Alle Sights in China

Google Sightseeing nimmt euch mit auf eine Weltreise per Satellit, mittels dem frei erhältlichen Google Earth Program, oder Google Maps in eurem Browser. Jede Woche präsentieren eure Fremdenführer Jenni und Joe neue skurrile und wundervolle Entedeckungen, vielen davon von unseren Lesern selbst vorgeschlagen.

Jenni und Joel

Potala-Palast, Tibet

Posted by Andreas, August 12, 2008

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Dies ist der riesige Potala-Palast in Lhasa, Tibet, die Winterresidenz des Dalai Lama (des geistigen und politischen Oberhauptes der Tibeter), bis der jetzige 14te Dalai Lama 1959 im Verlauf der chinesischen Invasion und der darauf folgenden Aufstände ins indische Exil floh. Das Gebäude enthält die heiligen goldenen Stupas der vorangegangenen acht Dalai Lamas.

Der 117 Meter hohe Palast wurde auf einer Höhe von 3.700 m gebaut und umfasst eine Fläche von 400 mal 350 Metern. In den dreizehn Stockwerken des Gebäudes befinden sich 1000 Räume, 10.000 Schreine und etwa 200.000 Statuen. Am südlichen Fuß des Felsens befindet sich eine große von Mauern und Toren eingeschlossene Fläche, von wo aus flache Treppen auf den Gipfel des Felsens führen.

Seit die chinesische Regierung ihre Besetzung 1959 formalisierte, ist der größte Teil des historischen Tibet unter dem Namen Autonomes Gebiet Tibet bekannt. Bis heute werfen Menschenrechtsorganisationen der chinesischen Regierung die Verfolgung und Unterdrückung der einheimischen Bevölkerung vor, während die chinesische Regierung behauptet, Tibet verfüge über ein “hohes Maß an Autonomie”.

Inzwischen ist der Potala-Palast ein Museum und der Dalai Lama residiert in Indien, wo er die Tibetische Exilregierung leitet.

Die Potala-Palast Seite auf Wikipedia enthält weitere historische Informationen. Daneben gibt es eine Fülle von exzellenten Fotos bei Flickr. Für mehr Informationen über die Besetzung von Tibet, geht auf die Free Tibet Website.

Dank an Faine Greenwood, Krystal und Steve.

Olympia 2008: Nationales Schwimmzentrum (Water Cube)

Posted by Andreas, August 11, 2008

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Dies ist das phatastisch aussehende Nationale Schwimmzentrum Peking, besser bekannt als Water Cube. Das Gebäude ist vielleicht am besten als ein Stück “Kuchen aus Schaum” umschrieben. Beleuchtet wirkt es einfach unbeschreiblich aus.

Während der Olympischen Sommerspiele in Beijing Olympics fanden hier die Schwimmwettbewerbe, das Turmspringen sowie das Synchronschwimmen statt. Es liegt im westlichen Teil des Olympic Green, 150 m vom Vogelnest entfernt.1

Das Design des Space-Frame, der die Halle trägt, basiert auf einer Konstruktion deren Theorie ursprünglich vom viktorianischen Physiker Lord Kelvin stammt. Die Idee wurde in den 90er Jahren weiter entwickelt in the 90s, und beinhaltet, dass eine Kombination von Dodekaedern und Tetrakaidekaedern (12 und 14-seitigen Gebilden) genutzt werden kann, um Räume in Zellen gleicher Größe mit der geringsten Oberfläche zwischen ihnen aufzuteilen. Im Fall des Schwimmzentrums wird dadurch die maximale Ausbeute an Lichteinlass erreicht und reduziert gleichzeitig die Kosten zur Beheizung der Becken erreicht!

Der Rahmen ist in 3.500 Elemente aus transparenter hellblauer ETFE-Folie gehüllt und bildet damit die die größte ETFE-Verkleidung der Welt - noch größer als das größte Gewächshaus der Welt, des bereits auf der englischen GSS vorgestellten Eden Projekts. ETFE ermöglicht eine höhere Licht- und Temperaturdurchlässigkeit als Glas und reduziert so die Heizkosten um 30 Prozent.

Mehr übers Nationale Schwimmzentrum gibt es bei Wikipedia, und ein englischsprachiger Artikel über theoretische Physik gibt es beim Guardian.


  1. Es sollte erwähnt werden, dass im Lichte dessen, was während der Eröffnungszeremonie zu sehen war, die Google Bilder von Probeläufen stammen! Der Globus, der aus der Mitte des Stadions aufstieg, kommt, wie gut zu erkennen ist aus einer riesigen Falltür. Falls ihr die Zeremonie nicht gesehen habt, ist hier ein Bild zum Vergleich. 

