Wracks on the Rocks
Diese Flecken hier sind nicht irgendwelche Felsen in der Antarktis, was man vielleicht leicht denken könnte, sondern Molodjoschnaja, eine russische Forschungsstation in der Antarktis, die noch zur Zeiten der UdSSR errichtet wurde. Natürlich gibt es hunderte von Forschungsstationen an der Antarktis, und eine Handvoll davon gehören Russland, aber diese hier sticht aus der Masse heraus, und zwar durch auffällig viele, abgestürzte Flugzeuge, die sich in der näheren Umgebung befinden.
Die Forschungsstation öffnete 1962. Ihre Hochphase hatte sie zwischen 1970 und 1984. wo zahlreiche meteorologische Forschungsprojekte durchgeführt wurden. Unter anderem worden über 1.000 Höhenforschungsraketen gezündet. Wie bei so vielem ging aber der Zusammensturz der UdSSR auch an Molodjoschnaja nicht spurlos vorbei, so dass die Station schon 1984 permanent geschlossen wurde.1
Nun aber zu dem außergewöhnlichen Punkt dieser Station: die vielen, abgestürzten Flugzeuge. Direkt etwas westlich von der Station liegt schon das erste, halb vergraben im Schnee. Dieses Flugzeug des Typus Aeroflot Il-14 war auf dem Rückflug zur UdSSR, als kurz nachdem Start die Motoren ausfielen und das Flugzeug abstürzte. Tragischer Weise überlebten vier der sieben Passagiere das Unglück nicht.
Auch wenn das Flugzeug selber noch gut erhalten aussieht (das Foto ist gerade mal 3 Jahre alt, und das Wrack sieht fast noch wie neu aus), ist es dennoch vor 30 Jahren abgestürzt. Das kalte Wetter und die immer fast unveränderten, harten Umwelteinflüsse konservieren das Wrack nahezu perfekt und halten es unveränderlich an seinem Absturzort fest.
Schaut man sich in der weiteren Umgebung um, so findet man vier weitere Flugzeugwracks. Vielleicht war dies des wahre Grund, warum die Station geschlossen worden ist – die unmöglichen Start- und Landebedingungen für Flugzeuge.
Dank an GEarthHacks.
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Der Leiter der RAE (Russische Antarktik-Expeditionen) kündigte zwar 2006 an, dass die Station möglicherweise im Antarktischen Sommer 2007/08 ihren Betrieb wieder aufnehmen könnte. Seitdem geschah weiterhin aber nichts mit ihr. ↩







