Heute sehen wir uns bei Google Street View und Maps einige berühmte Aufnahmestudios an.
Dabei sind jedem Deutschen wohl die Hansa Tonstudios bekannt, die sich in Berlin befinden.

Unsere englischen Kollegen halten es für David Bowie’s “Low and Heroes” Album am berühmtesten, aber natürlich waren auch noch viele weitere, internationale Küntler1 dort, um sich von der Kultur und Geschichte West und Ost Berlins inspirieren zu lassen.
Sehr nett anzusehen ist auch das Sun Studio in Memphis, USA, welches vor allem durch seine Neonlichter beeindruckt.

Das Studio ist Kenner vor allem durch Elvis Presley bekannt, der hier sein ersten Aufnahmen produzierte. Aber auch viele andere Rock-n-Roll Größen waren hier zu Gast, wie Jonny Cash, Roy Orbison oder Jerry Lee Lewis. Das Gebäude öffnete erneut im Jahre 1987 und dient nun weiterhin als voll funktionstüchtiges Studio, aber gleichzeitig auch als Museum. Die Wiedereröfnung war größtenteils auch dem Auftritt in dem U2 Film Rattle and Hum zu verdanken.
Wo wir gerade von U2 reden: Ihre ersten drei Alben wurden in den Windmill Lane Studios in Dublin aufgenommen. Die Studios sind mittlerweile umgezogen, aber der ursprüngliche Ort der Studios bleibt ein “Wallfahrtsort” für hingebungsvolle Fans. Manche von ihnen haben die anliegende Wand mit Graffiti geschmückt, die man auch sehr gut in Live Maps erkennt:

Äußerst bekannt, aber auch einzigartig, ist das Astoria Studio. Es ist eines der wenigen, wenn nicht das einzige Tonstudio, das in einem Hausboot integriert ist und auf der Themse in London liegt.

Es wurde im Jahre 1911 gebaut und ursprünglich konstruiert worden, um ein ganzes Orchester beherbergen zu können. Heutzutage ist das Hausboot im Besitz von Dave Gilmour.
Viele der Alben von Prince, die er Mitte der 80er bis Mitte der 90er produzierte, wurden in einem Studio aufgenommen, das heute leider nicht mehr im Betrieb ist, das aber den gleichen Namen trägt wie ein Lied und ein bekanntes Plattenlabel: Paisley Park.

Bekannt durch die Beatles und ihrem Lied und Albumtitel Abbey Road seht ihr hier das in dieser Straß liegende Studio:

Es ist nicht nur der Ursprungsort der meisten Beatles Alben, sondern auch ein Treffpunkt der Who is Who des Modernen Rocks, Pops und Klassischer Musik. Hier waren schon von Radio Head bis zu den Spice Girls fast jeder, und auch die Außenwände dienen hier künstlerischen Lobhuldigungen von Fans – leider kann man sie weder in Google Street View noch in Live Maps erkennen.
Von 1959 bis 1971 schafften es Motown Records mit von ihnen produzierten Liedern mehr als 110 mal in die Top 10. Die meisten der Lieder wurden in Hitsville USA produziert. Hier in Detroit stehen einige Gebäude, die die Studios und einige Verwaltungsgebäude des Labels beinhalten.

Das Label zog zwar 1972 nach Los Angeles, aber die ehemaligen Gebäude werden seit 1985 als Museum genutzt.
Wo wurde euer Lieblingsalbum aufgenommen?
Dank an Lianachan, Stephen Jackson, Martin S., 433 und Stephen LaMora.