Google Sightseeing nimmt euch mit auf eine Weltreise per Satellit, mittels dem frei erhältlichen Google Earth Program, oder Google Maps in eurem Browser. Jede Woche präsentieren eure Fremdenführer Jenni und Joe neue skurrile und wundervolle Entedeckungen, vielen davon von unseren Lesern selbst vorgeschlagen.

Jenni und Joel

Sendepause….

Posted by Joe, Juli 29, 2009

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Liebe Leser der deutschen Google Sightseeing Seite!

Vermaledeit und zugenäht…

Kaum haben wir, Jenni und ich, nach großen Koordinationsschwierigkeiten und vielem Stress endlich einen Rhythmus gefunden (Montags, Mitwochs, Freitags), der uns ermöglicht, die im Umfang gestiegenen Artikel der englischen Seite regelmäßig zu übersetzten, und dann…

Jenni ist gerade im wohlverdienten Urlaub, im wunderschönen Turin und fern von jedem Internetzugang (ok, es gäbe Internetcafés, aber man kann es auch übertreiben). Der Urlaub an sich war kein Problem, denn ich sagte ihr: “Wenn Du ausfällst, übersetze ich die zwei Wochen; verlass Dich drauf!”

Aber ersten kommt es anders, und… …nebst Klausurphase, in der ich stressgeplagter Student bin, hat sich meine Mutter gestern dazu entschieden, es wäre doch mal nett, sich einen Knochen zu brechen. Sie stolperte und krachte mit dem Schultergelenk auf den Vorsatz eines alten, aber massiven Holzstuhles.

Es tut mir leid, aber mit Arbeit, Uni und Mutter kann ich diese Woche keinen Artikel bereitstellen. Aber ich hoffe – und die Wahrscheinlichkeit ist ziemlich hoch – dass es kommenden Montag wie gewohnt weiter geht.

Vielen Dank für Euer Verständnis, Euer Joe

Wenn man gerade mal kein Prada braucht

Posted by Jenni, Juli 24, 2009

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Wenn man entlang dem isolierten Highway 90 in Texas fährt, hofft man voelleicht irgendwo eine Tankstelle zu finden an der man Wasser, Essen oder Benzin fürs Auto kaufen kann.

Und siehe da! Am Horizont näherst sich schnell irgend ein Gebäude!

Allerdings it wahrscheinlich das allerletzte, das man braucht um mit dieser gnadenlosen Landschaft zu recht zu kommen, ein neues paar Prada Schuhe.

Aber immerhin besser als gar nichts, oder? Leider hätte der Streetview Wagen Fahrer wenig Glück, selbst wenn er gerne eine neue italiensiche Designer Handtasche hätte, denn der Laden ist geschlossen.

In der Tat ist dieser besonder Prade Laden immer geschlossen, seid in 2005 zuerst eröffnet wurde. Wie sich heraus stellt handelt es sich bei dieser Boutique um ein Kunstwerk der skandinavischen Künstler Elmgreen and Dragset.

Dank an Diego Gonzalez.

Apollo 11

Posted by Joe, Juli 22, 2009

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Wer nicht gerade auf dem Mond lebt, oder besser gesagt auf dem Mars, dem wird nicht entgangen sein, dass in den letzten Tagen sich die erste Mondlandung zum vierzigsten Mal jährte1.

Am 16. Juli 1969 um 9:32 Uhr Ortszeit startete das Apollo 11 Programm mit Zündung einer Saturn-V-Rakete vom Startkomplex 39-A des Cape Canaveral in Florida. Der gleiche Platz wird auch für das Senden von Space Shuttles in den Weltraum benutz, zum Beispiel für die bekannte Endeavour (transportierte das Hubble Weltraumteleskop ins All). Übrigens: der Sicherheitsabstand für Zivilisten zu einer startenden Rakete liegt bei 5 Kilometern! Aber das Google Street View Auto schaffte es bei seinem Besuch so weit heran, dass es immer noch ein leicht verwaschenes Foto vom Flugtower erwischen konnte, der sich über die Ebene reckt.

