Alle Sights in Afrika

Google Sightseeing nimmt euch mit auf eine Weltreise per Satellit, mittels dem frei erhältlichen Google Earth Program, oder Google Maps in eurem Browser. Jede Woche präsentieren eure Fremdenführer Jenni und Joe neue skurrile und wundervolle Entedeckungen, vielen davon von unseren Lesern selbst vorgeschlagen.

Jenni und Joel

Die Skelettküste

Posted by Joe, November 26, 2008

1 Star2 Stars3 Stars4 Stars5 Stars

Namibias Skelettküste ist benannt nach zwei verschiedenen Arten von Skeletten, die den Küstenstrand zumüllen: Skelette von Walen, und von Schiffen.

Dank massivem Walfang trifft man die Walskelette nur noch selten an, dafür sind es die Gerippe der Schiffe die bleiben, und an denen der rostige Zahn der Zeit nur langsam nagt.

Zum Beispiel fuhr hier die Eduard Bohlen auf Grund im Jahre 1909.

Angeblich zieren tausende von Schiffen die Küstenlinie; kein Wunder, wenn man bedenkt, dass die Wetterverhältnisse hier von orkanartigen Winden, dickem Nebel und wilden Brandungen bestimmt werden.

Die Otavi lief 1945 auf Grund mit einer Ladung Guano, die sie von den Mercury Islands aus transportierte.

Einmal auf Grund gelaufen ist das Schicksal der Besatzung ihr Übriges zu dem Küstennamen beizutragen, da die zuvor schon erwähnte Namib Wüste sich sehr ungastlich gegenüber Lebewesen verhält.

Diese Tatsache ignorierend fand es wohl jemand eine gute Idee, in dieser einsamen Wüste einen Bohrturm aufzustellen. Aber dieser teilte bald das Schicksal der Wale, Schiffe und Seemännern und fristet sein dasein nun als rostiges Skelett.

Seit 1971 handelt es sich bei der Skelettküste um einen geschützten Nationalpark, und es stellt sich heraus, dass der alte Bohrturm doch noch zu was nütze ist, denn er bietet ideale Nestgelegenheiten der dort ansäßigen Vogelpopulation an.

Das berühmteste Wrack der Skelettküste ist die Dunedin Star, ein Passagierschiff, dass 1942 an der Küste aufgelaufen ist. Die darauffolgende Rettungsaktion endete mit zwei weiteren Wracks - zum einen strandete auch das Rettungsboot, das man extra geschickt hatte, zum anderen stürzte auch noch ein kleines Flugzeug ab, das zu Hilfe geeilt kam. Die gesamte tragische Geschichte ist auch nachzulesen in John Marshs Buch Skeleton Coast(komplett auf Englisch online).

Dank an sasroodkapje’s fantastic visible shipwreck collection und Artificial Owl, die auch Direktaufnahmen der Bohrinsel online bereitstellen.

Geisterstadt: Kolmanskuppe

Posted by Jenni, November 14, 2008

1 Star2 Stars3 Stars4 Stars5 Stars

Dies ist die erste Folge einer gelegentlichen Serie, in der wir uns die interessantesten verlassenen Städte der Welt ansehen.

1908 wurden in der Namib Wuste Diamanten entdeckt, und eine der Städte die entstanden um die ankommenden Minenarbeiter zu beherbergen und zu unterhalten war Kolmanskuppe.

Kolmanskuppe wurde nach dem Vorbild einer deutschen Stadt entwickelt, und prahlte zu seinen besten Zeiten mit einem Krankenhaus, einem Ballsaal, einem Kraftwerk, einer Schule, einer Kegelbahn, einem Theater, einem Kasino und einem Bahnhof.

10 Jahre später, am Ende des Ersten Weltkriegs, kündigte ein riesiger Preissturz für Diamanten den Anfang des Endes von Kolmanskuppe an. 1936 wurden größere Einlagen an wertvollen Diamanten in der Nähe der Küste gefunden, und die Minenarbeiter fingen an in die neu gegründete Stadt Oranjemund aus zuwandern.

In den 1950ern war Kolmanskuppe dann komplett verlassen, und die weitläufige Wüste fing an die Stadt zurückzugewinnen, die Gebäude ab zutragen und sie langsam mit Sand zu füllen.

