Google Sightseeing nimmt euch mit auf eine Weltreise per Satellit, mittels dem frei erhältlichen Google Earth Program, oder Google Maps in eurem Browser. Jede Woche präsentieren eure Fremdenführer Jenni und Joe neue skurrile und wundervolle Entedeckungen, vielen davon von unseren Lesern selbst vorgeschlagen.

Jenni und Joel

Luftballons?

Posted by Jenni, Dezember 17, 2008

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Hoch über dem Uvas Reservoir in Santa Clara County, schweben anscheinend hunderte von farbigen Luftballons im Himmel.

Die kaum zu identifizierenden Objekte, bei denen es sich vielleicht um Luftballons handelt, erscheinen leider genau dort wo sich zwei Bilder überschneiden, aber es scheint als würden sie vom Strand am süd-östlichen Ende der Insel aufsteigen.

Helium gefüllte Ballons können zwischen 2000 und 6000 Meter Höhe erreichen, aber es ist unklar, ob das Hoch genug wäre um auf einem Satellitenfoto sichtbar zu sein.

Also, was meint ihr? Könnte dies ein Schwarm ausgesetzter Luftballons sein, der per Satellit eingefangen wurde?

Dank an Vaudesir

Waldspirale

Posted by Joe, Dezember 16, 2008

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Die Waldspirale in Darmstadt, die von oben gesehen zuerst wie ein Park erscheinen mag, ist in Wirklichkeit ein zwölfstöckiges Wohnhaus.

Das fazinierende Gebäude wurde zwischen 1998 und 2000 von dem österreichischen Architekten und Künstler Friedensreich Hundertwasser entworfen. Leider starb er kurz bevor der Bau fertig wurde. Ganz nach Hunderwassers persönlichem Stil weisst das Gebäude russische Zwiebeltürme und kaum gerade Linien vor1. Das Dach des Wohnhauses ist grün, da es mit Buchen, Linden und Ahornbäumen bepflanzt ist.

Das Gebäude beinhaltet 105 Wohnungen, sowie ein Cafe und eine Bar am Gipfel der Spirale. Einmalig ist, dass das Gebäude über 1000 Fenster besitzt, von denen sich keine zwei gleichen.

Bei Flickr gibt es viele Fotos der Waldspirale die vor Ort aufgenommen wurden.


  1. Laut Hunderwasser sind gerade Linien “des Teufels Werkzeug” 

Turm des Teufels

Posted by Jenni, Dezember 15, 2008

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Der “Devils Tower”, oder auch Turm des Teufels, ist ein Monolith, der mit einer Höhe von ungefähr 256 Metern in die Landschaft von Wyoming in den USA hinausragt. Es ist wohl der berühmteste Berg von Wyoming, denn er hat es bis nach Hollywood geschafft (und das ohne sich von der Stelle zu bewegen) - er spielt eine entscheidende Rolle in Steven Spielberg’s “Unheimlicher Begegnung der dritten Art”.

Devils Tower

Dank an xylon, Sally und viele mehr.

Neues Opernhaus Oslo

Posted by Joe, Dezember 12, 2008

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Direkt an den Fjordufern Oslos prankt das neues Opernhaus seit April diesen Jahres in voller Pracht und lädt musikbegeisterte Menschen zu einem Erlebnis ein, das nicht nur die Ohren, sondern auch die Augen faszinieren dürfte. Das Gebäude ist in seiner Form einem riesigen Eisberg nachempfunden worden (auch wenn sich sechs Siebtel des Gebäudes nicht unter der Erde befinden), als Hommage an diese Riesen der nördlichen Flüße und Meere, die nicht unerheblich an der Bildung von Norwegens Fjorde beteiligt war.

Das Kunstwerk, wie man es schon nennen muss, wurde vom Architekturbüro Snøhetta entworfen und öffnete nach einer fünfjährigen Bauzeit anfang 2008. Man gab Snøhetta die Möglichkeit, ruhig etwas großzügiger mit den verwendeten Materialien umzugehen. Das Ergebnis ist eine Außenfassade, die zu 90 Prozent aus Italienischem Marmor und zu 10 Prozent aus Granit, natürlich aus Norwegen stammend, besteht. Da darf das Innenleben natürlich in nichts nachstehen, bei dem wir Deutschen auch unseren Beitrag als Zulieferant leisten konnten, denn ein Großteil davon strahlt in deutscher Eiche.