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At the nearby Kennedy Space Center we can see a replica Space Shuttle, as well as the Rocket Garden (a display of Redstone, Titan and Atlas rockets) and the Space Mirror (or at least its shadow) – a 13-metre high memorial to those who have lost their lives in space.

Beim nahegelegenen Kennedy Space Center erblicken wir die Replika eines Space Shuttles, einen garten voller Raketen (ausgestellt werden einige Redstones, Titan- und Atlasraketen)

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Wer sich für die Mondrakete Saturn V interessiert, findet sie auch im Johnson Space Center in Housten. Das englische Googlesightseeing brachte schon einmal vor vier Jahren ein Artikel darüber. Allerdings ist die Sicht heute darauf verdeckt. Aber immerhin können wir auf das Gebäude blicken, das sich um den Weltraumverkehr der USA kümmert und in dem die berühmten Filmworte erklangen: “Housten, wir haben ein Problem!”

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Natürlich ist die Stelle in Housten nicht die einzige, die mit den Astronauten damals in Kontakt stand. So zog der Mond gerade über Australien, als Neil Armstrong die ersten Schritte auf ihm wagte. Und eben dort wurde die berühmteste Live-Übertragung der Geschichte empfangen.

Direkt mehrere Antennen empfingen das Signal. Die beste Übertragung erreichte das Parkes Observatorium in New South Wales – aber es wurde auch von der Honeysuckle Creek Tracking Station in der Nähe von Canberra empfangen. Leider sieht man Parkes nur auf einer sehr niedrigen Auflösung (auch wenn man immerhin ihre Satellitenschüssel auf den Street View Bildern entdecken kann). Dagegen kann man Honeysuckle Creek in hoher Auflösung betrachten. Man wird nur keine Aktivitäten erkennen, da die Station 1981 geschlossen wurde.

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Wir wollen aber auch nicht den ersten Mondmann hier vergessen: Neil Armstrong wurde in einer kleinen Stadt in Wapakoneta, Ohio, geboren, und während seiner Schulzeit lebter er mit seiner Familie auf der West Benton Street. Offensichtlich ist die Stadt sehr stolz auf ihren ehemaligen Bewohner, denn auf der Landkarte lassen sich Straßen finden wie der Neil Armstrong Drive, der Luna Drive, der Gemini Drive, der Saturn Drive und der Apollo Drive. Letzterer beherbergt zudem das Armstrong Air & Space Museum. Ausgestellt sind hier unter anderem eine Gemini VIII Raumkapsel, Apollo 11 Artefakte, ein Mondstein und eine “Multimediapräsentation der Einblicke und Geräusche des Weltalls”2.

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Auch wenn es wohl niemals Street View Autos auf dem Mond geben wird – ein paar Google Bilder haben wir schon. Google Moon hat sich ganz schön gemausert, seit es am 36sten Jahrestag der Mondlandung online ging, und auch wenn kein Google Auto dort oben fahren wird, haben die Google Programmieren eine Street View gleiche Panoramaansicht der Landungsplätze auf dem Mond kreiert. Dabei war es wohl ganz hilfreich, dass NASA’s Lunar Reconnaissance Orbiter immerhin 5 der 6 Landeplätze schon fotografiert hat – mit erstaunlichen Details auf den Fotos zu erkennen, wie einige Triebwerkmodule, die, nachdem sie die Astronauten wieder in den Orbit verfrachtet hatten, leer abgeworfen wurden. Es sind sogar Fußspuren erkennbar!

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Wer Spaß daran hat, die Mondlandung life (wenn auch nur virtuell) mitzuerleben, der ist auf der Seite von dem Projekt We Choose The Moon genau richtig. Ansonsten ruft die NASA selbst noch zu zahlreichen Zelebrierungen auf.


