Es kursiert das Gerücht, dass King George eines Tages im Glauben, dass er den König von Preußen vor sich hätte, einem Baum die Hand geschüttelt hat. 

  2. Wenn ihr euch darüber wundert, dass jemand Geld für Pferdemist ausgibt - das ist kein Mist von gewöhnlichen Pferden sonden von denen der königlichen Kavallarie!