Aber mal ganz ehrlich, für solch ein tolles Gebäude ist ein billiges Google Earth Foto doch die reinste Beleidigung! Wir würden natürlich gerne jedem Leser eine Reise nach Oslo spendieren, um sich diese fantastische Oper selber anzusehen. Da dies unsere Mittel bei weitem übersteigt, wollen wir euch wenigstens mit adäquatem Bildmaterial versorgen:

  • Auf Flicker gibt es einen Gruppenpool mit Fotos zum Opernhaus
  • Arcspace.com stellt eine Phototour vom gesamten Gebäude zur Verfügung
  • ‘The Times’ hat einen Artikel über die Eröffnung des Opernhauses publiziert
  • Wie immer gibt es natürlich auch einen Wikipediaartikel zu dem Thema.

Dank an James McKay.

Street View in Neuseeland

Posted by Jenni, Dezember 11, 2008

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Google’s Street View verbreitet sich weiterhin über den Globus und wurde jüngst in Neuseeland eingeführt.

Hier ist zum Beispiel ein Teil der Skyline in Auckland zu sehen:

Lasst uns wissen, wenn ihr berühmte, interessante oder skurrile Sights in Neuseeland findet. Wir werden dann postwendend davon berichten!

Riesenspinnen

Posted by Joe, Dezember 10, 2008

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Vorsicht an alle, die an Arachnophobie (Angst vor Spinne) leiden - in vielen Ecken der Welt scheinen sich riesige Spinnen zuhause zu fühlen; allerdings glücklicherweise nur im Namen der Kunst.

Auf dem Dach eines Gebäudes in Reno, Nevada, sitzt zum Beispiel ein riesen Vieh.

Diese Spinnenskulptur wurden vom Künstler David Fambrough entworfen. Sie besteht aus dem Gehäuse eines VW Käfers mit riesigen Beinen aus Metall (welcher Familie von Insekten das Konstrukt genau zuzuschreiben ist, konnte uns leider auch kein Biologe verraten). Die beindruckende Spinne sollte schon aus dem Weg geräumt werden, bekam aber eine Galgenfrist und wird nun in einen anderen Stadteil verlegt.

Maman, eine Skulptur der Bildhauerin Louise Bourgeois, gibt es in 8 verschiedenen Ausfertigungen weltweit zu finden und ist von Kontroverse umgeben. In Ottawa, Kanada, gibt es eine 10 Meter hohe Maman zu sehen, die 3,2 Millionen kanasiche Dollar gekostet hat. Trotz des hohen Preises scheint sie zu gefallen, denn die Skulptur ist schnell zu einer beliebten lokalen Ikone geworden.

Weitere Exemplare der Maman gibt es auch vor Kunstgalerien in Bilbao, Tokio und Seoul zu sehen.

In Kansas City ist Maman auf Google Maps nicht sichtbar, aber Street View zeigt, wie die Spinne dort fröhlich zwei Frauen und ein (zweifellos ziemlich traumatisiertes) Baby im Kinderwagen bedroht.

Maman ist auch in St Petersburg, Paris und Havana zuhause, aber wir konnten sie bisher noch nicht auf Google Maps oder Google Earth aufspüren. Lasst uns wissen, wenn ihr sie findet!

Und zu guter letzt müssen riesige Spinnen natürlich auch riesige Netze spinnen… so wie dieses hier in Colorado, das anscheinend mehrere hundert Meter weit ist. Hoffentlich bleibt kein unbescholtener Wanderer drin kleben.

Dank an Steve and Bleij.

Mini World Trade Center Tower

Posted by Jenni, Dezember 9, 2008

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In Tulsa, Oklahoma, USA, steht der ‘Bank of Oklahoma’ Turm, welcher eine fast genau halb so grosse Kopie der ‘World Trade Center’ (WTC) Türme in New York City ist, die bekanntlich beide in den 9/11 Angriffen zerstört wurden.