  1. Die Raumkapsel setzte um 20:17 Uhr GMT am 20. Juli auf. Armstrong betrat die Oberfläche des Mondes um 2:56 Uhr GMT am 21. Juli – als es immer noch der 20. Juli in den Vereinigten Staaten war. 

  2. Anscheinend gibt es doch eine Möglichkeit, dass sich Schal durchs All bewegt – OHNE LUFT! 

Die Wahre Geschichte der London Bridge

Posted by Joe, Juli 20, 2009

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Diese von oben eher unscheinbar wirkende Brücke, die über die Themse führt, ist die jüngste einer ganzen Reihe von Brücken, die an dieser Stelle stand und heut unter dem Namen London Bridge bekannt ist.

Die jetzige Brücke wurde 1973 eingeweiht, allerdings hat an dieser Stelle schon seit der römischen Besetzung eine Brücke gestanden, also schon vor über 2.000 Jahren. Viele Brücken kamen und gingen in der darauffolgenden Zeit, aber es dauerte bis 1209, als endlich eine wirklich große Brücke errichtet wurde.

Um die mittelalterliche London Bridge zu erbauen brauchte es unglaubliche 33 Jahre, allerdings war sie zu der dermaligen Zeit auch tief beeindruckend, da sich über die ganze Brücke Geschäfte verteilten, die sich im Erdgeschoss der bis zu siebenstöckigen Wohnhäuser befanden (die Briten lebten damals nicht unter, sondern auf der Brücke).

600 Jahre lang leistete die Brücke gute Dienste als Wohnstätte und Passage über die Themse, aber letztendlich entschied man sich doch für einen Neubau; die alte Brücke war zu baufällig, zu schmal und bot herunterfahrenden Schiffen zu wenig Platz für die neuen Bedürfnisse Londons.

Thomas Telford (das englische Google Sightseeing berichtete bereits über ihn) reichte 1799 einen Architektenvorschlag ein, der einen einzigen Eisenbogen vorsah, um die gesamte Themse zu überspannen. Allerdings hatte die Stadt zu viele Bedenken, was die Stabilität dieser Konstruktion anging. Die Konstruktion, die schließendlich 1831 fertig gestellt wurde – und zwar 30 Meter von der ursprünglichen Brücke entfernt, stammte von dem schottischen Ingenieur John Rennie.

Um die Jahrhundertwende herum wurde die “Neue” London Bridge inzwischen so stark frequentiert – jede Stunde wurde sie von über 9.000 Menschen überquert – dass sie unbedingt weiter ausgebaut werden mußte; somit wurde sie ganze 4 Meter breiter. An der inzwischen stillgelegten Eisenbahnstrecke am alten Sweltor Steinbruch in Dartmoor sieht man immer noch einige übrig gebliebene Granitsteine, die für den Ausbau zwar vorgesehen waren, aber niemals benutzt wurden.

Unglücklicherweise konnte das Fundament das zusätzliche Gewicht, welches durch die Verbreiterung entstanden war, nicht tragen, und so begann es immer weiter in den Flussboden einzusinken – zwar nur um 3 Zentimeter alle acht Jahre, aber es wurde klar, dass man auf lange Sicht eine neue Brücke bauen musste.

Und da dies schließlich in einem der verrücktesten Länder der Welt passierte (wer frittiert schon Marsriegel und isst Minzeis am Stiel?), wurde die alte Brücke nicht einfach abgerissen, sondern 1967 zum Verkauf angeboten. Es dauerte nicht mal ein Jahr, bis sich ein Käufer fand: Robert P. McCulloch, Besitzer der McCulloch Oil Gesellschaft – und vor allem Amerikaner, was diesen wahnwitzigen Kauf am besten erklärt, erwarb die London Bridge für 2,4 Millionen Dollar und ließ sie Stein für Stein abtragen, um sie in Lake Havasu City, Arizona wieder aufzubauen.

