Alle Sights der Kategorie 'Wüsten'

Google Sightseeing nimmt euch mit auf eine Weltreise per Satellit, mittels dem frei erhältlichen Google Earth Program, oder Google Maps in eurem Browser. Jede Woche präsentieren eure Fremdenführer Jenni und Joe neue skurrile und wundervolle Entedeckungen, vielen davon von unseren Lesern selbst vorgeschlagen.

Jenni und Joel

Star Wars Day

Posted by Jenni, Mai 4, 2009

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Im Englisch sprachigen Raum ist der 4. Mai als ‘Star Wars Day’ bekannt, wegen einem ziemlich schlechten Wortspiel. Google Sightseeing hat dies zum Anlass genommen, einige Star Wars bezogene Sights zusammen zu stellen!

Als erstes haben wir den Star Wars Path (’star Wars Pfad’) in der Nähe von Atlanta, Georgia. Es gibt auch ein dazugehöriges Straßenschild, es ist in Street View aber kaum lesbar. Allerdings wissen wir nicht, wie die Straße ihren Namen bekam?

Im orginal Star Wars Film befand sich das Raumfahrtzentrum von Mos Eisley auf dem PlanetenTatooine, aber tatsächlich wurde es hier in Matmata, Tunesien verfilmt. Einige Innenaufnahmen wurden sogar in den unterirdischen Häusern der Einwohner verfilmt, die heutzutage gut daran verdienen, dass sie Touristen gegen Bezahlung ihre Häuser fotografieren lassen.

Und lezte Woche wurde diese, allerdings nicht sehr überzeugende, Portraits einiger Star Wars Figuren, in einem ansonst seht beindruckendem Französischem Graffiti entdeckt.

Wisst ihr von noch weitern Star Wars bezogenen Sights die wir bei Google Sightseeing aufsuchen könnten?

Dank an Keir Clarke und Virtual Globe Trotting.

Die Marokkanische Mauer

Posted by Joe, März 26, 2009

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Die Chinesen haben eine, die Deutschen hatten eine, und auch in Marokko finden wir eine; denn durch Marokko und große Teile West-Afrikas zieht sich The Berm, oder die Marokkanische Mauer auch genannt. Sie besteht aus mehreren, immer um die drei Metern hohen Mauern, die eine Gesamtlänge von 2.500 Kilometern erheben. Sie wurde gebaut um das gesamte Gebiet der Westsahara aufzuteilen.

Wall Fort

Erbaut wurden die Wälle von Marokkanischen Militärkräften zwischen 1980 und 1987. Marokko erklärte die von den Wällen eingeschlossenen Gebieten als ihre südliche Provinzen und begann damit den Kampf gegen die Polisario, welche für die Unabhängigkeit Westsaharas einstanden.

Die südlichen Provinzen waren zuerst nur ein geringes Gebiet im Nordwesten des Landes, aber durch stätige Erweiterungen mittels sechs verschiedener Mauern breitete die Marokkanische Regierung ihr Einflußgebiet immer weiter aus, bis es den Großteil des Landes unter ihre Kontrolle gebracht hatten.

Die Gebiete Westsaharas, die sich östlich der Mauer und damit außerhalb des Kontrollgebietes der Marokkaner befinden, werden gemeinhin als Freie Zone bezeichnet. Sie werden regiert durch die politischen Vertreter der Sahrawi Arab Democratic Republic (frei übersetzt: die Arabische Demokratische Republik der Sahara), welche 1976 von den Polisarios ausgerufen worden ist. Viele Flüchtlinge aus der Region halten sich derzeit aber auch in Algerien auf, da die Situation sich in Westsahara soweit zugespitzt hat, dass inzwischen Blauhelm der UNO versuchen, die Einhaltung der zwischen Polisarios und Marokkanern vereinbarte Waffenruhe zu wahren und Landminen, die während des Konflikts weit gestreut wurden, zu entschärfen. Wegen all dem Unglück, das die Marokkanischen Besatzer über das Land gebracht haben, wird die Marokkanischer Mauer von vielen auch als Mauer der Schande bezeichnet.

Die Mauer beginnt ihren Verlauf an der Atlantikküste und überquert auf ihrem Weg nach Marokko ganze Gebierge, aber auch öde, verlassene Wüsten, wo sie schon längst den Kräften der Natur weichen musste und von Sanddünen vergraben wurde.

Dune

Abgesehen von diesen abgelegenen Verschüttungen der Mauer handelt es sich bei dem Gesamtkomplex um eine Kombination von Wällen, Zäunen und Bunkern, welche es auch dank bemannter Wachposten, die teilweise jeden Kilometer aufgestellt sind, unmöglich macht, diese Wehranlage ohne weiteres zu passieren.

Diese “normalen” Wachposten werden durch stärker bewaffnete, größere Wachanlagen noch unterstützt. Einen davon erkennt man recht gut an einem Grenzübergang im Süden. An einer anderen Stelle können wir die verschmorten Überreste eines solchen Wachpostens erkennen. Hier scheinen sich wohl erhebliche Kämpfe ausgetragen zu haben.

