Alle Sights in Asien

Google Sightseeing nimmt euch mit auf eine Weltreise per Satellit, mittels dem frei erhältlichen Google Earth Program, oder Google Maps in eurem Browser. Jede Woche präsentieren eure Fremdenführer Jenni und Joe neue skurrile und wundervolle Entedeckungen, vielen davon von unseren Lesern selbst vorgeschlagen.

Jenni und Joel

Auroville

Posted by Jenni, Mai 13, 2009

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Auroville ist eine geplante, experimentelle und selbst ernannte “universelle” Stadt, in der Nähe des südindischen Ortes Puducherry.

Um einen massiven vergoldeten Dom, dem so genannten Matrimandir, herum gebaut, wurde Auroville mit der Hoffnung erschaffen, dass die Stadt ein Modell des Friedens, der Bildung, und der Verantwortung für die Umwelt sein würde.

Auroville Center

Die Stadt wurde 1968 von Mirra Alfassa gegründet, eine spirituelle Anführerin, die bei ihren Anhängern als “Die Mutter” bekannt war, und die die Leitsätze der Stadt sowie die verwaltende Organisationen geschaffen hat, die heute nebulös als “die Fundierung” bezeichnet wird.

Wenn man sich den Matrimandir genauer ansieht, zeigen sich seine unglaubliche Größe und architektonischen Komplexität – obwohl es irgendwie auch wie eine viel glänzendere Version von Disney World’s Epcot Centre aussieht.

Matrimandir

Einen Blick in den heiligen Meditationsraum im Inneren des Matrimandirs zu bekommen ist für Außenstehende schwierig, aber angeblich ist er mit poliertem weißen Marmor bedeckt, mit einem Licht reflektierendem Kristall, der im Zentrum des Raumes platziert ist. Obwohl die Beschreibung des Dekors sehr an einen schicken Nachtclub erinnert, wird der Raum als ein Ort geschildert, in dem man seine Besinnung finden kann.

Etwas weiter südlich kann man eine von Aurovilles raffinierten alternativen Energielösungen finden. Auf dem Dach der treffend benannten “Solar Küche” ist eine 15 Meter weite Solarschüssel angebracht, die das Licht von der Sonne konzentriert, um Wasser für das Restaurant zu heizen. Die Anlage ist so kraftvoll, dass sie genug Wasser auf 150°C erhitzen kann, um täglich 2.000 Mahlzeiten zu kochen!

solarbowl

Wenn ihr meint, dass diese utopische Oase vielleicht ein guter Ort sei um mal Pause vom hektischen Alltag zu machen, dann bietet Auroville diverse Übernachtungsmöglichkeiten für Touristen, und hat sogar ein Besucherzentrum.

Eine komplette Führung von und über Aurovilles Sehenswürdigkeiten, Kultur und Geschichte gibt es auf der offiziellen Auroville Website (allerdings nur auf Englisch) – das wesentlichste wird bei Wikipedia auch auf Deutsch erklärt.

Dank an Nilauro, Rob Alexandre, und Sudipto Ghosh.

Viel Luft in Tokyo

Posted by Joe, Mai 7, 2009

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Tokyo hat zwei Gebäude, die, obwohl sie anscheinend in keine Beziehung zueinander stehen, sehr ähnliche Namen haben: der Turm des Windes und der Turm der Winde.

Der Turm des Windes (oder auf Japanisch: Kaze no Tō) ist eine spektakuläre Konstruktion im Hafen Tokyos, die aus einem runden Fundament in blendend Weiß besteht, auf dem weiß-blau gestreifte Segel (so scheint es zumindest) ruhen.