Die ‘Bank of Oklahoma’ wurde 1976, also drei Jahre nach dem WTC, fertiggestellt, und vom Architekten Minoru Yamasaki entworfen, der auch für das Orginal zuständig war.

Ebenso wie in New York schlug Yamasaki ein Turmpaar vor, aber aus unbekannten Gründen wurde in Oklahoma nur ein Turm erbaut.

203 Meter hoch, und mit 52 Etagen, ist der ‘Bank of Oklahoma’ Turm fast genau die Hälfte des WTC, welches 415 Meter maß und 110 Etagen hatte. Allerdings ist er damit immer noch der höchste Turm in Oklahoma.

Falls ihr weitere Kopien von berühmten Gebäuden kennt, schlagt sie doch am besten vor! Oder erzählt uns einfach in einem Kommentar davon.

Bei Wikipedia gibt es übrigens noch mehr über den ‘Bank of Oklahoma’ Turm, allerdings leider nur auf English, und bei believermag.com gibt es - leider ebenfalls auf English - die komplette Geschichte des Gebäudes.

Dank an Kottke.

Die größte Explosion auf Britischem Boden

Posted by Joe, Dezember 8, 2008

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England war am 27. November 1944 Zeuge der bis dahin größten, nicht nuklearen Explosion der Welt. Was war geschehen? Während des zweiten Weltkrieges diente eine altes Bergwerk bei Fauld als Lager für über 20.000 Tonnen an Munition - bis dann alles explodierte.

Nun gut, es explodierte nicht alles - aber genügend, um beträchtlichen Schaden anzurichten: 4.000 Tonnen an Sprengstoff, dass meiste davon Bomben, waren hauptverantwortlich für dieses Unglück und verursachten zwei den Himmel überragende Säulen schwarzen Rauches. Das infernalische Feuerwerk hat seine Spuren in der Landschaft deutlich hinterlassen, auch noch bis zum heutigen Tag.

Leider Gottes starben 70 Menschen bei der Explosion oder durch ihre Folgen. Aber viele hatten auch Glück im Unglück, denn die meisten Menschen, die zu der Zeit unter Tage im Waffenlager arbeiteten, schafften es nach der Explosion unversehrt an die Oberfläche. Der Grund für das Desaster konnte nie zweifellos festgestellt werden. Am wahrscheinlichsten scheint es, das ein Arbeiter der Royal Air Force beim Entschärfen einer Bombe keinen Holzkeil, sondern ein metallisches Stemmeisen verwendete. Wie wir alle wissen, soll man bei elektrischen Geräten ja vorher die Sicherung rausdrehen, bevor man mit Metall an ihnen arbeitet - der für den Unfall verantwortliche Mitarbeiter hatte sich wohl nicht daran gehalten, und das Stemmeisen löste einen verhehrenden Kurzschluss aus.

Während das meiste Inventar des Munitionslagers nach der Explosion nicht mehr zu gebrauchen war, wurde das Bergwerk selber noch bis 1966 von der Royal Air Force, der britischen Luftwaffe, als Waffenlager benutzt. Wer einen Spaten nimmt und eine Reise macht, der kann unter dem Krater vergraben noch eine nicht unerhebliche Menge an Munition finden. Viel Spaß beim graben!

Wer sich stattdessen einfach nur mit weiterführenden Informationen beschäftigen möchte, für den haben wir auch noch einiges - leider alles auf Englisch (bei der nächsten Explosion auf deutschem Boden kriegen wir vielleicht auch Informationen auf deutsch). Die BBC stellt einen Artikel auf ihrer Internetseite zur Verfügung, ebenso wie Wikipedia. Außerdem gibt es noch diese interessante Seite über das ganze Geschehen, auf der auch viele Bilder zu finden sind. Gerade dieses hier hat mich am meisten beeindruckt, auf dem man die Lagerung der Bomben erkennen kann - und ungefähr ein Bild davon bekommt, welche Masse an Sprengstoff in einer Sekunde verpulvert wurde.

Dank an Chris Davey.