Border Fort

Vieles mehr, oft leider nur auf Englisch, zu der Marokkanischen Mauer auf Wikipedia.

Dank an Chris.

Ni Pena Ni Miedo (Keine Scham, keine Furcht)

Posted by Jenni, Februar 18, 2009

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Im Sand der Atacama Wüste in Chile stehen die Worte “ni pena ni miedo” geschrieben, was so viel heißt wie “keine Scham, keine Furcht”, und zusammen bilden sie das wahrscheinlich weltgrößte Gedicht.

Obwohl es in allen Ecken der Welt Großdruck zu sehen gibt, sind die ungeheuerlichen Ausmaße dieser Worte einfach atemberaubend. Die paar Worte sind über 3,15 Kilometer lang!

Das Gedicht ist das Werk des chilenischen Poeten Raúl Zurita, ein Mann der unter den Händen der militärischen Diktatur gelitten hat, die Chile in den 70ern und 80ern regierte. Zurita sagt, dass er während der Herrschaft von Augusto Pinochet “angefangen hat sich vorzustellen, Gedichte an den Himmel, auf Felsenwänden, und in die Wüste zu schreiben”.

1982 hat Zurita den zweiten Teil seiner “Anteparaiso” poetischen Trilogie veröffentlicht, welche er daraufhin in den Himmel über New York in 8 Kilometer hohen Buchstaben von fünf Flugzeugen hat schreiben lassen. In den 90ern hat Zurita seine Aufmerksamkeit diesem Teil der Wüste zugewandt, wo er diese großartigen Worte in den Sand hat planieren lassen.

Vielleicht am eindrucksvollsten an dieser außerordentlichen Landschaftskunst ist die Aufmerksamkeit zum Detail. Es ist eindeutig erkennbar, dass die Form der Buchstaben selbst exquisit gestaltet wurden – aber bei näherer Hinsicht zeigt sich der riesige Aufwand den dieser Prozess gekostet haben muss.

Wegen der Eigenschaften von Wüsten hätten diese Worte schon vor Jahren verwehen sollen. Abers es scheint, dass das örtliche Dorf die Betreuung des Gedichtes übernommen hat und die Kinder des Dorfes jeden Sonntag rausgeschickt werden, um den Wüstensand im Zaum und das Gedicht in Stand zu halten.

[UPDATE] Hier geht’s zu verwandten Beiträgen von unserem und dem englischen Google Sightseeing: Mut zur Lücke,Cowboy in Wüste gefunden, Marree Man und The Readymix Logo.

Dank an Frank Taylor beim ewig informativen Google Earth Blog, und yipero beim neu renovierten Keyhole Forums.

Antlitz Jesu auf Sanddüne entdeckt

Posted by Jenni, Dezember 1, 2008

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Es muss sich um Jesus handeln, nicht wahr? Schließlich taucht der Typ ständig irgendwo auf, auf Toasts, Pilzen und was weiß ich nicht noch alles, und diesmal anscheinend halt auf einer Sanddüne .

Face in sand dune

Dank und Segen an Mick D und Greg Day.

Geisterstadt: Kolmanskuppe

Posted by Jenni, November 14, 2008

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Dies ist die erste Folge einer gelegentlichen Serie, in der wir uns die interessantesten verlassenen Städte der Welt ansehen.

1908 wurden in der Namib Wuste Diamanten entdeckt, und eine der Städte die entstanden um die ankommenden Minenarbeiter zu beherbergen und zu unterhalten war Kolmanskuppe.

Kolmanskuppe wurde nach dem Vorbild einer deutschen Stadt entwickelt, und prahlte zu seinen besten Zeiten mit einem Krankenhaus, einem Ballsaal, einem Kraftwerk, einer Schule, einer Kegelbahn, einem Theater, einem Kasino und einem Bahnhof.

10 Jahre später, am Ende des Ersten Weltkriegs, kündigte ein riesiger Preissturz für Diamanten den Anfang des Endes von Kolmanskuppe an. 1936 wurden größere Einlagen an wertvollen Diamanten in der Nähe der Küste gefunden, und die Minenarbeiter fingen an in die neu gegründete Stadt Oranjemund aus zuwandern.

In den 1950ern war Kolmanskuppe dann komplett verlassen, und die weitläufige Wüste fing an die Stadt zurückzugewinnen, die Gebäude ab zutragen und sie langsam mit Sand zu füllen.

Jüngst spielte Kolmanskuppe in Filmen eine Rolle, und heute ist es eine beliebte Touristenattraktion die von der De Beers Diamantengesellschaft unterhalten wird. Die Stadt ist ausgiebig von Fotografen auf Flickr dokumentiert wurden, und hat sogar ganze Musikalben inspiriert.

Mehr über Kolmanskuppe und Oranjemund gibt es auf Wikipedia.