Tower of Wind

Googelt man nach diesem Gebilde, dann gelangt man zu einer nicht unerheblichen Anzahl von Blogs und Websites, die herausgefunden haben, dass es sich hierbei nur um das Geheimversteck von Godzilla oder ersatzweise eines internationalen Superbösewichts handeln kann. Betrachtet man die Wirklichkeit, so ist man vielleicht ein wenig enttäuscht, denn der Windturm ist nichts weiter als ein wohl dekorierter Belüftungsschacht für die Tōkyō-wan-Aqua-Line, der weltgrößte Autotunnel unter Wasser. Der 9,6 Kilometer lange Tunnel ist kombiniert mit einer 4,4 Kilometer langen Brücke, die beide Seiten der Bucht in Tokyo verbindet und somit gut 100 Kilometer Autofahrt spart.

Der Turm der Winde ist ein 21 Meter hoher Turm auf dem Festland, welcher von dem Architekten Toyo Ito konstruiert wurde.

Tower of Winds

Der Anblick des Turms auf Street View ist eigentlich ziemlich unspektakulär – auf Live Maps sieht man dagegen, wie klein der Turm neben seinen ganzen Kollegen wirkt.

Tower of Winds Tower of Winds

Bei Nacht wird der Turm auf einmal lebendig – 1.000 LEDs, mehrere Duzend Neonleuchten und mehr als 30 Flutlichter reagieren auf die Geräusche der umgebenden Straßen und Autos, und natürlich auch auf die Bewegungen des Windes. So bekommt man eine einmalige Lichtshow zu sehen, die durch die Außen- und Innenbeleuchtung erzeugt wird. Laut Aussage des Architekten soll diese Lichtshow “die visuelle Komplexität Tokyos in metaphorischen Ausdrücken des niemals abbrechenden, immer sich ändernden Windes” repräsentieren. Wirklich gutes Bildmaterial dieser Lichtshow findet man auf Ego magazine und Lighting Academy.

Weltgrößter Fußball?

Posted by Jenni, April 30, 2009

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Hier in Niigata, Japan, ist der vielleicht weltgrößte Fußball zu sehen! Laut den Kommentaren im englischen Google Sightseeing, ist es ein Tank der “Hokuriku Gas” Gesellschaft, und angeblich ist er in der Zwischenzeit wieder in einem neutralen Grün angestrichen wurden.

Es ist gut müglich dass der Tank für 2002 Fußball Weltmeisterschaft dekoriert wurde, da einige der Spiele im nahegelegenen 42.300 sitzigem Niigata “Big Swan” Stadium gehalten wurden, dass nach seinem Dach benannt wurde, welches die Flügel eines ruhenden Schwans repräsentiert.

Dank an Jerome.

Die weltgrößte Sonnenuhr

Posted by Joe, April 28, 2009

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Im Herzen der “pinken Stadt” von Jaipur in Indien existiert ein Jahrhunderte altes Observatorium zur Beobachtung der Sterne und Zählung der Minuten.

Obschon die Instrumente des Observatoriums in ihren technologischen Fähigkeiten veraltet sind, beweißt Jantar Mantar kontinuierlich seine Bedeutung in der astronomischen Forschung. Auch ist das Observatorium im Besitz der weltgrößten Sonnenuhr, die mit über 27 Metern einen überwältigenden Anblick bietet.

sumrat-yantra

Das Samrat Yantra, was auf indisch soviel heißt wie das Hauptinstrument, wird benutzt um die Sekunden genaue Tageszeit zu berechnen – dafür wird vor allem die Position der Uhr und der Schatten, den sie wirft, benutzt. Ein geübter Astronom kann sogar mittels der Sternenbewegungen am Himmel und mit Hilfe des Yantras die Uhrzeit berechnen, wenn es Nacht ist.

ground-level

Maharaja Jai Singh II ließ Jantar Mantar im siebzehnten Jahrhunder bauen, zusammen mit vier weiteren Observatorien, die sich über ganz Indien verteilten. Dabei ist Jantar Mantar das größte der fünf. Seine Konstruktion basiert auf dem Observatorium in Neu Delhi (welches man unten sehen kann). Die anderen drei findet man dagegen in Ujain, Mathura, und Varanasi.

delhi

James has previously put together some instructions for reading sundials on Google Earth – who thinks than can work out the exact time these images were captured?

