Alle Sights in Philippinen

Google Sightseeing nimmt euch mit auf eine Weltreise per Satellit, mittels dem frei erhältlichen Google Earth Program, oder Google Maps in eurem Browser. Jede Woche präsentieren eure Fremdenführer Jenni und Joe neue skurrile und wundervolle Entedeckungen, vielen davon von unseren Lesern selbst vorgeschlagen.

Jenni und Joel

Mayon (Vulkanwoche)

Posted by Jenni, August 14, 2009

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Über den Ebnen der Insel Luzon in den Philippinen ragt der Mayon herauf, ein aktiver 2.400 Meter hoher Schichtvulkan. Als der “perfekte Kegel” bekannt, sieht Mayon in seiner Symmetrie fast unwirklich aus, ein wahres Meisterwerk der Natur.

Mount Mayon Mount Mayon

Der Vulkan steht im starken Kontrast zu seiner sehr flache Umgebung; seine Abhänge nahe der Kuppe haben ein durchschnittliches Gefälle von 35-40 Grad. Ausbrüche ereignen sich hauptsächlich aus einem kleinen Eruptions occur primarily from a small Vulkankrater, aber haben auch but have also created pyroklastische Ströme erzeugt, die über 40 Schluchten rund um Mayons Kegel eingegraben haben. Wenn man Mayon in Google Earth ansieht, zeigt sich seine einmalige Form:

Mount Mayon

Mit 47 Ausbrüchen seid 1616, ist es der aktivste Vulkan der Phillippinen, und bietet auch heute noch eine Gefahr für nahegelegene Dörfer. Sein tödlichster Ausbruch fand im Februar 1814 statt, wobei über 1.300 Menschen ums Leben kamen. Es wird berichtet, das Mayon dabei Schwaden heisser Asche ausspuckte, während schnell fliessende Lava Flüsse das Dorf Cagsawa völlig überdeckten. Der Glockenturm war die einzige Struktur die noch stand, als der Ausbruch vorbei war.

Cagsawa

In den letzten Jahrzehnten hat Mayon weiterhin seine Anwesenheit in der Region bekannt gemacht. Mit Ausbrüchen in den Jahren 1984, 1993, 2006 und 2008 sind die Anwohner inzwischen häufige Warnung zur Evakuierung sowie Sicherheits-Alarmzustände gewohnt. Wenn ihr einer der abenteurlichen1 Sorte seid, die gerne steile Abhänge hinauf klettern, dann bietet Mayon eine echte Herausforderung – vergesst aber nicht einen Sicherheitshelm zu tragen, und gebt acht vor dem herabfallenden Geröll und heißem Magma.


  1. …oder masochistisch 

Pinatubo (Vulkanwoche)

Posted by Jenni, August 10, 2009

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Beim englischen Google Sightseeing war vor kurzem schon zum vierten Mal Vulkan Woche, für uns ist es dagegen das erste Mal. Wegen unserer Sendepause1 hinken wir ein wenig hinterher, bringen euch aber in dieser und nächster Woche die explosiven Vulkan Beiträge.

Auch aus einem unglaublichen Unglück kann manchmal wahre Schönheit entstehen. Wie zum Beispiel der wunderschöne Kratersee, der in dem Restbecken des 1991 Mount Pinatubo Ausbruchs in den Philippinen entstanden ist. Ein atemberaubendes Naturwunder wurde durch eine der größten, katastrophalsten Vulkanausbrüche der letzten 100 Jahre erzeugt.

Mt. Pinatubo

Niemand wusste, dass sich tief unter der Oberfläche von Pinatubo vulkanische Aktivitäten ereigneten. Die Einheimischen – die Aeta – hatten keine Erinnerung an ehemalige Ausbrüche in ihren mündlichen Überlieferungen, und geologische Daten waren ebenfalls spärlich.

Dennoch spuckte der Berg, während des Monats Juni 1991, 10 Kubikilometer an heißem, geschmolzenem Magma aus; dabei wurden mehr Schwebstoffe in die Atmosphäre getrieben als beim Ausbruch von Krakatau hundert Jahre zuvor.

Volcanic Eruption

Durch den Taifun Yunya, der zu der Zeit durch die Inselnation fegte, wurde die Wolke von Asche, die über die angrenzenden Ozeana sich hätte verteilen sollen, zurück zur Luzon Region getrieben, wo Pinatubo einst ruhte.

Die Mischung aus Taifun angetriebenen Wind und Regen, zusammen mit der Wolke an Asche, verursachte einen starken Niederschlag von schwerem Schlamm, der der erheblichen Schaden in den umliegenden Städten anrichtete. Darunter auch der schon bereits evakuierte Clark Airbase, eine Einrichtung der U.S. Air Force, deren viele Flachdachgebäude unter dem Gewicht der Asche und des Schlamms zusammen brachen.

Clark Airbase

Das Militäre kehrte nie permanent zu der Einrichtung zurück. Statt dessen überreichten sie as an die Philippinische Regierung, die es zur einen Hälfte in eine Philippinische Luftwaffenstation konvertierte, und zur anderen Hälfte in ein Holiday Inn Ferienort.

Man kann leicht die Schluchten an der Seite des Berges sehen, die nun mit Lahar – einer vulkanischen Schlammmischung – gefüllt sind. Lahar gefüllte Flussbetten durchstreifen die Landschaft um Pinatubo herum.

Lahar Canyons

Nach Jahren an Niederschlaf hat sich das Becken des einstigen Berges mit Wasser gefüllt, wodurch der Pinatubo Kratersee entstanden ist. Jetzt ist es eine Touristendestination, und viele trecken mehrere Stunden durch den tiefen Dschungel um die klaren Wasser des Sees zu erreichen.

Mt. Pinatubo

In 2002 hatte der See den Krater so sehr gefüllt, dass befürchtet wurde der Rand würde einstürzen, was erhebliche Schäden für die ansässigen Bauernhöfe und die etwa 45.000 Eiwohner in den benachbarten Dörfern bedeutet hätte.

Um den Einsturz zu verhindern, beauftragte die Regierung Ingenieure, die mit Sandsäcken ein provisorisches Flussbett entlang der Bahn eines 5 Meter weiten Lahar Murgangs bauten. Daraufhin wurde eine Einbuchtung der gleichen Weite in die niedrigste Stelle des Kraterrandes geschnitten, und an hand des provisorischen Flussbettes wurden 25% des Wassers im Krater in den nahegelegenen Bucao Fluss abgeleitet.

Draining the Lake

Alles in allem hat der Pinatubo Ausbruch Vertreibung von tausendenen von Menschen, den Tod von über acht hundert, sowie Schäden im Wert von Milliarden an Pesos an Grundbesitz, Gebäuden und Ackerland verursacht. Aber sie haben immerhin einen wunderschönen See als Trostplaster bekommen.


  1. Unserer Mutter geht es inzwischen schon viel besser, danke der Nachfrage!