Der Geschichte nach dachte McCulloch fälschlicherweise, dass er die (zweifellos begehrenswertere) Tower Bridge kaufte, aber natürlich wurde dies vehement bestritten. Wie dem auch sei, die rekonstruierte London Bridge bildet das Prunkstück des Englisch gestylten Freizeitparks, der seidem Arizonas zweit beliebteste Touristenattraktion geworden ist – nur der Grand Canyon wird noch mehr besucht.

(Über die London Bridge wurde im englischen Google Sightseeing schon mal 2006 berichtet).

Weltlängstes Wohnhaus

Posted by Jenni, Juli 17, 2009

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Hier bei Google Sightseeing gab es schon des öfteren Beiträge über die weltgrößten Sehenswürdigkeiten, daher dachten wir es sei an der Zeit, uns zur Abwechslung mal einigen weltlängsten zuzuwenden. Der Karl-Marx-Hof in Wien ist das weltlängste Wohnhaus, und ersteckt sich über mehr als einen Kilometer durch das 19. Viertel, das vor allem für seine groÍen Häuser und Diplomatenresidenzen bekannt ist.

Karl Marx Hof

Das Gebäude besteht aus fast 1.400 Apartements, in denen bis zu 5.000 Leute bequem wohnen könnten. Zu dem Entwurf gehören ausserdem ein Schwimmbad, eine Bibliothek, Waschküchen, Läden, eine Schule, sowie medizinische Eintichtungen. Nur die östliche Seite ist die ganen 1.100 Meter lang, aber dafür gibt es mehrere Abschnitte an der westlichen Seite, in denen Innenhöfe und Parkanlagen mit eingebaut wurden.

Karl Marx Hof Karl Marx Hof

Das Wohnhaus wurde vom Stadtplaner Karl Ehn konstrueirt, als Teil der Bewegung der Sozialistischen Partei Rotes Wien, in der große Mengen an Sozialwohnungen gebaut wurden zu einer Zeit, als die Entwicklung von privat Wohnungen wegen eingefrorenen Mieten unausführbar war. Eine besondere Steuer wurde eingeführt, damit diese gewaltigen Bauunternehmen forfahren konnten, und der Gebrauch von renommierten Architekten versicherte, dass die Gebäude variiert und visuell attraktiv waren, was aus der Vogelperspektive besonders ersichtlich ist.

Karl Marx Hof

Die Apartements waren einige der ersten der Stadt, die Toiletten, fliessendes Wasser und Balkone hatten – Luxus den die Arbeiter von damals vorher nicht gekannt hatten. Heute sind sie allerdings nicht so begehrenswert, da sie ziemlich klein sind und viele keine Duschen oder andere moderne Einrichtungen haben.

Mehrere Tunnel mussten in den Entwurf eingeführt werden, um die Fortsetzung der Straßen und den Verkehrsfluss zu erlauben.

Karl Marx Hof

Das Gebäude wurden im Österreichischen Bürgerkreig von 1934 schwer beschädigt, als das Militär und die Polizei strenge Maßnahmen ergriffen und das Gebäude bombardierten, um die umbewaffneten Familien und Parteiarbeiter herauszuzwingen, die sich darin barikadiert hatten. Der schaden wurde erst einige Jahre nach dem zweiten Weltkrieg behoben.

Viele Bilder vom Karl Marx Hof können auf der Great Buildings (zu deutsch” großartige Gebäude) Website gesehen werden.

Wolken und Wüste…

Posted by Joe, Juli 15, 2009

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Erinnert ihr euch an die Zeiten, wo man als kleines Kind entspannt im Gras lag, der Blick gen Himmel, und wie die Wolken einem Geschichten erzählten, von Elefanten, gejagt von Mäusen, oder stolzen Elchen? Und immer wieder kam die Überlegung auf, wie die Welt wohl aussehen würde, wenn man als Wolke auf sie herab blicken würde… versuchen wir es doch einfach mal.

