Kubas verschollener Diktator
Der Plaza de la Revolución (Revolutions Platz) in Kuba war ehemals Schauplatz ellenlanger Reden von Fidel Castro.
Bis zu einer Million Bürger wurden hier ‘ermutigt’ den ‘inspirierenden’ Reden bis zum bitteren Ende beizuwohnen, wozu sie oft Stunden um Stunden im Schatten des José Martí Denkmals ausharrten – Martí ist einer von Kubas Nationalhelden dank der Rolle, die er im Kampf um Kubas Unabhängigkeit von der spanischen Kolonialherrschaft gespielt hat.
Der Platz wird von imposanten Gebäuden gesäumt, wie zum Beispiel der Nationalbibliothek und dem Innenministerium, welche mit Schmiedearbeit in Gestalt des Abbildes eines weiteren Nationalhelden, Ernesto Che Guevara, und dem Text Hasta la Victoria Siempre (Immer bis zum Sieg!) geschmückt sind.
Mit Fidels Rückzug aus der Öffentlichkeit hat sein Bruder Raúl die Rolle des Präsidenten übernommen, und dabei angeblich die Beschränkungen der persönlichen Freiheiten etwas gelindert.
Derweil, auf der anderen Seite der Welt, ist die Nordkoreanische Regierung weniger offen über ihre Pläne der Nachfolge – erschreckend, bedenkt man die Gerüchte über Kim Jong-ils schlechten Gesundheitszustand.
Einige Betrachter glauben, er sei schon 2003 gestorben. Abstreiten lässt sich zumindest nicht, dass er mehrere öffentliche Anlässe in letzter Zeit verpass hat, wie zum Beispiel die Parade zum 60. Jubiläum des Landes im September 2008. Die Parade bestand aus der üblichen Ansammlung militärischer Ordensträger und führte an Sehenswürdigkeiten der Hauptstadt vorbei, wie zum Beispiel dem ‘Kim Il-sung Platz’ – nach Kim Jong-ils Vater benannt – und dem ‘Arc de Triomphe’, welcher aus Prinzip etwas grösser als das Original in Paris gebaut wurde.