Jüngst spielte Kolmanskuppe in Filmen eine Rolle, und heute ist es eine beliebte Touristenattraktion die von der De Beers Diamantengesellschaft unterhalten wird. Die Stadt ist ausgiebig von Fotografen auf Flickr dokumentiert wurden, und hat sogar ganze Musikalben inspiriert.

Mehr über Kolmanskuppe und Oranjemund gibt es auf Wikipedia.

Dank an Phillip Lockwood-Holmes.

Sand Tornado (Wüstenwoche)

Posted by Andreas, Juni 17, 2008

1 Star2 Stars3 Stars4 Stars5 Stars

**Fortsetzung der ersten Wüstenwoche. Für eine Woche publizieren wir vor allem Wüstenthemen! **

Die Sahara ist sicherlich die bekannteste Wüste der Welt und bedeckt den Großteil Nord-Afrikas. Hier schauen wir nur auf einen Winzigen Fleck in Teil in Niger. Es fällt auf den ersten Blick nicht auf, aber wenn ihr genau auf die Spitze dies Sanddüne schaut, seht ihr etwas, was wir für einen Dust Devil halten - ein Tornado aus Sand.

Sandstürme sind in der Sahara üblich und die sich daraus ergbenen Wände aus Sand können bis zu 6000 Meter Höhe annehmen. Tatsächlich wird dürch Wüstenstürme, die in der Sahelzone ihren Ursprung haben, zeitweise soviel Sand in die Luft gewirbelt, dass es zu einer von unteren atlantischen Luftschichten getragenen sandhaltigen Luftschicht in der Erdatmosphäre kommt, die bis nach Nordamerika getragen werden kann, vor allem aber, wie auf diesem Foto von flickr.com zu sehen, auf den Kanarischen Inseln zu einer Verdunklung der Atmosphäre und sehr trockenen, staubigen Unwettern führt.

Das Foto kommt von Google Earth und ist Teil des National Geographic Megaflyover Projects. Schaut euch auch dei früheren Beiträge mit weiteren dieser fantastischen hochauflösenden Bilder an!

Lest mehr über Staubteufel und die Sahara auf Wikipedia.

Danke an Yvan.

Wüste Namib

Posted by Andreas, Juni 16, 2008

1 Star2 Stars3 Stars4 Stars5 Stars

Die Namib in Namibia und Angola bildet einen Teil des Namib-Naukluft National Park, und erstreckt sich über ein Gebiet von 50,000 km². In diesem Teil der Erde herrscht seit mindestens 55 Millionen Jahren ein trockenes Klima, was die Namibische Wüste zur ältesten Wüste der Welt macht.

Ein großer Teil der Atlantikküste Namibias entfällt auf die Namib Wüste, wo das Zusammentreffen der feuchten Seeluft und der knochentrockenen Wüstenluft zu enormer Nebelbildung und starken Strömungen führt, was diesen Küstestreifen ebenso wie die bekanntere nördlich gelegenen Skelettküste zu einer tödlichen Gefahr für viele Seeleute werden ließ.

Mit scharfen Augen sind lassen sich auf diesem Bild einige Schiffswracks zu erkennen!

Abseits der Küste kommt es in dieser enormen Wüste zu weniger als 10 mm Regen pro Jahr, was abgesehen von den spektakulären und komplexen Dünenformationen, zu extremer Ödnis und Trockenheit führt.

Im östlichen Teil der Wüste befindet sich das bekannte Sossusvlei, auch Salzpfanne genannt, welches zeitweise von Wasser bedeckt wird wenn eine Sturzflut den Tsauchabfluss füllt. Achtet auf den Touristenbus im Schatten eines Baums.

Südlich liegt die Dead Vlei genannte Salzpfanne wo man sogar von hier aus “Skelette” von Bäumen ausmachen kann die schätzungsweise über 900 Jahre alt sind - von der Sonne scharz verbrannt und aus Mangel an Feuchtigkeit nicht verrotten.

Vielleicht am eindrucksvollsten der hier abgebildeten Sights sind aber möglicherweise die gigantischen Dünen, welche die die Salzpfannen umschließen. Einige von ihnen sind bis zu 340 metres hoch, und damt die höchsten Sanddünen der Welt.

Seht euch auch auf Flickr die gigantischen Dünen, die Baumskelette, oder die Dünen aus Sicht des Dead Vlei an.

Auch bei Wikipedia finden sich mehr infos der Namib Wüste, des Namib-Naukluft National Parks, des Tsauchab, Sossusvlei und des Dead Vlei.