Die größte Fläche zum Malen ist die Wüste, und genau die hat sich die Natur ausgesucht, um für die Wolken über uns herrliche Kunstwerke zu kreieren. Wer sie nicht erkennt, sollte vielleicht besser seinen kleinen Sohn oder seine kleine Nichte zu Rate ziehen…

Also, frei heraus, ganz spontan… oder einfach das Bild auf sich wirken lassen und mit den Impressionen herumspielen…. wie es einem am besten liegt… Was könnt ihr hier erkennen?

Man's Lower Face

Wenn ihr den unteren Teil des gesichtes eines alten Mannes gesehen habt, saht ihr das gleiche wie wir. Die starken Winde Algeriens haben aus dem Sand der [Issaouane Erg] das Gesicht eines traurigen Mannes geformt.

Sein Gesicht ist aber nicht das einzige, dass wir finden konnten. Mit einer leicht nach oben gebogenen Nase und leichten Ziselierungen rund um den Mund kann man hier das Gesicht eines kleinen Mädchens erkennen.

Face of a Little Wooden Girl

Anscheinend gibt es einige Köpfe in der Wüste! Vielleicht sind es die Malversuche des Herrn, die wir hier im Sand erblicken können.

Head of a Young Goat

Ein Ziegenkopf der Richtung Wesen blickt? Oder was erlennt ihr in dem Bild?

Allerdings sind Köpfe nicht das einzige, was man im Sand finden kann. Schaut euch folgende Formen an:

A Tree in the Style of Dr. Seuss

Die für Dr. Seuss typische Formgebung eines Baumes ist hier klar erkennbar. Zwar schleicht keine Hut tragende Katze umher, aber stellt euch den Baum einfach in lila und grün vor.

Alle diese faszinierenden Kunstwerke im Sand kommen erst zum Vorschein, wenn man tief genug in die hochauflösenden Bilder reinzoomt. Die Sahara von weitem dagegen erinnert eher an das Pickel vernarbte Gesicht eines Teenagers in der Pubertät.

Leider gibt es nur sehr wenige hochauflösende Bilder von der Sahara. Die weniger detaillierten Bilder, die das kleine “High Resolution” Rechteck umgeben, assoziiert man dagegen eher an etwas, was man zuletzt im Biologieunterricht unter dem Mikroskop gesehen hat. Das wären dann wohl aber die größten Mikroorganismen, die man auf der Welt gesehen hat.

Micro Organism

Wir hoffen, euch hat der kleine Ausflug in die Wüste gefallen – auch wenn wir eher nur die einfachen und amüsanten Formen ausgewählt haben. Natürlich hätten wir auch auf ein riesiges Schwimmbecken, ein enormes Stück Aluminiumfolie oder auf einen Alienmarkstein hinweisen könne, aber ist es nicht viel schöner, einfach mal die Gedanken in den Wolken und in der Wüste zu verlieren?

Mit einem letzten Bild wollen wir euch dann auch schon wieder alleine lassen – dieses Mal ganz ohne unsere eigenen Vermutungen. Schaut euch diese vielsagende Form an, lasst euch von eurer Phantasie mitreißen und eure Gedanken zurück…. und wenn ihr Lust habt, teilt uns mit, was ihr gesehen habt!

Oh, don't be a cheater now.  We didn't stick the answer in the meta-data.

Wir waren lange weg…

Posted by Joe, Juli 13, 2009

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Liebe Freundinnen und Freunde des deutschen Google Sightseeing,

wie Ihr sicher bemerkt habt, waren lange Zeit neue Artikel bei uns eher rar gesät. Dies hatte vor allem zwei Gründe:

1.) Wir sind nur ein Team von zwei Personen und in den letzten Wochen haben Arbeit und Uni – sowie unser Leben, dass wir noch nebenbei haben – uns soweit eingenommen, dass kaum Zeit für Google Sightseeing aufzubringen war.