Olympia 2008: National Stadion Peking (Vogelnest)

Posted by Andreas, August 8, 2008

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Falls ihr euch in letzter Zeit nicht unter einem sehr großen Felsen versteckt habt, werdet ihr mitbekommen haben, dass momentan die Olympischen Sommerspiele 2008 ausgetragen werden. Die Eröffnungsfeier in Peking begann am 8.8.08 um 8 Uhr abends Ortszeit. Dieses Datum hat in China eine besondere Bedeutung, da die Zahl 8 hier Glück bringen soll.

10,500 Athleten treten hier in 302 Wettkämpfen in 28 Sportarten gegeneinander an. Die Auswahl des Ortes für dieses Ereignis war schon im Vorfeld umstritten. Abgesehen von politischen Themen musste das Land sehr hohe Investitionen für neue Gebäude und Transportsystemen vornehmen - 12 der 37 Austragungsorte sind neu.

Google hat kürzlich aktuelle Bilder von Peking veröffentlicht, daher können wir die fertigen Gebäude sehen, obwohl einige von ihnen erst vor ein paar Wochen fertig gestellt wurden!

Heute geht es um das Herzstück der Austragungsorte, das Pekinger National Stadion. Im März diesen Jahres fertig gestellt, bekam es aufgrund seiner nestartigen Außenstruktur, in welcher 36 km Stahlprofile verbaut wurden, schnell den Spitznamen “Vogelnest”.

Das 330 m lange, 220 m breite und 69.2 m hohe Vogelnest kostete ca 3.5 Milliarden yuan, und wird während der Spiele bis zu 91.000 Zuschauer fassen, die hier die wichtigsten Leichtathletik und Feldwettkämpfe sehen.

Ursprünglich sollte das Guangdong Olympiastadion der Hauptaustragungsort dieser Olympiade werden aber es wurde schnell klar, dass sich die Chinesen der Welt mit etwas wesentlich neuerem und spektakulärerem präsentieren wollten.

Falls ihr Google Earth benutzt könnt ihr 3D Modelle der Orte sehen, die wir während der Spiele präsentieren, indem ihr die “3D Buildings”-Ebene aktiviert.

Lest mehr über das Nationalstadion und die Olympischen Sommerspiele 2008 auf Wikipedia. Auf boston.com’s Big Picture blog könnt ihr darüber hinaus noch absolut beeindruckende Fotos von Chinas Vorbereitungen auf die Spiele sehen!

Dank an Dave and Christian Stüben.

Eisstraßen Trucker

Posted by Andreas, Juli 8, 2008

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Blickt man auf den gefrorenen Amurstrom, der an Chinas Nordgrenze zu Russland verläuft, sieht man hier einige Trucks, die von den furchtlosen und legendären Eisstraßen Truckern gefahren werden!

Auch wenn es auf den ersten Blick aberwitzig erscheint, für schwere LKW “Eisstraßen” über Seen, Flüsse oder Meere zu bauen, ist es tatsächlich oft besser als sie auf dem Land anzulegen, da auf dem Eis im Gegensatz zu hügeligen und bewaldeten Gelände lange und glatte Untergründe ja schon bestehen. In diesem Fall sieht es so aus, als ob es auch der einzig mögliche Weg über den Fluss ist.

In einem tonnenschweren Truck über zugefrorene Gewässer zu fahren ist natürlich einigermaßen gefährlich. Abhängig vom Land muss das Eis nur ungefähr 20cm dick sein um von den Behörden für die Trucks freigegeben zu werden, wobei die Geschwindigkeiten dann oft auf schmerzhaft langsame 26km/h begrenzt werden. Glücklicherweise scheinen es unsere Trucker nicht allzu weit zu haben, anders als die Männer, die jedes Jahr die 568 Kilometer lange Winterstraße von Tibbitt nach Contwoyto Winter Road zurücklegen müssen.

Eisstraßen Trucker wurden durch eine amerikanische TV Show gleichen Namens berühmt, und offenbar wurde schon grünes Licht für auf der Serie basierenden Spielfilm gegeben, dessen Dreharbeiten noch 2008 beginnen. Ich habe die TV Show noch nicht gesehen, aber habe gehört, dass es wesentlich spannender ist, als langweilige Aufnahmen von einsamen Truckern, die mit 26km/h über einsame gefrorene Seen fahren.

Mehr über Eisstraßen auf Wikipedia.

Danke an pooms.