Die Briten meinen, sie könnten mit Hilfe dieser Anleitung die Sonnenzeit von Google Earth Bildern bestimmen – aber das können wir doch viel besser und schneller (die Briten haben 11 Stunden gebraucht bis zum ersten Kommentar, in dem die Uhrzeit drin stand), also ran, beweißt, was wir Deutschen können ;)

Das Festival von Rinpung Dzong

Posted by Jenni, April 23, 2009

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In unserem ersten Artikel aus dem kleinen, aber sehr hübschen Land Buthan besuchen wir die Stadt Paro und das buddhistische Kloster Rinpung Dzong.

Rinpung Dzong

In einem kleinen Flußtälchen und umgeben von malerischen Bergen liegt die Stadt Paro, Heimat für 20.000 Menschen und einer nicht unerheblichen Anzahl von Klostern, von denen Rinpung Dzong das Größte ist. Die Klostergebäude, wie wir sie heute sehen, wurden 1646 fertig gestellt, aber schon vorher wurden ein Tempel und eine kleine Festung auf der felsigen Anhöhe im fünfzehnten Jahrhundert errichtet. Zusätzlich zu dem Kloster beherbergen die Gebäude auch noch Verwaltungsbüros der Stadt und des umgebenden Distrikts.

Der Tempel wurde schon für einige Szenen des Films Little Buddha benutzt; besser bekannt ist er aber durch ein jährlich stattfindendes Festival1, welches neben einer großen Menge von Einheimischen auch eine immer größer werdende Anzahl von Touristen anlockt. Die Veranstaltung nimmt Platz in einem kleinem Hinterhof, welcher nur einen kurzen, aber sehr steilen Weg berghoch vom Kloster liegt.

Rinpung Dzong

Das Highlight des Festivals ist die Enthüllung eines 300 Jahre alten Banners bzw. Thangka. Das Thangka wird um Mitternacht an einer Wand eines vier Etagen Gebäudes ausgerollt (es handelt sich um das rechte auf dem Bild oben); danach stehen Menschen Schlange, um vorsichtig das Werk zu berühren, bevor es dann vor Morgengrauen wieder zusammengerollt und sicher verstaut wird, da ansonsten das Sonnenlicht die altehrwürdigen Farben ausbleichen könnte

Im Nordosten und etwas weiter bergauf erblicken wir einen ehemaligen Wachturm für das Kloster – mit einem einzigartigen Design aus sechs spiralförmigen Etagen – der nun als Nationalmuseum Bhutans dient.

Rinpung Dzong


  1. Dieser Blog bietet sehr gute Bilder und Beschreibungen des Paro Festivals – dazu muss man allerdings ersteinmal 1/3 der Seite herunter scrollen. 

Grenzübergang mal anders

Posted by Joe, April 15, 2009

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Die Straße zwischen der indischen Stadt Amritsar und ihrem pakistanischen Gegenüber Lahore kreuzt die Grenze genau im kleinen Dorf Wahga (oder Wagah, je nachdem, auf welcher Seite man steht), welche zweigeteilt wurde, als sich Pakistan 1947 von Indien abspaltete.

Wagah Während die meisten Grenzübergänge eher langweilige Orte sind, wo Formular ausgefüllt und Pässe abgestempelt werden, ist dieses kleine Örtchen Schauplatz eines der spektakulärsten Grenzzeremonien der Welt, wo Menschenmengen von beiden Nationen ihre eigene Tribüne zur festlichen Zelebrierung ihres Nationalismus aufgebaut haben.