2.) Das englische Team hat sich vor geraumer Zeit von vier auf acht Autoren verdoppelt, was vor allem in umfangreichere und detailliertere Artikel resümiert hat. Dabei sind die “Ein-Zeiler-Artikel”, die einem bei Zeitnot etwas Luft verschafft haben, vollständig verschwunden.

Die Quintessenz aus weniger Zeit, aber mehr Arbeit, lautet ganz einfach, dass die Aufgabe in unserem früheren Umfang nicht mehr zu bewältigen ist. Allein der Versuch dazu hat uns ganz schön aus dem Tritt gebracht. Deswegen haben wir unsere bisherigen Ansprüche, jeden Tag einen Artikel zu übersetzen und damit Up-to-Date mit der Englischen Seite zu sein, aufgegeben.

Ab nun werden wir nur noch dreimal die Woche – montags, mittwochs und freitags – Artikel bringen; teils Übersetzungen, teils aus dem Archiv und auch Suggestions. Damit hoffen wir einen immerhin zuverlässigen Service aufnehmen, und damit unsere Lesergemeinschaft regelmäßig mit spannendem und kuriosen aus Google Maps und Streetview versorgen zu können.

Euer deutsches Google Sightseeing Team!

Picher, Oklahoma

Posted by Jenni, Juli 13, 2009

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Picher, Oklahoma, ist eine kleine Stadt im Nordosten von Oklahoma nahe der Kansas-Missouri Grenze. Sie war einst ein bedeutendes Zentrum für die Gewinnung von Schwermetallen, mit einigen der produktivsten Bleibergwerken der Welt. Anfang der 1970er wurden allerdings alle Bergwerk Operationen eingestellt, wobei 480 Kilometer an Stollen, 180 Millionen Tonnen Giftmüll, und eine Stadt ohne große Zukunft hinterlassen wurden.

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Den Einwohnern von Picher wurde der übrig gebliebene, giftige Abfall von den Untergrundbohrungen hinterlassen, der in der Landschaft verstreut ist und teilweise über hundert Meter über der Stadt empor ragt.

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Davon abgesehen, dass dies von Pichers landschaftlicher Schönheit ablenkt, enthält der Abfall besonders feinen Bleistaub und stellt ein ungeheures Risiko für die Gesundheit der Einwohner dar. Kinder sind dem giftigen Staub gegenüber besonders empfindlich, da ein erhöhter Grad an Blei im Blut zu Lernbehinderungen führen kann. Blei und Zink haben sogar Pichers Trinkwasser kontaminiert, ebenso viele natürliche Schwimmbecken die von Jugendlichen aufgesucht werden.

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Um das Ganze noch schlimmer zu machen, sind viele der ehemaligen kilometerlangen Bergwerktunnel seid den ‘50ern eingestürzt, was sich bis heute fortsetzt. Durch diese geologische Instabilität ist der größte Teil der Stadt als Wohnort für unsicher erklärt worden, und viele ehemaligen kommerzielle Stadtteile sowie Wohnblocks sind im baufälligen Zustand.

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1983 wurde Picher und die umgebenden Bergwerke zu einer der umweltverschmutztesten Orte in den Vereinigten Staaten erklärt, und wurde zu einer Priorität für dieEnvironmental Protection Agency (EPA). In den Jahrzehnten darauf haben die EPA und die US Regierung mehrere Versuche gestartet, die Einwohner von Picher umzusiedeln. Obwohl eine Gruppe handfester Individuen der Umsiedlung resistiert haben, wird die Stadt Anfang September dieses Jahres offiziell schließen. Am 13 Juni wurde Abschied gefeiert, bei dem langjährige Einwohner über bessere Zeiten reflektieren konnten.

Mehr Informationen über Pichers Geschichte und ihre letzten Tage gibt es auf Englisch in diesem CNN Artikel. Ebenso informationsreich ist die Website “The Creek Runs Red” , auf der es eine Dokumentation über die Gegend gibt.

Dank an Brian in Texas.