Die Skelettküste
Namibias Skelettküste ist benannt nach zwei verschiedenen Arten von Skeletten, die den Küstenstrand zumüllen: Skelette von Walen, und von Schiffen.
Dank massivem Walfang trifft man die Walskelette nur noch selten an, dafür sind es die Gerippe der Schiffe die bleiben, und an denen der rostige Zahn der Zeit nur langsam nagt.
Zum Beispiel fuhr hier die Eduard Bohlen auf Grund im Jahre 1909.
Angeblich zieren tausende von Schiffen die Küstenlinie; kein Wunder, wenn man bedenkt, dass die Wetterverhältnisse hier von orkanartigen Winden, dickem Nebel und wilden Brandungen bestimmt werden.
Die Otavi lief 1945 auf Grund mit einer Ladung Guano, die sie von den Mercury Islands aus transportierte.
Einmal auf Grund gelaufen ist das Schicksal der Besatzung ihr Übriges zu dem Küstennamen beizutragen, da die zuvor schon erwähnte Namib Wüste sich sehr ungastlich gegenüber Lebewesen verhält.
Diese Tatsache ignorierend fand es wohl jemand eine gute Idee, in dieser einsamen Wüste einen Bohrturm aufzustellen. Aber dieser teilte bald das Schicksal der Wale, Schiffe und Seemännern und fristet sein dasein nun als rostiges Skelett.
Seit 1971 handelt es sich bei der Skelettküste um einen geschützten Nationalpark, und es stellt sich heraus, dass der alte Bohrturm doch noch zu was nütze ist, denn er bietet ideale Nestgelegenheiten der dort ansäßigen Vogelpopulation an.
Das berühmteste Wrack der Skelettküste ist die Dunedin Star, ein Passagierschiff, dass 1942 an der Küste aufgelaufen ist. Die darauffolgende Rettungsaktion endete mit zwei weiteren Wracks - zum einen strandete auch das Rettungsboot, das man extra geschickt hatte, zum anderen stürzte auch noch ein kleines Flugzeug ab, das zu Hilfe geeilt kam. Die gesamte tragische Geschichte ist auch nachzulesen in John Marshs Buch Skeleton Coast(komplett auf Englisch online).
Dank an sasroodkapje’s fantastic visible shipwreck collection und Artificial Owl, die auch Direktaufnahmen der Bohrinsel online bereitstellen.














