Alle Sights in Niger

Google Sightseeing nimmt euch mit auf eine Weltreise per Satellit, mittels dem frei erhältlichen Google Earth Program, oder Google Maps in eurem Browser. Jede Woche präsentieren eure Fremdenführer Jenni und Joe neue skurrile und wundervolle Entedeckungen, vielen davon von unseren Lesern selbst vorgeschlagen.

Jenni und Joel

UTA Flug 772 Denkmal (Wüsten Woche 2)

Posted by Jenni, Juni 22, 2009

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Willkommen bei der zweiten GSS Wüsten Woche! Diese Woche geht es in den Beiträgen um – genau, ihr habt es erraten – Wüsten!1

Selbst nach Sahara Maßstäben ist die Ténéré Region im nördlichen Niger ziemlich verwüstet: ein weites Meer von Sand, nur gelegentlich von einem felsigen AuufSchluss unterbrochen, wo pro Jahr kaum 5 cm REgen fallen. Daher ist es etwas überraschend ein riesiges Bild einer DC-10 zwischen den Dünen zu sehen.

Ténéré desert Flight 772 memorial

Die Geschichte hinter diesem auffallendem Bild ist tragisch: es ist ein Denkmal and den UTA Flug 772, der über dieser Stelle von einer Kofferbombe 1989 in der Luft zersprengt wurde, wobei 170 Leute ums Leben kamen[^1]. Eine Untersuchung ergab, dass libysche Terroristen für die Explosion verantwortlich waren, die 46 Minuten nach Abflug des Flugzeuges vom N’Djamena International Airport in Chad statt fand, auf dem Weg nach Paris.

N'Djamena airport Maya-Maya airport, Brazzaville

Das Denkmal wurde 2007 von der ‘Les Familles de l’Attentat du DC-10 d’UTA’, einer Vereinigung für die Familien der Opfer, erstellt, um den 18. Jahrestag des Unglücks zu gedenken. Es wurde durch einen Abfindungsfond finanziert, die die libysche Regierung an die Familien zahlte, und wurde von 100 Leuten erbaut, die größtenteils per Hand unter der Wüstensonne arbeiteten.

Die lebensgroße Silhoutette des Flugzeuges liegt innerhalb eines Kreises mit einem Durchmesser von mehr als 60 Metern, und wurde durch dunkle Steine gestaltet, die in den Sand gesetzt wurden. Um den Kreis herum sind 170 zerbrochene Spiegel, die die verstorbenen repräsentieren, und Pfeile welche die Punkte eines Kompasses markieren. Am nördlichen Punkt ist ein Teil des rechten Flügels der DC-10 errichtet wurden, mit einer Plakette welche an die Opfer erinnert.

Ground view of memorial

Die Vereinigung hat eine Website (auf Französisch) mit einem bewegendem Film über die Absturzstelle – die immer noch mit perfekt erhaltenen Flugzeugtrümmer übersät ist – und zahlreiche Fotos über die Konstruktion des Denkmals. (Dies sind ziemlich große PDF Datein, aber das herunterladen lohnt sich, da sie die kahle Schönheit der Region vermitteln, sowie die beindruckende Größe des Denkmals).

Dank an Tom Van Steen.


  1. Beim englischen GGS war letzte Woche schon Wüsten Woche, aber um mit den Übersetzungen mithalten zu können, gibt es sie bei uns eine Woche später. 

Steinkreise in der Sahara

Posted by Joe, März 20, 2009

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Streift man mitten durch die Sahara, so begegnet einem in den nördlichen Dünen von Niger im Sand ein Kreis, der offensichtlich nicht natürlichen Ursprungs ist.

Der Kreis an sich hat einen Durchmesser um die 50 Meter. Er wird aber von vier Eckmarkierungen eingerahmt, die zusammen ein Rechteck mit einer Seitenlänge von 620 Metern bilden.

Glaubt man dieser französischen Website, dann wurden ähnliche Kreise und Markierungen überall in der Sahara zu Beginn der Kolonialzeit von französischen Soldaten erstellt, auch wenn keiner sicher sagen kann, warum sie dies taten (vielleicht als Ersatz für Straßenschilder in der Wüste?!). Ein sehr schönes Photo von einem solchen Kreis zeigt National Geographic aus der Froschperspektive (dabei handelt es sich allerdings um einen Kreis ohne weitere Markierungen).

Bei unserem Kries, auf jeden Fall, sieht man, wenn auch nur eher schwach, über den Kreis verlaufend weitere Markierungen, die vielleicht einst ein provisorischer Weg waren.

Bei näherer Betrachtung scheint es so, als wäre dieser spezielle Kreis nach seiner Erstellung noch einmal verändert worden. Auch wenn es ein wenig schwer zu lesen ist, so erkennt man deutlich das Wort “FACHI” innerhalb des Kreises. Vielleicht haben kleine Jungs aus dem nahe gelegenen, gleichnamigen Dorf diesen Schriftzug hinzugefügt.

Einen ähnlichen, aber bizarreren Kreis hatten wir schon einmal auf Google Sightseeing.

Dank an Crash.

Sand Tornado (Wüstenwoche)

Posted by Andreas, Juni 17, 2008

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**Fortsetzung der ersten Wüstenwoche. Für eine Woche publizieren wir vor allem Wüstenthemen! **

Die Sahara ist sicherlich die bekannteste Wüste der Welt und bedeckt den Großteil Nord-Afrikas. Hier schauen wir nur auf einen Winzigen Fleck in Teil in Niger. Es fällt auf den ersten Blick nicht auf, aber wenn ihr genau auf die Spitze dies Sanddüne schaut, seht ihr etwas, was wir für einen Dust Devil halten – ein Tornado aus Sand.

Sandstürme sind in der Sahara üblich und die sich daraus ergbenen Wände aus Sand können bis zu 6000 Meter Höhe annehmen. Tatsächlich wird dürch Wüstenstürme, die in der Sahelzone ihren Ursprung haben, zeitweise soviel Sand in die Luft gewirbelt, dass es zu einer von unteren atlantischen Luftschichten getragenen sandhaltigen Luftschicht in der Erdatmosphäre kommt, die bis nach Nordamerika getragen werden kann, vor allem aber, wie auf diesem Foto von flickr.com zu sehen, auf den Kanarischen Inseln zu einer Verdunklung der Atmosphäre und sehr trockenen, staubigen Unwettern führt.

Das Foto kommt von Google Earth und ist Teil des National Geographic Megaflyover Projects. Schaut euch auch dei früheren Beiträge mit weiteren dieser fantastischen hochauflösenden Bilder an!

Lest mehr über Staubteufel und die Sahara auf Wikipedia.

Danke an Yvan.