Wagah

Jeden Tag passieren Menschen und Güter die Grenze, wobei dabei meistens Gepäckträger des einen Landes das Gepäck an der Grenze an Träger des anderen Landes weiterreichen. Ganz nebenbei gibt es dann auch noch bei Sonnenuntergang von beiden Nationen ein Truppenaufgebot, dass an der Grenze eine kleine Parade im fast schon aggressiven Stil aufführt, die viel Stampfen, Schwenken von Waffen, Zuschmeißen von Toren und das Einholen der Nationalflagge beinhaltet – wobei letzteres zeitlich präzise koordiniert stattfindet, damit keines der beiden Länder seine Flagge eher einholen muss.

Ihr müsst euch unbedingt die Bilder auf Panoramio und die einige der Videos auf YouTube ansehen, um einen wirklichen Eindruck von diesem Spektakel zu erhalten.

Dank an Mukesh Kanchan.

Die Große Weiße Pyramide von China

Posted by Jenni, April 2, 2009

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Es gibt eine Legende, dass sich in der Nähe der Stadt Xi’an in China eine gigantische weiße Pyramide – weitaus größer als alle Ägyptischen Pyramiden – befindet, die seit Jahrtausenden unentdeckt bleibt. Laut der Legende ist diese Pyramide eingekleidet mit schimmerndem Gestein und mit einem riesigen Juwel an der Spitze gekrönt…

Obwohl Archäologen und Bürokraten es seit Jahrzehnten verleugnet haben, ist es in der Tat so, dass bisher zwar keine weiße Pyramiden gefunden wurde – aber es gibt Pyramiden in China!

Es handelt sich hier um die angeblichen Begräbnisstätten mehrerer Kaiser und Generale, die auf dem weitreichendem Gelände verteilt1 und von unterschiedlicher Größe sind – einige sind ziemlich klein, andere dagegen könnten der Großen Pyramide von Gizeh Konkurrenz machen.

Überraschenderweise wurden diese Denkmäler erst 1994 zum ersten Mal weitgehend publiziert, als der deutsche Autor Hartwig Hausdorf sein Buch Die Weiße Pyramide veröffentlichte, in der er erzählt, wie er selbst versucht hat die mysteriöse Weiße Pyramide zu finden.

Bei Wikipedia gibt es einen kurzen Eintrag über die Chinesischen Pyramiden, aber für eine gründliche Untersuchung der Mythen, die diese Denkmäler umgeben, ist der englische Bericht auf unexplainedearth.com zu empfehlen, der auch einige sehr gute Aufnahmen vor Ort enthält.

Dank an Christoph Hoflack und Simon Brennan.


  1. Trotz vieler Stunden Recherche konnte das Google Sightseeing Team nicht herausfinden, wie viele Pyramiden es genau gibt – Berichte reichen von 20 bis 100. Wie viele könnt ihr finden? 

Die Weltgrößten Skateparks

Posted by Jenni, März 16, 2009

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Shanghai ist die bevölkerungsreichste Stadt Chinas, und, wie es sich für ein Population von über 20 Millionen ziemt, ist die Stadt stolzer Besitzer des weltgrößten Skateparks.

SMP Skatepark hat unglaubliche 13.700 m2 an Skatefläche, größtenteils mit einheimischen Stein und Granit belegt. Der Park hat zwei Skatebereiche, mehrere Becken, eine Fullpipe (video), eine 52 Meter lange hölzerne Vert Ramp, und einen 2.000 m2 Wettkampfbereich.

Von der Größe her kommt der Black Pearl Skatepark dem SMP Skatepark am nächsten, obwohl er nur 4.800 m2 groß ist. Der betonierte Park hat eine weite Auswahl an Becken, Übergängen und Straßengeländen. Und wenn es einem beim Skaten langweilig wird, ist der blaue Bereich südlich des Parks tatsächlich eine Surfmaschine, die fähig ist pro Minute 570.000 Liter Wasser herumzuschleudern und Surfwellen über 3 Meter hoch zu produzieren!

Weitere Berichte über Skateboarding gibt es im englischen Google Sightseeing: Marseille Skatepark, Kona Skatepark und Danny Way’s Mega Ramp.

Dank an WebUrbanist.