Dank an Phillip Lockwood-Holmes.

Betonkunst

Posted by Joe, November 12, 2008

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Hier in Marfa, Texas, sehen wir das Muster von ‘15 Untitled Works in Concrete’, eine riesige Betoninstallation veröffentlicht in der ‚Chinati Foundation’, ein modernes Kunstmuseum das von dem für die Betoninstallation verantwortlichen Künstler Donald Judd konzipiert und gegründet wurde.

Judd war ein minimalistischer Bildhauer, der 1979 1.4 km² an Wüste für eine gemeinnützige Kunststiftung erworben hat, die Judd selbst und seinen Zeitgenossen gewidmet wurde – Zeitgenossen wie zum Beispiel der GSS Liebling Claes Oldenburg, zu dem es schon mehrere Sights gab (1, 2, 3).

’15 Untitled Works in Concrete’ besteht tatsächlich aus sechzig fünf Meter langen Betonklötzen, die in fünfzehn verschiedene Formationen angeordnet sind. Das gesamt Werk erstreckt sich fast einen Kilometer über die Wüste, was auch erklären würde, weshalb Judd vier Jahre gebraucht hat um es zu vollenden!

Die ‘Chinati Foundation’ website zeigt einige sehr gute Bilder des Kunstwerks, die vorort aufgenommen wurden.

Dank an Nathaniel, der sogar schon in einer dieser Kunstwerke Mittag gegessen hat!

Australischer Road Train

Posted by Andreas, August 15, 2008

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Als Google kürzlich Street-Views von einigen ausgedehnten einsamen Straßen durch das Innere Australiens veröffentlichte, erwarteten die meisten Leute hier draußen wenig Besonderes.

Ehrlich gesagt, lagen diese Menschen zum großen Teil ganz richtig. Allerdings entdeckte die Street-View Crew dann und wann doch etwas von Interesse. In den Wüsten von Südaustraliens auf dem Stuart Highway, können wir einen heran nahenden Truck sehen. Und offenbar ist es ein wirklich großer Truck!

Moment mal – ist das etwa noch ein Truck, der da gefährlich eng hinter dem ersten fährt? Nein – der erste riesige Truck zieht einen Tieflader, …. auf dem noch Truck steht und dahinter noch einen Anhänger!

Das Zeichen am Ende dieses riesigen Gefährts erläutert netterweise, dass es sich hier um einen so genannten “ROAD TRAIN” handelt – eine Art Lasttransport wie er in abgelegenen Gebieten Australiens, der USA und West-Kanadas genutzt wird, um sehr große Ladungen über sehr weite Entfernungen zu transportieren. In den USA und Canada sind die Bezeichungen “Triples,” “Turnpike doubles” und “Rocky Mountain doubles” gebräuchlicher.

Der hier gezeigte Road Train ist übrigens ein “Triple”, und dazu noch “doubled-up” (d.h. er transportiert weitere leere Road Train-Anhänger), aber einige dieser Züge ziehen bis zu 4 aufeinander folgende Anhänger. Australien hat die größten und schwersten legalen Lastzüge der Welt, von den einige bis zu 200 Tonnen wiegen.

Auf der englischen Google Sightseeing: Trucks Pulling Trucks

Dank an Virtual Globe Trotting

Die große Düne von Pyla (Wüstenwoche)

Posted by Andreas, Juni 18, 2008

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Fortsetzung der ersten GSS Wüstenwoche!

Obwohl es sich im engeren Sinne um keine Wüste handelt, ist die große Düne von Pyla (oder Pilat) an der südlichen Atlantikküste Frankreich gelegen, die mit Abstand größte Sanddüne Europas. Die Düne hat eine Ausdehnung von 500m mal 3 km und ist bis zu 117 hoch, besteht also ungefähr aus 60,000,000 m³ Sand.

Bedauerlicherweise lässt sich die riesige Wanderdüne nicht darauf ein, unbeweglich an ihrem Standort zu verharren, sondern scheint wild entschlossen, den angrenzenden Wald und allles andere, was sich ihr in den Weg stellt, zu verschlingen. Vorangetrieben durch den Abtrag der Küste bewegt sich die Düne mit einer Geschwindigkeit von ungefähr 5 Meter pro Jahr ins Landesinnere, was multipliziert mit ihrer Länge bedeutet, dass ihr jährlich 15,000 qm2 zum Opfer fallen.

Straßen und mehrere Häuser sind durch das Voranscheiten der Düne schon vertilgt worden have already been obliterated by the dune’s progress, und wenn man die gegenwärtige Entwicklung anhält, wird in 40 Jahren auch die Straße nach Biscarrosse und der Campingplatz für immer verschwunden sein.

Für weitere Informationen gibt es – leider nur auf französisch und englisch – die offizielle Website der großen Düne von Pyla inklusive Fotogalerie in der es auch gute Fotos des im Sand versinkenden Waldes) gibt und natürlich die ausführliche Wikipedia Seite gibt.